13. Januar 2020 / 13:18 Uhr

Glaube an FC Bayern schwindet: Bundesliga-Rivalen sehen RB Leipzig als Titelfavorit

Glaube an FC Bayern schwindet: Bundesliga-Rivalen sehen RB Leipzig als Titelfavorit

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
RB Leipzig mit Timo Werner und Trainer Julian Nagelsmann sind der Favorit auf die Meisterschaft, wenn es nach den Bundesliga-Konkurrenten geht.
RB Leipzig mit Timo Werner und Trainer Julian Nagelsmann sind der Favorit auf die Meisterschaft, wenn es nach den Bundesliga-Konkurrenten geht. © 2019 Getty Images
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Der FC Bayern München ist nicht mehr der Top-Favorit auf die Meisterschaft - das verdeutlicht eine Umfrage unter allen 18 Bundesligisten. Gerade bei den aktuellen Titel-Konkurrenten gilt Herbstmeister RB Leipzig als erster Anwärter auf die Meisterschale.

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Der Glaube an den FC Bayern München als Serienmeister schwindet, erstmals sind die Emporkömmlinge von RB Leipzig in die Rolle des Top-Anwärters auf die Meisterschale gerückt. In einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den 18 Bundesliga-Klubs schoben allen voran die Rivalen aus München sowie von Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach dem Herbstmeister aus Sachsen die Favoritenrolle zu.

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Bayern-Trainer Hansi Flick: "Leipzig zurecht Tabellenführer"

"Leipzig ist zurecht Tabellenführer mit vier Punkten Vorsprung", sagte Bayern-Coach Hansi Flick vor dem Start in die zweite Saisonhälfte. Gladbach-Sportchef Max Eberl wurde noch deutlicher: "Favorit ist jetzt RB Leipzig." Und Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider legte sich beim Meister-Tipp kurz und knapp auf ein Team fest: "RB Leipzig." Insgesamt sehen fünf Vereinsvertreter die Leipziger als Favoriten an. Fünf nannten auch den FC Bayern, an dessen Titelverteidigung es in vorherigen Umfragen allerdings zur Winterpause oft keinen oder kaum Zweifel gegeben hatte. Paderborns Coach Steffen Baumgart glaubt - wie schon vor dem Saisonstart - an Gladbach.

Auch BVB-Sportdirektor Zorc glaubt an Leipzig-Meisterschaft

Die Borussia ist mit zwei Punkten Rückstand erster Leipzig-Verfolger, doch Fohlen-Manager Eberl setzt auf die unter Neu-Coach Julian Nagelsmann erstarkte und gefestigte Truppe: "Sie haben sich nicht nur mit den Punkten, sondern auch der Art und Weise in die Position gebracht, die sie jetzt haben." Auch sein Dortmunder Amtskollege schätzt die RB-Chancen hoch ein. "Grundsätzlich macht Leipzig einen sehr stabilen Eindruck, stabiler als in den Jahren zuvor", sagte Michael Zorc, dessen BVB als Vierter schon sieben Zähler zurückliegt. "Sie haben es geschafft, sich für das Achtelfinale der Champions League zu qualifizieren und trotzdem auch in der Liga gute Ergebnisse zu erzielen."

Flick sieht den bisher stark wie nie aufspielenden Tabellenführer zumindest in der besseren Ausgangsposition. "Wir müssen natürlich hoffen, dass Leipzig Punkte liegen lässt", gab der Kovac-Nachfolger zu, der mit den Bayern als Dritter immerhin lediglich vier Zähler hinter den Sachsen liegt. Trotz ihrer mäßigen Hinrunde und aktuell diversen Ausfällen hat Flick den achten Meistertitel in Serie deshalb noch nicht abgeschrieben. "Meine Mannschaft hat den Willen, das Ganze wieder umzubiegen und am Ende der Saison vorne zu stehen. Es wird eine schwierige Aufgabe, aber wir haben die Qualität dazu."

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RB-Trainer Nagelsmann glaubt an spannende Meisterschaft bis zum Schluss

Die Leipziger selbst haben den Rekordmeister entsprechend weiter auf der Rechnung und vermeiden forsche Töne. "Bayern ist immer ein heißer Kandidat auf die Meisterschaft, aber auch der BVB ist immer ein Favorit", glaubt RB-Sportdirektor Markus Krösche. Er träumt gewiss vom ersten RB-Championat, posaunt dies aber nicht in die Öffentlichkeit hinaus. Im Gegenteil: "Dieses Jahr ist bislang alles sehr eng in der Region der Top Fünf, was eine tolle Sache für die Fans und die Liga ist. Ich denke, es bleibt bis zum Ende spannend", erklärte er.

RB-Stürmer Yussuf Poulsen wünscht sich sogar ein enges Titelrennen bis zum letzten Spieltag. "Das hoffe ich. Und dass viele nur über Bayern, Dortmund und uns reden, finde ich falsch. Mönchengladbach hat ebenfalls eine sehr gute Ausgangsposition. Auch Schalke wirkt auf mich sehr gefestigt", sagte der Angreifer des Tabellenführers dem Kicker. Als Top-Favoriten sieht Poulsen sein Team trotz der verdienten Herbstmeisterschaft nicht an: "Es ist sehr eng an der Spitze, ein Spieltag kann alles verändern. Zwei Punkte mehr oder weniger ändern an der grundsätzlichen Situation nichts."