02. Dezember 2019 / 14:01 Uhr

Von Sieg zu Sieg: Der Mellendorfer TV eilt Meisterschaft und Bezirksliga entgegen

Von Sieg zu Sieg: Der Mellendorfer TV eilt Meisterschaft und Bezirksliga entgegen

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Mellendorfer feiern ihren Treffer zum 1:0.
Die Mellendorfer feiern ihren Treffer zum 1:0. © Michael Plümer
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Der Mellendorfer TV ist auf dem besten Weg, in der nächsten Saison im Bezirk auf Punktejagd zu gehen. Gegen Berenbostel fuhr die Mannschaft von Matthias Henning den nächsten Dreier ein, 3:1 hieß es am Ende. "Jetzt gibt es kein Zurück mehr, wir wollen den direkten Aufstieg", redete der Trainer nicht um den heißen Brei herum.

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Wer soll sie noch stoppen? Die Mannschaft des Mellendorfer TV eilt von Sieg zu Sieg und ist auf dem besten Weg zur Meisterschaft in der Kreisliga 2. Auch im Nachholspiel gegen den hoch gehandelten TSV Berenbostel behielt der Primus daheim souverän mit 3:1 (1:0) die Oberhand. Seit dem siebten Spieltag haben die Mellendorfer den Platz an der Sonne inne und nicht mehr abgegeben.

Phänomenales Torverhältnis

Der Vorsprung auf den zweitplatzierten MTV Engelbostel-Schulenburg beträgt bereits fünf Zähler – obschon die Wedemärker zwei Spiele weniger ausgetragen haben als der ärgste Konkurrent. Das Torverhältnis des Tabellenführers ist zudem mit 82:14 schlichtweg phänomenal. Angesichts dieser Bilanz wagt sich sogar der eigentlich so zurückhaltende Coach Matthias Henning aus der Deckung: „Es ist an der Zeit, Flagge zu zeigen und nicht länger um den heißen Brei herumzureden. Jetzt gibt es kein Zurück mehr, wir wollen den direkten Aufstieg!“

Die Gäste aus Berenbostel legten spielstark und stürmisch los, ließen jedoch zwei gute Gelegenheiten zur Führung aus. Da konnten die Platzherren durchaus von Glück reden, dass sie nicht in Rückstand geraten sind. Erst nach einer Viertelstunde fand der Primus zu seinem Spiel und kam in der Folge zu mehreren hochkarätigen Chancen.

Bilder vom Spiel der Kreisliga 2 zwischen dem Mellendorfer TV und TSV Berenbostel

Der Mellendorfer Finn Seyer (links) versucht, Berenbostels Angelo Meyer zu enteilen. Zur Galerie
Der Mellendorfer Finn Seyer (links) versucht, Berenbostels Angelo Meyer zu enteilen. ©
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Finn Seyer besorgte schließlich das überfällige 1:0 (40. Minute) - „wir haben den Ball super laufen lassen und schnell von außen in die Mitte gebracht, Finn war dann im Nachschuss erfolgreich“, schilderte Henning den sehenswerten Spielzug. Des einen Freud, des anderen Ärger: „Wie in der F-Jugend, alle sind stehen geblieben und haben zugeguckt statt aktiv einzugreifen“, haderte Gäste-Trainer Ahmet Cagli mit der Abwehrleistung seines Teams. Mehr als der knappe Vorsprung sprang für die nun überlegen agierenden Mellendorfer bis zur Pause nicht heraus.

Jamal El-Garne gleicht rasch aus

Dass die Gäste technisch versierte Akteure in ihren Reihen haben, zeigte sich (einmal mehr) in der Entstehung des 1:1, Marc Lorente spielte das Leder nach schönem Doppelpass mit Yannick Wiesberg in die Gasse, Jamal El-Garne vollendete (50.). „Etwas Besseres als dieser rasche Ausgleich nach dem Wiederanpfiff konnte uns gar nicht passieren. Aber aus unerklärlichen Gründen hören die Jungs immer wieder auf, Fußball zu spielen“, sagte Cagli.

Die Heimelf steckte das Gegentor locker weg – und setzte ihre sehenswerten Angriffsaktionen nahtlos fort. Eine tolle Ballstafette über Malte Marks und Jonas Frenzel schloss Marcel Kelberg mit dem 2:1 ab (67.). Und weil’s so schön war, gleich noch einmal: Dieselben Protagonisten bereiteten keine 60 Sekunden erneut mustergültig vor – Goalgetter Seyer war treffsicher zur Stelle.

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„Mellendorf hat verdient gewonnen“, befand Cagli. „Wir können uns bei unserem Keeper Tobias Franik bedanken, ohne ihn hätten wir heute höher verloren.“ Dass Abwehrchef Marcel Baller nach 20 Minuten verletzt raus musste, sei zweifellos ein Nachteil gewesen, dürfe aber nicht als Ausrede herhalten. „Wir waren vorne nicht gefährlich. Und wir hatten keine Körpersprache. Bei uns übernehmen nur Einzelne die Verantwortung, die anderen verlassen sich auf Spieler wie Onur Yayan oder Sascha Pohl. Die Mellendorfer treten als Team auf, wir nicht. Das war kein schöner 1. Advent.“

"Waren in den Umschaltsituationen besser"

Der Gegner habe auf dem Kunstrasen technisch mitgehalten und ein gutes Spiel abgeliefert, lobte derweil Henning, „aber wir waren in den Umschaltsituationen besser und haben halt extrem gute Offensivkräfte.“ In der Wedemark herrscht eitel Sonnenschein. „Bislang läuft die Saison super. Wir sind total glücklich. Am 14. Dezember bei unserer Weihnachtsfeier werden wir die Tabelle genießen“ – für den sonst eher nüchtern-rationalen MTV-Trainer sind das fast schon euphorische Worte.

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Nur sportlich Rivalen:

 Iltens Torhüter Jan Hendrik Hoppe (links) und Altwarmbüchens Ulf Eckelt mit Sportsgeist. Zur Galerie
Nur sportlich Rivalen: Iltens Torhüter Jan Hendrik Hoppe (links) und Altwarmbüchens Ulf Eckelt mit Sportsgeist. ©
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