26. September 2021 / 20:28 Uhr

Mehr Schatten als Licht: OHV-Brandenburgligisten erkämpfen nur einen Punkt 

Mehr Schatten als Licht: OHV-Brandenburgligisten erkämpfen nur einen Punkt 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
TuS Akteur Pascal Heidenreich konnte zwar zahlreiche Kopfballduelle für sich entscheiden, die Niederlage gegen Preussen Eberswalde jedoch nicht abwenden.
TuS Akteur Pascal Heidenreich konnte zwar zahlreiche Kopfballduelle für sich entscheiden, die Niederlage gegen Preussen Eberswalde jedoch nicht abwenden. © Robert Roeske
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Brandenburgliga: TuS Sachsenhausen und der SV Zehdenick verlieren knapp, der SV Altlüdersdorf unterliegt dem Werderaner FC nach Corona-Pause klar. Nur der OFC punktet auswärts.

TuS Sachsenhausen – Preussen Eberswalde 2:3 (1:0). Tore: 1:0 Kordecki (19.), 2:0 Pehl (49.), 2:1 Vladimirov (63.), 2:2 Ben-Abdallah (77.), 3:2 Ben-Abdallah (85.). Zuschauer: 269.

„Einfach geil.“ Kurz und knapp fiel das erste Fazit vom Ex-Sachsenhausener Ceif Ben-Abdallah nach dem Spitzenspiel beim TuS im Elgora-Stadion aus. Kurz zuvor drehten die Preussen nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand die Partie zum 3:2. Die Treffer zum 2:2 und 3:2 erzielte dabei Ben-Abdallah höchstpersönlich. „Wir haben immer an uns geglaubt“, sagte der 28-Jährige, der in der Spielzeit 2014/15 selbst für den Gastgeber aus Oberhavel spielte und mit Andor Müller und Justin Pehl auch noch zwei aktuelle TuS-Kicker kennt. „Beim Ex-Verein treffen und dann noch zu gewinnen ist die Krönung.“ Dabei sahen die Sachsenhausener nach 65 Spielminuten schon wie der sichere Sieger aus. Dank zweier Tore durch Edgar Kordecki und Justin Pehl führten die Gastgeber bis zu diesem Zeitpunkt vollkommen verdient, hatten die Partie im Griff. „Dann aber stellen wir das Fußballspielen ein. Scheinbar waren wir uns zu sicher“, resümierte TuS-Coach Torsten Thiel. Schon nach dem zweiten Treffer ließen die Oberhaveler zahlreiche gute Gelegenheiten verstreichen. Die Gäste nutzten dagegen das Momentum, erzielten durch Yulian Radkov Vladimirov erst den 1:2-Anschlusstreffer, ehe die große Show von Ben-Abdallah begann. Erst spitzelte dieser per Hacke nach einer Ecke das runde Leder zum 2:2 in die Maschen des TuS-Tores, ehe der Preussen-Stürmer per Schuss mit dem Außenrist zum Sieg traf.

Einheit Bernau – SV Zehdenick 4:3 (2:2). Tore: 0:1 Bartz (16./ET), 0:2 Krystek (27.), 1:2 Peschke (32.), 2:2 Walter (44.), 3:2 Sajfutdinov (61.), 3:3 Bruse (83./FE), 4:3 Söllner (90.). Zuschauer: 93.

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„Am Ende wäre sicherlich ein Punkt verdient gewesen“, sagt SVZ-Trainer Daniel Runge, schiebt aber sofort hinterher: „Im Fußball gehört eben auch Spielglück dazu.“ Und das hatten die Zehdenicker beim weiter ungeschlagenen Spitzenreiter Einheit Bernau eben nicht. Beim Stand von 3:3 in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit landete ein Einwurf der Gastgeber im Strafraum des SVZ. Die Havelstädter bekamen den Ball nicht konsequent geklärt und Einheit-Kicker Fritz Söllner netzte zum späten Siegtreffer für die Barnimer ein – der Jubel auf Seiten des neuen und alten Spitzenreiters nach dem Spieltag war dementsprechend groß. „Auf diesem kleinen Platz ist es schwer, alles zu verteidigen. Da wird eben jeder Fehler bestraft. Die Einstellung meiner Mannschaft hat gestimmt. Mit dem Auftritt bin ich zufrieden“, sagt Runge, dessen Mannschaft nach zwei Standardsituationen bereits mit 2:0 in Front lag. Doch die Gastgeber drehten die Partie, erzielten drei Tore in Serie und führten selbst in der zweiten Halbzeit. Nun waren es die Zehdenicker, die zurückschlugen und zum zwischenzeitlichen 3:3 vom Elfmeterpunkt ausglichen. „Für die Zuschauer war es sicherlich ein interessantes Spiel. Keiner hat aufgegeben und wollte bis zum Schluss gewinnen“, schätzt Runge ein. Dies gelang dann aber eben nicht seiner Mannschaft, die ohne Zählbares die Heimreise antreten musste.

