25. Februar 2021 / 17:11 Uhr

Mehr Eiszeit und weitere Eisbäder: Bei Grizzly-Youngster Raabe läuft's

Mehr Eiszeit und weitere Eisbäder: Bei Grizzly-Youngster Raabe läuft's

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kreative Kälte: Da die Eiswanne aufgrund der Corona-Vorschriften tabu ist, ging's für Steven Raabe erst in den Allersee, danach gab's für ihn die erste Eiszeit für die Grizzlys in der Gruppe Nord.
Kreative Kälte: Da die Eiswanne aufgrund der Corona-Vorschriften tabu ist, ging's für Steven Raabe erst in den Allersee, danach gab's für ihn immer mehr Eiszeit - und weitere Eisbäder. © Grizzlys Wolfsburg City-Press GmbH/Privat
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Die Grizzlys Wolfsburg sind mit einer Sieben-Spiele-Siegesserie im Aufwind, seit der zweiten Partie dieser Phase ist Steven Raabe an Bord - auch beim Verteidiger-Youngster läuft es.

Ein kühler Kopf hilft jedem Eishockey-Profi - Steven Raabe von den Grizzlys Wolfsburg ist dafür ein gutes Beispiel: Seitdem das Eigengewächs vor dem Spiel gegen die Fischtown Pinguins am 8. Februar für ein Eisbad in den Allersee gesprungen war, läuft es bei dem 19-Jährigen richtig gut. Zuletzt gab's sogar den ersten Scorer-Punkt der Saison für ihn.

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Dem Bad im eiskalten Allersee folgten die ersten Einsatzminuten der Saison beim 4:3 gegen Bremerhaven, dem zweiten Sieg der aktuellen Grizzlys-Serie von sieben Siegen in Folge, Raabe zahlte das Vertrauen der Coaches mit soliden Leistungen zurück, spielte seither in jeder Partie. Beim 3:2-Erfolg im Shootout bei den Eisbären Berlin nahm der gebürtige Salzgitteraner gut neuneinhalb Minuten Eiszeit. Seit dem Sprung in den Allersee folgten zwei weitere Eisbäder, "das war aber zu Hause im Salzgittersee", sagt Raabe.

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Cortina lobt den Youngster

Grizzlys-Coach Pat Cortina freut sich über die Leistung des Youngsters: "Er ist hungrig, entwickelt sich täglich weiter. Wichtig ist, dass er am Boden bleibt." Genau das hat der Verteidiger vor: "Ich will mir nicht zu viele Gedanken machen. Wenn ich bei meiner Struktur bleibe, werden die nächsten Spiele auch gut." In Berlin leitete Raabe das zwischenzeitliche 2:1 durch Max Görtz ein, spielte nach dem Reihenwechsel den Aufbaupass von hinterm Tor auf Matti Järvinen, der das Spiel schnell machte, vorn Görtz fand.

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"Ein spektakulärer Punkt war's nicht, aber auf jeden Fall ist es schön, wenn man belohnt wird", freut sich Raabe, der in seiner Debüt-Saison 2018/19 mit zwei Vorlagen seine ersten beiden DEL-Karriere-Punkte verbuchte. Nachdem Raabe im Februar oft gemeinsam mit Julian Melchiori auf dem Eis gestanden hatte, war zuletzt Jeff Likens der Defensiv-Partner des 19-Jährigen. "Ein sehr guter Defensiv-Verteidiger, er redet viel auf dem Eis - das hilft enorm, er ist wie ein drittes Auge", so Raabe über seinen Teamkollegen. "Von ihm kann man sich viel abgucken, ein absoluter Leader."

Pause kommt Grizzlys ungelegen

Dass die Grizzlys aktuell in einer Spielpause von gut einer Woche stecken, kommt Raabe eher ungelegen: "Ich bin einer, der viel spielen will. Das sehen auch die meisten anderen Jungs so", sagt der Youngster. Melchiori könnte allerdings eine Ausnahme bilden, glaubt Raabe: "Mit seiner enormen Eiszeit sieht Mel das vielleicht etwas anders." Ehe es am Montag - erneut bei den Eisbären - weitergeht, wird hart trainiert, "ab Samstag könnte es dann in Richtung Taktik gehen", vermutet Raabe.

Mit Maximilian Adam haben die Grizzlys einen weiteren Akteur im Kader, der mal mehr, mal weniger zum Einsatz kommt und mit Raabe um einen U23-Platz konkurriert. Aktuell haben beide angesichts der Verletzungs-Situation ihren Platz im Kader, mit Armin Wurm (Covid-19-Infektion) und Dominik Bittner (Bauchmuskelverletzung) dürften gleich zwei Verteidiger relativ bald wieder an Bord sein. "Klar, ist es ein Konkurrenzkampf", sagt Raabe. "Maxi und ich haben aber ein gutes Verhältnis, gehen es sehr professionell an. Wir versuchen, uns zu pushen - das hilft dem Team schließlich weiter."