25. April 2021 / 16:57 Uhr

96-Meinung: Es muss eine Entscheidung her - besser früher als zu spät!

96-Meinung: Es muss eine Entscheidung her - besser früher als zu spät!

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Konnten beim SV Sandhausen nicht überzeugen: die 96-Profis um Stürmer Hendrik Weydandt (links).
Konnten beim SV Sandhausen nicht überzeugen: die 96-Profis um Stürmer Hendrik Weydandt (links). © IMAGO
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Hannover 96 musste am Sonntag beim SV Sandhausen erneut einen Rückschlag hinnehmen (2:4-Niederlage). Chef Martin Kind hatte vor wenigen Tagen noch verkündet, mit Kenan Kocak und Gerhard Zuber bis zum Saisonende weitermachen zu wollen. Aber: Diese Kurzzeit-Jobgarantie bringt nichts - es muss schnell eine Entscheidung her, meint SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Szemkus. 

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Meistens klingt es nach Plattitüden, wenn Kenan Kocak nach miesen Ergebnissen vom fehlenden Belohnen spricht. Am Sonntag war aber wirklich etwas Wahres dran: Sein Team hatte 60 ordentliche Minuten – das hilft nur nichts, wenn der Torwart und (mindestens) ein Verteidiger Katastrophen-Tage haben. Doch es hilft auch nichts für den Trainer, wenn immer nur phasenweise Qualität zu sehen ist. Es genügt den 96-Ansprüchen nicht, wenn das Schwächeln zum Normalfall wird. 

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Es ist ja richtig, dass Kocak „niemanden an den Pranger stellen“ wollte von seinen Profis. Denn „wir verlieren und wir gewinnen gemeinsam“ – ersteres leider deutlich zu oft in dieser Saison, in der 96 weit unter den selbstgestellten Erwartungen bleibt. Daran muss sich der Trainer messen lassen.

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Auf Zeit spielen bringt nichts

Nach einer so bitteren Pleite erscheint es wahrscheinlich, dass auch der 96-Chef aus Großburgwedel noch mal ins Grübeln kommt. Vor wenigen Tagen hatte Martin Kind erst verkünden lassen, mit Kenan Kocak und Sportchef Gerhard Zuber mindestens bis Saisonende weitermachen zu wollen. Doch die Kurzzeit-Jobgarantie könnte schon wieder mal wackeln. Auch weil sie ohnehin nichts bringt! 

Denn an der Gesamtbetrachtung der Saison ändern weder das 2:4 in Sandhausen noch der 3:1-Sieg zuvor gegen Regensburg etwas. Aber wichtiger als das von Kind ausgegebene und erneut verpasste Aufstiegsziel ist eine andere Frage: Vertraut er seinen Führungskräften noch oder nicht? Da sollte der Boss sich einfach entscheiden, statt auf Zeit zu spielen. Besser früher als zu spät.