In Bildern: Der SV Falkensee-Finkenkrug und der Oranienburger FC trennen sich 1:1-Unentschieden.

SV Falkensee-Finkenkrug - Oranienburger FC 1:1 (0:1). Tore: 0:1 Lukas Bianchini (55.), 1:1 Elias Eckert (68.). Zur Galerie
SV Falkensee-Finkenkrug - Oranienburger FC 1:1 (0:1). Tore: 0:1 Lukas Bianchini (55.), 1:1 Elias Eckert (68.). © Andreas Ramlow

SV Altlüdersdorf – Werderaner FC Viktoria 0:3 (0:2). Tore: 0:1 Richter (2./Elfmeter), 0:2 Weißfuß (23./Elfmeter), 0:3 Richter (58.).

Bedingt durch die 14-tägige Corona-Pause wurde der SVA, zuletzt in einer kleinen Erfolgsserie, gnadenlos von den Blütenstädtern ausgebremst. Das Fehlen von Training und Wettkampf machte sich nachteiliger bemerkbar als vermutet. Da zumindest 13 Altlüdersdorfer einsatzfähig waren, wollte man unbedingt spielen. Alle Hoffnungen und Wünsche wurden jedoch frühzeitig gestoppt. Eine Minute und 14 Sekunden hatte SVA-Coach Hans Oertwig handgestoppt, bis die Gäste durch einen Elfmeter von Top-Torjäger Patrick Richter in Führung gingen. „Wir waren in Schwung, hatten durch den guten Start Selbstsicherheit. Das müssen wir uns alles neu erarbeiten“, weiß Oertwig. Erst recht nach dem zweiten Strafstoß von Schiedsrichter Florian Koch, der absolut kein Freund von Körperlichkeit war. Der Gastgeber war zwar bemüht, aber recht einfallslos. Für den zweiten Abschnitt hatte man sich nochmal etwas vorgenommen. Vielleicht wäre bei einem Anschlusstreffer auch nochmal mehr möglich gewesen. Doch Kaerger schlug eine Direktabnahme von Vulu noch von der Linie (56.). Fast im Gegenstoß setzte Torjäger Richter nach einem langen Ball den Deckel drauf. Da echte Chancen beiderseits Mangelware blieben, spulte Werder clever sein Pensum runter und siegte verdient. Den Altlüdersdorfern fehlten insgesamt auch „die Körner“, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.


SV Falkensee-Finkenkrug – Oranienburger FC Eintracht 1:1 (0:0). Tore: 0:1 Bianchini (55.), 1:1 Eckert (68.). Gelb-Rot: Eckert (90.+8/Falkensee-Finkenkrug).

Beim sich tapfer wehrenden SV Falkensee-Finkenkrug musste sich der OFC am Ende mit einer etwas unglücklichen 1:1-Punkteteilung begnügen. Und bei diesem bitteren Unentschieden verschenkten die Gäste regelrecht die Punkte. Denn zur Pause hätte der dominante OFC gegen verständlicherweise etwas verunsicherte Gartenstädter schon deutlich in Führung liegen müssen. Doch zuerst verzog Miguel Unger (17.), nach mustergültiger Vorarbeit von Jean-Pierre Dellerue. Nach einer guten halben Stunde gab es nach einem Foulspiel von Maximilian Ladewig an Lukas Bianchini Foulstrafstoß für die Gäste. Bei der Ausführung vom Punkt rutschte Miguel Unger (32.) weg und jagte das Leder über den Querbalken. Kurz nach Wiederbeginn sollten sich die Gäste dann doch endlich belohnen, als Bianchini (56.) eine präzise Eingabe von David Waclawczyk in die kurze untere Ecke spitzelte. Nur drei Minuten später schien die OFC-Führung bereits wieder hinfällig, aber Sven Roggentin (59.) parierte den Foulstrafstoß vom Ex-Oranienburger Christopher Schulze großartig. Dann sollte Roggentin zum Unglücksraben werden, als er einen flatternden Fernschuss von Elis Eckert (68.) unterschätzte und zum Ausgleich passieren lassen musste. Obwohl die Gäste in der Schlussphase alles versuchten, fehlte an diesem Tag die Konsequenz um das Spiel zu gewinnen. „Die beiden anspruchsvollen Derbys haben zu einem enormen Substanzverlust im Team geführt“, meinte OFC-Trainer Enis Djerlek.