25. August 2020 / 14:11 Uhr

Meisterschaft und Aufstieg als Saisonziele bei Einheit Frohburg

Meisterschaft und Aufstieg als Saisonziele bei Einheit Frohburg

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Kreispokalendspiel zwischen Einheit Frohburg und TuS Pegau (blau).
Frohburger Domenic Zein (Nr. 16) im Kreispokalendspiel gegen TuS Pegau. © Jens Paul Taubert
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Die Frohburger setzen sich vor dem Saisonstart hohe Ziele. Die Mannschaft von Trainer Swen Licht hat vor den Meisterschaftstriumph von 2018 zu wiederholen. Die ersten Schritte dafür können am Freitagabend gegen Blau-Weiß Deutzen gemacht werden.

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Frohburg. Die Sommerpause war Corona bedingt mehr als kurz für die Kreisoberliga-Fußballer des BSV Einheit Frohburg. Noch am 11. Juli bestritten die Rennstädter das Pokalendspiel in Pegau und machten dann anschließend lediglich reichlich zwei Wochen frei. Nach dem deshalb ziemlich späten Trainingsauftakt galt es sofort auf Touren zu kommen.

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Auch der neue Trainer Swen Licht hatte gleich alle Hände voll zu tun. Der 43-jährige (einst in Borna, Freiberg und Regis-Breitingen aktiv) hatte sich nach seinem Rücktritt als Coach in Regis-Breitingen eineinhalb Sabbatjahre gegönnt und dadurch frische Kräfte für die anstehenden Aufgaben an der Wyhra gesammelt. Das Trainingslager in der Sportschule Werdau diente gleich zu Beginn seiner Amtstätigkeit zahlreichen nützlichen Zwecken.

Kader beträchtlich geschrumpft

Die 1:2-Testspielniederlage gegen die einheimischen Westsachsen war in dem Zusammenhang weniger wichtig. Auch das 15:0-Schützenfest gegen völlig neben den Schuhen stehende Otterwischer bot keinen Grund zur Überbewertung. Der 4:2-Erfolg bei der SG LVB ließ zu mindestens aufhorchen. Allerdings war der hoch verdiente Sieg im Auwald hinsichtlich des Saison-Eröffnungsspieles gegen den SV Blau-Weiß Deutzen teuer erkauft.

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Denn am Freitag um 18.15 Uhr werden Christian Geißler und Andre Spranger nicht auf dem Rasen des Werner-Seelenbinder-Stadions stehen können. Beide zogen sich an der „Neuen Linie“ hartnäckige Zerrungen zu und fallen wahrscheinlich etliche Wochen aus. Obendrein fehlen zum Serienstart Christopher Ussat und Sebastian Zschalich aus privaten Gründen sowie der im Urlaub weilende Domenik Kuhnitzsch. Womit der im Vergleich zum vergangenen Spieljahr völlig unveränderte BSV-Kader zunächst beträchtlich geschrumpft ist.


Saisonziel äußerst anspruchsvoll

„Es ist natürlich großer Mist, dass wir gerade zum Saisonbeginn personell dermaßen auf dem Zahnfleisch gehen.“ Der verletzte Andre Spranger muss sich daher beim Highlight mit seiner Funktion als Vereinsvorsitzender zufrieden geben. Zu tun gab es für ihn im Vorfeld jedenfalls genug – Stichwort Hygienemaßnahmen. „Ich habe ein Konzept erstellt und vom Gesundheitsamt genehmigen lassen. Jeder Zuschauer muss sich am Einlass in eine Liste eintragen, um bei Bedarf eine Nach-Verfolgung der Kontakte zu gewährleisten. Wer dies partout nicht möchte, möge bitte zu Hause bleiben, um uns unnötige Diskussionen zu ersparen. Wir haben die Erlaubnis, 500 Besucher rein zu lassen und sehen uns dafür in allen Belangen gerüstet.“

Auch die Mannschaft sieht sich trotz des Ausfalls von fünf Stammkräften gerüstet, denn das Saisonziel ist äußerst anspruchsvoll. Der Meister von 2018 peilt für 2021 eine Wiederholung des Triumphs und damit den Aufstieg an. Eine hohe Hürde, die es da zu überspringen gilt. Am Freitag Abend können vor großer Kulisse am heimischen Erligtweg die ersten Schritte Anlauf zurück gelegt werden.