05. Juni 2020 / 20:33 Uhr

Meister! 1. FC Lok Leipzig spielt dank Quotientenregel um den Aufstieg in die 3. Liga

Meister! 1. FC Lok Leipzig spielt dank Quotientenregel um den Aufstieg in die 3. Liga

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Die Spieler des 1. FC Lokomotive Leipzig bejubeln einen Heimsieg gegen Energie Cottbus in der Regionalliga Nordost.
Der 1. FC Lok kann den Meistertitel feiern. (Archivbild) © Christian Modla
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Der erste wichtige Schritt ist getan: Der für die Regionalliga Nordost zuständige Verband hat sich für die Quotientenregelung entschieden und den 1. FC Lok Leipzig zum Meister gekürt. Nun steht die Relegation um den Aufstieg an.

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Leipzig. Die Vision „Dritte Liga 2020“ des 1. FC Lok Leipzig wird konkreter. Möglich macht es der Nordostdeutsche Fußballverband, der auf seiner Präsidiumssitzung am Freitag die laufende Saison der Regionalliga Nordost abbrach und durch die Quotientenregelung die Leipziger zum Staffelsieger kürte.

Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf erspielte sich nach 22 Spieltagen 47 Punkte, war seit 15 Spieltagen ungeschlagen und lauerte punktgleich hinter der VSG Altglienicke, die jedoch bereits 23 Partien absolvierten. Durch die Teilung der erzielten Punkte durch die Partien kletterte Lok mit einem Schnitt von 2,14 Zählern pro Match auf Platz eins, VSG kommt auf einen Punkteschnitt von 2,04. Wolfgang Wolf lobte die hervorragenden sportlichen Leistungen in dieser Saison. „Mit Mentalität und Leidenschaft werden wir nun auch diese letzte Hürde auf dem Weg in die 3. Liga angehen", bekräftigte der Cheftrainer.

Folgt nun eine rechtliche Schlammschlacht? Aus exklusiver Quelle erfuhr der SPORTBUZZER, dass die VSG Altglienicke die Entscheidung nicht anfechten wird. Immerhin: Im Falle eines Aufstiegs hätte der Berliner Stadtteilclub prominente Unterstützung erhalten. Erstligist Union Berlin stellte sein legendäres Stadion an der alten Försterei für Heimspiele der VSG zur Verfügung, da diese kein drittligataugliches Stadion gehabt hätten.

Die Probstheidaer Blicke richten sich nun in die Lausitz. Energie Cottbus drohte mit rechtlichen Schritten, doch gesagt ist nicht gleich getan.

Wichtigsten Partien der jüngsten Lok-Geschichte

Die Nordost-Meisterschaft ist jedoch zunächst nur ein Teilerfolg. Aufgestiegen ist der Traditionsklub noch nicht, da noch die Relegation aussteht. Gegner wird aller Voraussicht nach der SC Verl sein. Der Zweitplatzierte der Regionalliga West profitiert davon, dass Tabellenführer Rödinghausen nicht aufsteigen möchte. Obwohl eine offizielle Entscheidung des Westdeutschen Fußballverbands aussteht, gibt es kaum Zweifel daran, dass Lok auf die Verler treffen wird.

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Diese stehen nach den bisher diskutierten Varianten (Wertung der aktuellen Tabelle, Wertung nach der Hinrunde oder Quiotientenregelung) immer vor den direkten Verfolgern Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen. Am 20 Juni wird darüber beim Verbandstag abgestimmt.

Unklar ist jedoch weiterhin, wann genau die Entscheidungsspiele im Juni, mithin die wichtigsten Partien der jüngsten Lok-Geschichte, stattfinden sollen. Verzichten müssen werden beide Mannschaften auf ihre Fans, da das Hygiene-Konzept der dritten Liga samt Geisterspiele übernommen wird.