03. März 2021 / 20:41 Uhr

"Meine Leistungen überraschen mich nicht": Wolfsburgs Lacroix träumt von der EM

"Meine Leistungen überraschen mich nicht": Wolfsburgs Lacroix träumt von der EM

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Top-Innenverteidiger: Maxence Lacroix vom VfL Wolfsburg.
Top-Innenverteidiger: Maxence Lacroix vom VfL Wolfsburg. © Roland Hermstein
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Maxence Lacroix ist mit seinen 20 Jahren der Shootingstar beim VfL Wolfsburg. Mit starken Leistungen wusste er direkt zu überzeugen - und träumt jetzt von der EM-Teilnahme mit Frankreich.

Woche für Woche bärenstarke Auftritte, seit dem vergangenen Wochenende auch Bundesliga-Torschütze: Bei VfL-Shootingstar Maxence Lacroix läuft's gerade richtig gut. "Meine Leistungen überraschen mich nicht, weil ich hart dafür arbeite", sagte Wolfsburgs Innenverteidiger vor dem Pokal-Viertelfinale am Mittwoch (20.45 Uhr, live in der ARD und bei Sky) bei RB Leipzig im Interview mit L'Équipe - und träumt jetzt von der EM-Teilnahme mit der französischen Fußball-Nationalmannschaft.

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In der vergangenen Saison noch in der 2. Liga Frankreichs gekickt, im Sommer zur Europameisterschaft? Das wäre ein wahnsinniger Sprung für Lacroix. Aber der 20-Jährige, den Borussia Dortmund bereits im Visier haben soll, macht keinen Hehl daraus, dass die Turnierteilnahme für ihn "ein großes Ziel" ist. Er weiß jedoch auch: "Die Konkurrenz ist groß. Wenn man sich einen Zettel nimmt und alle Konkurrenten auf hohem Niveau aufschreibt, hat man lange zu tun..." Konkurrenz, damit meint Lacroix unter anderem Raphael Varane (Real Madrid), Presnel Kimpembe (Paris St.-Germain), Clément Lenglet (FC Barcelona) und Kurt Zouma (FC Chelsea). Dennoch weiß Lacroix auch, was er kann. "Ich habe Lust, mich zu zeigen und ich weiß, dass ich imstande bin, das zu schaffen", sagt der Abwehrmann und ergänzt: "Ich bin technisch und athletisch gut, aber um ganz oben ranzukommen, braucht es noch etwas. Da machen die Details den Unterschied aus."

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Und an diesen Details arbeitet Lacroix akribisch. Sehr lernwillig und wissbegierig präsentiert sich Wolfsburgs Nummer 4 in der täglichen Arbeit. Was ihm in seiner Entwicklung hilft, ist auch die Tatsache, dass er sich nach seinem Wechsel im Sommer (kam für 5 Millionen Euro aus Sochaux) bei seinem neuen Klub schnell zurechtgefunden hat. "Ich habe mich schnell integriert, Josuha Guilavogui hat mir dabei am meisten geholfen hat", lobt Lacroix den VfL-Kapitän, der ebenfalls Franzose ist. Vor dem Schritt in die Bundesliga hatte Lacroix nie Angst: "Ich habe mir niemals gesagt, diese Aufgabe ist zu groß für mich. So ticke ich einfach, ich mag Herausforderungen." Aber nicht nur das, auch die Sprache zu sprechen, bedeutet ihm viel: "Deutsch zu lernen, ist für mich das Wichtigste. Ich bin Verteidiger, da muss ich mit allen Spielern kommunizieren können."

21 Liga-Spiele hat Lacroix inzwischen auf dem Buckel, seinen Marktwert hat er laut transfermarkt.de auf 17 Millionen Euro geschraubt. Er spielte unter anderem gegen Erling Haaland (Borussia Dortmund), Lucas Alario (Bayer Leverkusen) und Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach) gespielt. Richtig schwergemacht hat es ihm aber ein anderer: Robert Lewandowski von Bayern München. "Er ist ein Cyborg", sagt Lacroix lachend. "Mit Spielbeginn schaut er die ganze Zeit in meine Richtung und ich frage mich, was will er von mir? Aber ich wusste, dass er nur schaut, wo ich stehe, um sich selbst besser zu positionieren", sagt der VfLer über den Weltfußballer von Bayern München. Ähnlich sei es bei Kingsley Coman. "Er steht für die französische Mentalität", sagt der Wolfsburger - und erklärt: "Wir Franzosen sind so erfolgreich, weil wir keine Angst haben, uns zu zeigen. Wir verstecken uns nicht."