19. Mai 2019 / 15:37 Uhr

Mehr Geld und zwei Vertragsverlängerungen: So plant der VfL Wolfsburg für Europa

Mehr Geld und zwei Vertragsverlängerungen: So plant der VfL Wolfsburg für Europa

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Guilavogui bleibt - Amiri ist ein Kandidat
Guilavogui bleibt - Amiri ist ein Kandidat
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Der VfL Wolfsburg ist zurück auf Europas Fußball-Bühne. Drei Jahre nach dem Viertelfnal-Aus in der Champions League bei Real Madrid dürfen sich Wolfsburgs Fans wieder auf tolle Abende in der Europa League freuen - und dafür will der VfL seinen Kader optimieren.

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Der VfL ist zurück auf Europas Fußball-Bühne, als Tabellensechster zieht er nach einer Super-Saison in die Europa League ein. Die Planungen für die neue Saison jedoch liefen bereits weit vorher an. Oliver Glasner (Linzer ASK) wird neuer Trainer, die ersten beiden Neuzugänge Kevin Mbabu (Bern) und Joao Victor (Linz) stehen fest. Fix sind seit diesem Wochenende auch die vorzeitigen Vertragsverlängerungen von Kapitän Josuha Guilavogui und Linksverteidiger-Rakete Jerome Roussillon. Und nun soll der VfL mit Nadiem Amiri von 1899 Hoffenheim einen weiteren möglichen Neuen im Visier haben, wie die Bild berichtet.

Der 22-Jährige ist im Mittelfeld flexibel einsetzbar und war zusammen mit den VfLern Maximilian Arnold und Yannick Gerhardt im Sommer 2017 U-21-Europameister geworden. Werden sie nun bald Kollegen? Nach SPORTBUZZER-Informationen hat‘s (noch) keine Gespräche mit dem Spieler selbst gegeben - und für die VfL-Verantwortlichen ist Amiri zwar ein interessanter Spieler, aber nicht die aktuelle Nummer-1-Lösung bei der Suche nach Mittelfeldverstärkungen. Ob Hoffenheim den ehemaligen Jugend-Nationalspieler überhaupt ziehen lassen würde, ist zudem unklar.

AR-Chef Witter: Kein Goldregen

Neben einem Mittelfeldspieler soll noch ein schneller Innenverteidiger kommen, aber zunächst will der VfL seinen Kader verschlanken. Abwehrspieler wie John Anthony Brooks (liebäugelt angeblich schon länger mit der Premier League) und Jeffrey Bruma (der Leihspieler kehrt von Schalke zurück) dürften den Klub verlassen – bei passenden Angeboten. VfL-Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer steht zwar nach dem Erreichen des internationalen Geschäfts etwas mehr Geld von VfL-Eigner VW zur Verfügung, aber es bleibt dabei: Die Kohle soll, wie im vergangenen Sommer auch, vernünftig investiert werden. „Wir haben eine starke Mannschaft, die muss jetzt ganz gezielt ergänzt werden. Wir machen keinen Blödsinn und keinen Wahnsinn." Aber: "Wenn man in Europa spielt, braucht man einen entsprechend breiten Kader – das ist klar“, sagte VfL-Aufsichtsratschef und VW-Finanzvorstand Frank Witter und relativierte gleichzeitig, dass das Budget nach der Europa-League-Quali „nicht dramatisch anders“ sei. „Gehen Sie nicht davon aus, dass jetzt der Goldregen losbrechen wird. Wir haben einen Plan und den wollen wir umsetzen und die Mannschaft weiterentwickeln, so wie es dieses Jahr auch gelaufen ist.“

Guilavogui: „Ich habe dem Verein viel zu verdanken"

Mit der Verpflichtung von Roussillon, einem der besten Linksverteidiger der Liga, war dem VfL im vergangenen Sommer ein Coup geglückt, Klubs wie Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen hatten den Franzosen im Visier, aber nun hat der 26-Jährige seinen Vertrag vorzeitig (um ein Jahr) bis 2023 verlängert. „Ich bin den Verantwortlichen sehr dankbar, dass sie mir so viel Vertrauen entgegenbringen“, so Roussillon, den Guilavogui gern schon mal als Waffe bezeichnet. Der Kapitän bleibt ebenfalls länger. Er hat ebenfalls bis 2023 unterschrieben – ohne Ausstiegsklausel. Die hatte sich der Mittelfeldspieler in seinen alten Kontrakt reinschreiben lassen. Vergangenheit. Der Fanliebling bleibt, Schmadtke freut‘s: „Josh ist ein Top-Fußballer, er identifiziert sich mit Klub, Region und Fans - er ist auf und neben dem Platz wichtig, weil er auch in der Kabine wirkt, weil er ein sehr positiver Mensch ist, der in der Lage ist, Menschen mitzunehmen, sie mal zu beruhigen, aber auch anzupeitschen." Guilavogui selbst meinte: „Ich habe dem Verein viel zu verdanken. Wir haben zusammen in der Champions League gespielt und wir haben zusammen schwierige Zeiten erlebt. Ich fühle mich dem Klub, der Region und den Fans sehr verbunden und habe große Lust darauf, den positiven Trend dieser Saison auch in den nächsten Jahren fortzusetzen.“

Fünf Spiele, in denen der VfL Wolfsburg sein Ticket für Europa buchte

25. August: Was für ein Saisonstart! Durch den Sieg gegen den Vize-Meister (zu dem Zeitpunkt wusste man noch nicht, welch unterirdische Saison S04 spielen würde) lässt der letztjährige Relegations-Teilnehmer gleich mal aufhorchen. Zumal der Siegtreffer von Daniel Ginczek in der Nachspielzeit Gefühle freisetzte, die man so beim VfL lange nicht mehr gekannt hatte. Zur Galerie
25. August: Was für ein Saisonstart! Durch den Sieg gegen den Vize-Meister (zu dem Zeitpunkt wusste man noch nicht, welch unterirdische Saison S04 spielen würde) lässt der letztjährige Relegations-Teilnehmer gleich mal aufhorchen. Zumal der Siegtreffer von Daniel Ginczek in der Nachspielzeit Gefühle freisetzte, die man so beim VfL lange nicht mehr gekannt hatte. ©
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Den positiven Trend fortzusetzen – gilt das auch für Koen Casteels? Auch mit ihm wollen Schmadtke und Schäfer gern vorzeitig verlängern. Der zurzeit verletzte Top-Torhüter (Oberschenkel-Verletzung) steht auf dem Zettel einiger Top-Klubs. Obwohl er noch zwei Jahre Vertrag beim VfL hat, ist es nicht ausgeschlossen, dass er in diesem Sommer geht. „Stand jetzt ist es so, dass ich auch im nächsten Jahr wieder hier spiele“, so Casteels am Samstagabend. „Alles, was weiter kommt, werden wir sehen.“

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