21. April 2020 / 17:41 Uhr

"Meine Holstein Kiel-Traumelf" - Heute von Patrick Nawe

"Meine Holstein Kiel-Traumelf" - Heute von Patrick Nawe

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Meine Holstein Kiel-Traumelf.
Meine Holstein Kiel-Traumelf. © Uwe Paesler
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"Meine Wahl für die Holstein Kiel Traumelf war in einigen Fällen aufgrund der schwierigen Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Fußball-Epochen etwas kompliziert".

Am heutigen Dienstag präsentieren wir zweimal die Holstein Kiel-Traumelf. Die Zusendungen eurer Lieblings-Störche nimmt kein Ende - vielen Dank dafür. Am kommenden Sonntag erstellen wir dann die "Traumelf" mit den meisten Nominierungen. In Teil Nummer zehn ist Patrick Nawe der virtuelle "Chefcoach seiner Traumelf".

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Der (Fußball-)Historiker Patrick Nawe (45) hat seit 1979 über 1.000 Punktspiele der Störche live gesehen, arbeitet seit 1996 im Medienbereich der KSV und hat zusammen mit seinem Bruder Norman (47) bislang zwei Bücher ("100 Jahre Holstein Kiel" und "Der Traum von der Bundesliga") über seinen Herzensverein veröffentlicht.

"Meine Wahl für die Holstein Kiel Traumelf war in einigen Fällen aufgrund der schwierigen Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Fußball-Epochen etwas kompliziert. In Fällen wie Adsch Werner (über 20 Jahre die Nummer 1, Meistertorwart 1912, 13-facher Nationaltorwart und wohl bedeutendster deutscher Schlussmann vor dem Ersten Weltkrieg) oder Franz Linken (den Aufzeichnungen und Augenzeugenberichten nach der beste Spieler der Vereinsgeschichte!) jedoch unzweifelhaft. Auch der 1912er Meistertorschütze Ernst Möller sowie Rekordspieler und Holstein-Vorbild Peter Ehlers gehören dazu. Aber auch eine Sturmreihe aus Gerd Koll (ewiger Rekordtorschütze und Zweitliga-Aufstiegstrainer 1978), Alfred "Atze" Bornemann (10 Tore hintereinander innerhalb von vier Spielen sind bis heute deutscher Rekord) und Gerd Saborowski wäre heut wahrscheinlich (immer noch) erstligareif... auch Ikonen wie der spätere HSVer Franz-Josef "Bubi" Hönig und Stürmer Franz "Seppl" Esser (am Ende seiner Laufbahn weiter hinten im Team zu finden) dürfen auf keinen Fall fehlen! Übrigens taucht der in Deutschland offensichtlich für fußballerische Meisterklasse stehende Name Franz gleich dreimal in meinem Team auf, Zufall?

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Die Holstein Kiel-Traumelf von Patrick Nawe

Patrick Nawe präsentiert seine Holstein Kiel-Traumelf. Zur Galerie
Patrick Nawe präsentiert seine Holstein Kiel-Traumelf. ©

Meine Holstein Kiel-Traumelf: Adsch Werner - Sven Boy, Henning Hardt, Ernst Möller, Franz "Seppl" Esser - Peter Ehlers, Franz-Josef "Bubi" Hönig, Franz Linken - Gerd Koll, Atze Bornemann, Gerd Saborowski

Kenneth Kronholm (Aufstiegsheld 2017), Dimi Guscinas (litauischer Ex-Nationalstürmer und Offensiv-Urgewalt) Thorsten Neumann, Dietmar Tönsfeldt und auch Immo Stelzer (alle 2. Liga Nord) setze ich mit starker Tendenz Richtung Anfangsformation auf die Bank, ebenso Ottmar Walter (Platz 3 Deutsche Meisterschaft 1943) und Daniel Teixeira (Klassenerhalt RL Nord 2003/04) aufgrund "sensationeller" Kurz-Gastspiele im Storchennest. Enfant Terrible Björn Lindemann wäre irgendwie auch ein Kandidat, aber selbst mir war der Junge rückblickend einen Tick zu extrovertiert - aber irgendwie genial.

"Meine Holstein Kiel-Traumelf" - Heute von Thomas Griese

Mit Sven Boy (2004 - 2010) und Henning Hardt (bis 2005) haben zwei Ex-Kapitäne der jüngeren Vergangenheit einen Platz in meiner Top-Elf bekommen. Sicherlich auch durch die nette persönliche Verbindung gefärbt, aber natürlich vorrangig durch ihre fußballerische Gesamtleistung und Kampfkraft in Diensten von Holstein Kiel.

Ach ja, eine Extra-Kategorie möchte ich gern hinzufügen. Mein guter Freund Dieter Schmiedel, langjähriger Torhüter der Holstein Amateure, KSV-Urgestein und Ex-Frisör-Europameister, ist und bleibt der hübscheste Storch der Vereinsgeschichte. Diese Randbemerkung muss einfach erlaubt sein.

Eine Neubewertung meiner Top-Elf nehme ich gern bei einem durchaus möglichen Comeback der KSV in der Erstklassigkeit vor. Von 1981 bis 2017 haben wir auf die Rückkehr in die 2. Liga gewartet. Und irgendwann knüpfen die Störche ja vielleicht auch wieder an die erstklassigen Jahre von 1947 bis 1963 an".