08. Mai 2021 / 14:36 Uhr

Meiste Ex-VfLer, wenigste Duelle: Das macht Union für Wolfsburg so besonders

Meiste Ex-VfLer, wenigste Duelle: Das macht Union für Wolfsburg so besonders

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Erst fünf Duelle: Der VfL Wolfsburg (M.) und Union Berlin treffen erst zum sechsten Mal aufeinander.
Erst fünf Duelle: Der VfL Wolfsburg (M.) und Union Berlin treffen erst zum sechsten Mal aufeinander. © DPA
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Der VfL Wolfsburg hat am drittletzten Spieltag der Saison am Samstag Union Berlin zu Gast. Es geht um drei wichtige Punkte im Kampf um die Champions League, doch nicht nur deswegen ist es ein besonderes Duell.

Jetzt geht's in die heiße Phase der Saison: Drei Spiele liegen noch vor dem VfL, spätestens dann ist klar, ob die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner in der kommenden Spielzeit in der Champions League oder in der Europa League vertreten ist. Drei wichtige Punkte im Kampf um die Königsklasse kann der Wolfsburger Fußball-Bundesligist am Samstag (15.30 Uhr) gegen Union Berlin einfahren - ein für den VfL nicht nur aus tabellarischer Sicht ein besonderes Duell.

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Robin Knoche, Christian Gentner, Max Kruse und Akaki Gogia - gleich vier Ex-Wolfsburger haben die Köpenicker in ihren Reihen, kein anderer Bundesligist hat mehr. Und im Sommer stößt noch Paul Jaeckel von Greuther Fürth hinzu, der Innenverteidiger hatte von 2015 bis 2018 beim VfL unter Vertrag gestanden, war dort überwiegend für die zweite Mannschaft aufgelaufen, ehe er sich für einen Wechsel zur Spielvereinigung entschied. In der neuen Saison will er sich in der Hauptstadt beweisen.

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Für die vier aktuellen Ex-VfLer in Diensten der Berliner läuft es unterschiedlich gut: Bei Gogia beispielsweise stehen in dieser Saison gerade einmal sieben Kurzeinsätze auf dem Konto (kein Tor, zwei Vorlagen). Mittelmäßig lief die Spielzeit für Gentner. Wolfsburgs Meisterspieler von 2009 durfte 19 Mal ran, aber nur in neun Partien von Beginn an. Allerdings hatte den 35-Jährigen im Winter auch eine Wadenverletzung zurückgeworfen. Bei Kruse stehen genauso viele Einsätze zu Buche, zehn Tore und fünf Assists gelangen dem Angreifer.

Die meisten Spiele (31) aller Ex-VfLer bei Union bestritt mit Abstand Knoche, der im Sommer nach 15 Jahren in Wolfsburg zum Aufsteiger gewechselt war. "Es freut mich für Robin, dass er dort so schnell Fuß gefasst hat und ein Anker geworden ist. Das überrascht mich nicht", sagt VfL-Trainer Glasner, dessen Zukunft nach wie vor ungeklärt ist. Ein Jahr haben der Österreicher und der Abwehrmann in Wolfsburg zusammengearbeitet, "er gibt immer alles und ist ein Voll-Profi durch und durch. Das ist er auch bei Union", weiß der Coach. Doch nach einer "netten Begrüßung" am Samstag, "werden wir ihn hoffentlich nicht verschonen".

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Die zahlreichen Wiedersehen sind aber nicht das einzige, was das Duell in der VW-Arena besonders macht. Denn: Gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten hat der VfL so selten gespielt wie gegen die Unioner. Erst zum sechsten Mal treffen beide Klubs aufeinander - aber es waren bedeutsame Partien dabei. Vor allem die ersten beiden im Sommer 1992. In der Aufstiegsrunde zur 2. Liga spielten beide Klubs zweimal gegeneinander. Durch ein 4:0-Sieg im Hinspiel legten die Wolfsburger den Grundstein für den Gang in die Zweitklassigkeit, das 2:1 im Rückspiel machte den Traum dann zur Wirklichkeit.

Im Oberhaus es gab zwei Unentschieden (jeweils 2:2) sowie einen 1:0-Sieg. Nun soll der nächste Erfolg gegen den Hauptstadt-Klub her, allerdings: „Union hat noch die Chance auf die Europa League“, weiß Glasner, wenngleich die Aussichten auf die neu geschaffene Conference League (dazu berechtigt Platz sieben) für den Tabellen-Achten deutlich größer sind. Zu Rang sechs fehlen vier Punkte. Glasner: “Sie werden alles daran setzen, die Punkte zu holen. Daher werden wir wieder eine richtig gute Leistung brauchen. Aber man kann viel sagen, ich kann viel rausposaunen. Entscheidend ist, wie wir uns am Samstag präsentieren.“

Vor allem konsequenter als zuletzt in der Defensive müssen sich die Wolfsburger präsentieren. Dort hatten individuelle Fehler jüngst das eine oder andere Mal zu Gegentoren geführt. So war es auch beim bisher letzten Spiel gegen Dortmund (0:2). "Gegen Dortmund haben Kleinigkeiten gegen uns entschieden. Und diese Kleinigkeiten sind entscheidend im Kampf um die Champions League", merkt Glasner an.

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