17. April 2022 / 17:27 Uhr

Meister-Matchball gegen den BVB: FC Bayern schüttelt Champions-League-Frust mit Sieg in Bielefeld ab

Meister-Matchball gegen den BVB: FC Bayern schüttelt Champions-League-Frust mit Sieg in Bielefeld ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der FC Bayern schoss sich gegen Arminia Bielefeld zu einem deutlichen Sieg.
Der FC Bayern schoss sich gegen Arminia Bielefeld zu einem deutlichen Sieg. © IMAGO/Ulrich Hufnagel
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Fünf Tage nach dem Champions-League-Aus gegen den FC Villarreal hat sich der FC Bayern in der Bundesliga vom Frust befreit. Die Münchner gewannen bei Arminia Bielefeld und können nun am kommenden Samstag zum zehnten Mal in Serie deutscher Meister werden – im Topspiel gegen Borussia Dortmund.

Zum Abschluss einer enttäuschenden Woche ist der FC Bayern zumindest in der Bundesliga in der Erfolgsspur geblieben. Fünf Tage nach dem bitteren Aus in der Champions League gegen den FC Villarreal kamen die Münchner bei Arminia Bielefeld zu einem 3:0 (2:0) und können mit einem weiteren Sieg am kommenden Samstag im Topspiel gegen den Tabellenzweiten Borussia Dortmund die zehnte deutsche Meisterschaft nacheinander perfekt machen. Für die Führung in Bielefeld brauchte der FCB jedoch die Hilfe der Gastgeber – Jacob Laursen traf ins eigene Netz (10.). Kurz vor der Pause gelang Serge Gnabry das 2:0 (45.+7). Bei beiden Treffern wurde der VAR eingeschaltet, die Tore hielten der Überprüfung jedoch stand. Jamal Musiala erzielte den Treffer zum Endstand (86.)

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Während die Bayern also an der Tabellenspitze einsam ihre Kreise ziehen, bleibt die Lage bei der Arminia, die in den vergangenen sieben Spielen nur einen Punkt holte, angespannt. Die Ostwestfalen sind nun Vorletzter und haben auf den auf dem Relegationsrang platzierten VfB Stuttgart zwei Zähler Rückstand. Der Tabellen-15. Hertha BSC ist hingegen schon drei Punkte entfernt. Doch auch abseits des rein Sportlichen erlebten die Bielefelder erneut bittere Momente. Einmal mehr hatte die Mannschaft von Trainer Frank Kramer bei einem ihrer Profis eine Kopfverletzung zu beklagen.

Nachdem es in den beiden vorherigen Spielen Fabian Klos und Cedric Brunner, die beide auf dem Weg der Besserung sind und die Partie gegen die Bayern im Stadion verfolgten, getroffen hatte, war dieses Mal Fabian Kunze Leidtragender in einem Luftduell. Von Tanguy Nianzou mit dem Ellenbogen getroffen, ging der 23-Jährige kurz vor der Pause zu Boden und wurde minutenlang behandelt. Danach wurde Kunze auf einer Trage vom Feld gebracht. Kurz darauf gab die Arminia "vorsichtige Entwarnung" und erklärte via Twitter: "Sein Zustand ist stabil und es geht ihm schon besser. Zur Sicherheit wird er jetzt für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus gefahren."

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Zum Spiel: Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hatte seine Startelf im Vergleich zur Partie gegen Villarreal nominell auf vier Positionen neu besetzt. Nianzou, Alphonso Davies, Marcel Sabitzer und Serge Gnabry durften dieses Mal von Beginn an ran. Lucas Hernández und Kingsley Coman fehlten verletzt. Leroy Sané und Musiala saßen zunächst auf der Bank. Die Münchner waren bemüht, die Königsklassenenttäuschung schnell aus den Gliedern zu schütteln. Einen Kopfball von Robert Lewandowski konnte Arminen-Keeper Stefan Ortega noch entscheidend ablenken, sodass die Kugel zunächst an die Latte und dann an den Pfosten prallte (8.).

Zwei Minuten später war dann aber auch der Schlussmann machtlos, als Laursen den Ball unfreiwillig ins eigene Tor lenkte. In der Folge blieben die Münchner dominant, doch auch Bielefeld versteckte sich keineswegs – und durfte sogar kurz jubeln. Ein Tor von Masaya Okugawa wurde wegen einer Abseitsstellung jedoch zurückgepfiffen (44.). Auch nach der Spielunterbrechung wegen Kunzes Verletzung suchte die Arminia den Weg nach vorn. Manuel Neuer rettete gegen Manuel Prietl (45.+7). Fast im Gegenzug traf dann aber Gnabry auf Zuspiel von Joshua Kimmich und sorgte für das 2:0 der Gäste.

Nach der Pause änderte sich am Verlauf der Begegnung wenig. Die Münchner hatten das Geschehen meist im Griff, Bielefeld wehrte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten. In den entscheidenden Momenten fehlte es Kramers Mannschaft aber an der nötigen Entschlossenheit, um den Favoriten wirklich in Bedrängnis zu bringen. Stattdessen sorgte der mittlerweile eingewechselte Musiala für klare Verhältnisse und sicherte den Bayern endgültig den Meistermatchball gegen den BVB.