21. April 2020 / 08:41 Uhr

"Meine Holstein Kiel-Traumelf" - Heute von Thomas Griese

"Meine Holstein Kiel-Traumelf" - Heute von Thomas Griese

Andreas Geidel
Meine Holstein Kiel-Traumelf.
Meine Holstein Kiel-Traumelf. © Uwe Paesler
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"Fiete Sykora hatte nicht nur zu Kieler Zeiten (2009 bis 2015) einen sehr guten Klang im deutschen Fußball. Trotz seiner lichten Höhe von knapp 1,90 Meter bestach der Offensiv-Allrounder mit seiner ausgefeilten Technik".

Heute Teil neun unserer Rubrik mit dem Titel „Meine Holstein-Kiel-Traumelf“. Darin sollen nur Spieler vorkommen, die tatsächlich für die Störche gekickt haben. Für Cristiano Ronaldo und Co. ist also kein Platz vorgesehen. Wenn ihr Lust habt, eure Traumelf zu benennen, dann stellt sie einfach mit eurem Namen, Wohnort (Verein) und Alter unter diesen Post.

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"Meine Holstein Kiel-Traumelf" - Gestern von Arne Butscheck

Heute sitzt Thomas Griese virtuell in verantwortlicher Position auf der Trainerbank. Er besucht seit 1978 (das Jahr des ersten Zweitligaaufstiegs der Störche) regelmäßig die KSV-Heimspiele und kennt somit auch noch die Zeiten, in denen das halbe Holsteinstadion aus Sicherheitsgründen gesperrt war und knapp 300 Zuschauer die Partien verfolgten. „Bei den vielen guten Spielen, die ich seit 1978 gesehen habe, fällt die Auswahl wirklich schwer. Ich beschränke mich bei den Nominierten auf die letzten 25 Jahre“, erläutert Griese.

Thomas Grieses „Holstein-Kiel-Traumelf“: Kenneth Kronholm (34/Chicago Fire) - Patrick Herrmann (32/Darmstadt 98), Michael Molata (47/Karriere beendet), Rafael Czichos (29./1. FC Köln), Zbigniew Ilski (50/Co-Trainer PSV Neumünster) – David Kinsombi (24/Hamburger SV) – Jae-Sung Lee (27/Holstein Kiel), Björn Lindemann (36/Spielertrainer VfL Münchehagen) – Fiete Sykora (37/Karriere beendet) – Dmitrijus Guscinas (44/Co-Trainer U17 des TSV Kronshagen), Marvin Ducksch (26/Hannover 96).

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Die Holstein Kiel-Traumelf von Thomas Griese

Heute präsentiert Thomas Griese seine Holstein Kiel-Traumelf. Zur Galerie
Heute präsentiert Thomas Griese seine Holstein Kiel-Traumelf. ©

Diese KSV-Formation hält wahrlich ganz besondere Perlen parat. Dass der Südkoreaner Jae-Sung Lee mit seiner Nationalmannschaft das deutsche Team bei der WM 2018 in Russland mit 2:0 bezwang und damit aus dem Turnier warf, ist hinlänglich bekannt. Aber erinnen Sie sich noch an Michael Molata? 75 Pflichtspiele bestritt der heute 47-Jährige von 2004 bis 2007 für Holstein. Immerhin 24-mal spielte er in der Bundesliga, stolze 249-mal in Liga zwei. Herausragend seine acht Tore als Abwehrchef in der Serie 2005/06, als die Störche den Aufstieg ins Unterhaus in der Endphase der Saison verspielten. Zwei Treffer gelangen Molata im unvergessenen Landesderby beim VfB Lübeck am 19. November 2005, als mehr als 3000 Kieler Schlachtenbummler (plus eines Privatfliegers mit einem Holstein-Transparent am Himmel) auf der Lohmühle einen 3:0-Triumph und den damit verbundenen Sprung an die Tabellenspitze der damaligen Regionalliga bejubelten.

Auch der Name Fiete Sykora hatte nicht nur zu Kieler Zeiten (2009 bis 2015) einen sehr guten Klang im deutschen Fußball. Trotz seiner lichten Höhe von knapp 1,90 Meter bestach der Offensiv-Allrounder mit seiner ausgefeilten Technik. Ein Qualitätsmerkmal, das ihm anlässlich des DFB-Pokal-Viertelfinales gegen Borussia Dortmund (0:4) am 7. Februar 2012 einen verbalen RitterschlagAdelstitel des damaligen BVB-Coaches Jürgen Klopp bescherte: „Fiete Sykora ist einfach ein überragender Fußballer.“