08. Dezember 2017 / 16:59 Uhr

Mehr Toiletten und ebener Zugang in die Red Bull Arena? Im Frühjahr 2018 herrscht Klarheit

Mehr Toiletten und ebener Zugang in die Red Bull Arena? Im Frühjahr 2018 herrscht Klarheit

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Gegen Besiktas Istanbul war die Red Bull Arena ausverkauft.
Gegen Besiktas Istanbul war die Red Bull Arena ausverkauft. © nöß
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Schlangen an Kiosken und Toiletten sollen kürzer, der Zugang zum Stadion einfacher werden. Diskussionen gibt es bei RB Leipzig allerdings immer noch über die neue Kapazität des heimischen Runds.

Leipzig. Die Grundsatzfrage beim Stadionumbau ist die umstrittenste bei RB Leipzig: Wie viele Zuschauer werden künftig in der Red Bull Arena Platz finden? Im Frühjahr 2018 soll es darauf endlich eine Antwort geben, die Planungen zu Dimension und Ablauf des Umbaus abgeschlossen sein, erklärte der Verein am Freitag dem Sportbuzzer.

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Seit Monaten diskutieren die Verantwortlichen darüber, ob eine Erweiterung von 42.500 auf 52.000 oder 57.000 Plätze sinnvoller ist. RB-Boss und Sparfuchs Oliver Mintzlaff ist ein Verfechter der kleineren Lösung. Mit Blick auf die Zuschauerzahl, die nach der ersten Saison in der Bundesliga in diesem Jahr nicht rückläufig aber in Anbetracht der zusätzlichen internationalen Partien im Schnitt auch nicht gestiegen ist, ein nachvollziehbarer Gedanke.

Blick zurück: Der Bau des Leipziger Zentralstadions

Am 15. April 1955 begannen die Bauarbeiten, am 4. August 1956 wurde es eröffnet. Das Zentralstadion in Leipzig wurde auch als Stadion der Hunderttausend bekannt. Bis zu seinem Abriss im Jahr 2000 sah es zahlreiche hochklassige Fußballpartien und Sportveranstaltungen. Zur Galerie
Am 15. April 1955 begannen die Bauarbeiten, am 4. August 1956 wurde es eröffnet. Das Zentralstadion in Leipzig wurde auch als Stadion der Hunderttausend bekannt. Bis zu seinem Abriss im Jahr 2000 sah es zahlreiche hochklassige Fußballpartien und Sportveranstaltungen. © LVZ Archiv

Einschnitt in den Stadionwall?

Spektakulär klingt eine Idee, die der Verein in dieser Woche den Vertretern der Fanclubs bei einem gemeinsamen Treffen vorstellte. Denn bisher ist der Zugang zu den Plätzen aufgrund der vielen Treppen und des erhöhten Walls um das Stadion beschwerlich. Um ohne Hindernisse zum Fußball zu gelangen, wird darüber nachgedacht, einen Schnitt in den Wall vorzunehmen. Gerade für körperlich eingeschränkte und ältere Personen wäre das eine große Erleichterung, denn es gibt nur wenige Fahrstühle.

Weil sich der Komfort für die Zuschauer im Stadion verbessern soll, wie Mintzlaff in der Vergangenheit betonte, könnte es künftig doppelt so viele Toiletten wie bisher geben, sodass der Schnitt dann 60 statt aktuell 120 Besucher pro WC beträgt. Zudem sind modernere Kioske und mehr Fanshops geplant. In welchen Umfängen die Bauarbeiten während der WM-Pause im Sommer beginnen können, hängt auch davon ab, wie schnell die Stadt Bauanträge bewilligt. Etwa drei Jahre sind insgesamt veranschlagt.

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Streit um Kündigung des Fanbeauftragten

Veränderungen gibt es auch bei der Fanbetreuung. Der bisher vor allem ehrenamtlich tätige Axel Ackermann bekommt im neuen Jahr eine volle Stelle als Behindertenbeauftragter. Ein anderer Posten ist derzeit vakant: Enrico Hommel, mehrere Jahre als Fanbetreuer im Amt, arbeitet nicht mehr bei RB Leipzig. Er war Anhänger der ersten Stunde und verpasste seit der Gründung von Rasenballsport vor achteinhalb Jahren nur ein einziges Spiel – als sein Bruder heiratete.

Wie der Verein auf Nachfrage bestätigte, wurde das Arbeitsverhältnis zum 30. September beendet. Zu den Gründen wolle man sich aus Respekt vor der Privatsphäre nicht äußern. Wie die LIZ berichtet, streitet sich Hommels Anwalt nun mit RB Leipzig vor dem Arbeitsgericht. Inzwischen gibt es bereits eine Online-Petition, für „die Rückkehr des Fanbeauftragten Enrico Hommel“. Er war unter den RB-Anhängern sehr beliebt.

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