03. März 2021 / 13:03 Uhr

Meldet SV Todesfelde diesmal für die Regionalliga?

Meldet SV Todesfelde diesmal für die Regionalliga?

Jürgen Brumshagen
Kieler Nachrichten
Rafael Krause (re.) und der SV Todesfelde waren zuletzt am 25. Oktober gegen Mats Klüver und den Oldenburger SV im Einsatz. Wann es weitergeht, weiß derzeit noch niemand. 
Rafael Krause (re.) und der SV Todesfelde waren zuletzt am 25. Oktober gegen Mats Klüver und den Oldenburger SV im Einsatz. Wann es weitergeht, weiß derzeit noch niemand.  © Nils Göttsche
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Als Til Weidemann am 25. Oktober das Tor zum 1:1-Endstand gegen den Oldenburger SV erzielte, wusste niemand, dass dies für lange Zeit der letzte Treffer für den Fußball-Oberligisten SV Todesfelde sein würde. Das Coronavirus zwang den Amateursport in die Knie. 

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Ob es bald eine Rückkehr auf den Rasen geben wird, hängt von der Entwicklung der Inzidenz ab, auf deren Grundlage die Bund-Länder-Konferenz heute die nächsten Schritte im Kampf gegen die Pandemie beschließen wird. Einige Tage danach wird das Präsidium des Fußball-Landesverbandes die Entscheidung verkünden, was mit der Saison 2020/21 passiert.

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"Ich habe Entzugserscheinungen"

„Ich bin super gespannt darauf, wohin die Reise geht“, sagt Todesfeldes Teamchef Sven Tramm. Er hofft darauf, dass zumindest eingeschränkt wieder trainiert werden darf. „Ich habe Entzugserscheinungen. Es wird Zeit, dass ich die Jungs mal wieder sehe“, betont der Neversdorfer, der per Chat oder Videokonferenz die Pläne seiner Spieler abgeklopft hat: „Meines Wissens wird uns im Sommer niemand verlassen.“

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Die Todesfelder Kicker halten sich so gut es geht mit Laufen und Workouts fit. „Trainer Bastian Holdorf hat kleine Preise ausgelobt, um die Motivation ein bisschen zu steigern“, sagt Tramm. „Kein Fußballer trainiert gern, ohne ein Ziel zu haben.“ In der Oberliga wollten die Todesfelder in den kommenden Wochen und Monaten eigentlich den Titel verteidigen und einen Angriff auf die Regionalliga startet. Greift der Verein – anders als in der Vorsaison – diesmal zu, wenn sich die Chance zum Aufstieg eröffnen sollte?



Vereinsführung zögert noch

„Unsere Vereinsführung hat sich noch nicht festgelegt“, erklärt Tramm. „Ich finde es richtig, dass man sich Zeit lässt. Es ist eine Entscheidung, die reiflich überlegt sein muss. Schließlich hängt da viel mehr dran als eine konkurrenzfähige Mannschaft in den Wettbewerb zu schicken.“

Deutet man die Signale vom SHFV, wird im Präsidium der Plan favorisiert, wenn aus zeitlichen Gründen keine Fortsetzung der Punktrunden mehr möglich sein sollte, dann wenigstens die Pokalwettbewerbe möglichst zeitnah wieder zu starten. Müssen doch Teilnehmer an weiterführenden Wettbewerben ermittelt werden.

Kennt ihr das schon?

Das Amateurfußball-Bündnis #GABFAF berichtet regelmäßig über Probleme bei Amateurvereinen. Hier eine Auswahl an Klubs, die davon profitiert haben:

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Auch der Pokal steht in den Sternen

„Von mir aus kann man den Landespokal auch ruhen lassen und uns als Cupverteidiger erneut für den DFB-Pokal melden“, lacht Tramm in Erinnerung an das historische und mit einer sechsstelligen Eurosumme versüßte 0:1 gegen den VfL Osnabrück aus der 2. Bundesliga. Im aktuellen Landespokal hinkt der SV Todesfelde mit seinen Spielen ebenso hinterher wie im Kreiswettbewerb.

Auf Landesebene müsste zunächst das Achtelfinale beim Landesligisten SG Geest 05 in Eggstedt nachgeholt werden, ehe Regionalligist Heider SV zum Viertelfinalspiel nach Todesfelde kommen könnte. Im Kreispokal steht das Viertelfinale des Seriensiegers Todesfelde bei der Kaltenkirchener TS noch aus. Der SV Henstedt-Ulzburg, SSC Phoenix Kisdorf und der TuS Garbek haben sich bereits im vergangenen September für das Halbfinale qualifiziert.

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