05. Januar 2021 / 16:01 Uhr

Nullnummer für den Mellendorfer TV: "Noch nicht angekommen im Bezirk"

Nullnummer für den Mellendorfer TV: "Noch nicht angekommen im Bezirk"

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nicht nur dieser Zweikampf tut für den Mellendorfer Arne Unterhalt weh. Sein Team hat in der laufenden Saison noch nicht einen Punkt geholt.
Nicht nur dieser Zweikampf tut für den Mellendorfer Arne Unterhalt weh. Sein Team hat in der laufenden Saison noch nicht einen Punkt geholt. © Christian Hanke
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Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga ist der Mellendorfer TV ins Straucheln geraten: Die Mannschaft von Trainer Matthias Hennings hat alle bisherigen acht Spiele verloren und steht damit auf dem letzten Tabellenplatz. Gute Trainingsbeteiligung und die egalisierende Abstiegsrunde machen der Mannschaft aus der Wedemark trotzdem Hoffnung.

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Der 21-Jährige Max Gerns und seine Mitspieler vom Mellendorfer TV sind in der vergangenen Kreisligasaison von Sieg zu Sieg geeilt. „Das war super. Gegen den MTV Engelbostel-Schulenburg etwa haben wir beide Spiele mit 4:0 gewonnen. Und in der Vorbereitung konnten wir uns auch deutlich im Duell mit dem TSV Godshorn II durchsetzen“, sagt Gerns. „Wir sind voller Vorfreude und guten Mutes in die Bezirksliga gestartet. Gerade weil wir schon Erfolge gegen Teams aus der Staffel geholt hatten, waren wir fest davon überzeugt, eine gute Rolle im Mittelfeld spielen zu können.“

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Doch die Euphorie wich mit jeder Niederlage ein Stück mehr. Das Team von Trainer Matthias Hennings spielte oft gar nicht mal schlecht, erntete sogar Lob vom Gegner. Punkte sprangen indes nicht heraus. Stattdessen mussten die Rot-Weißen Lehrgeld zahlen und landeten unsanft auf dem harten Boden der Bezirksligarealität.

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„Gerade wenn man gewohnt war, fast immer zu gewinnen, und das über zwei Jahre hinweg, ist so eine Situation, wie wir sie jetzt als Tabellenletzter mit null Punkten haben, schwierig zu bewältigen. Wir sind noch nicht angekommen im Bezirk“, sagt das Mellendorfer Eigengewächs. Eine Ursache des Dilemmas sei der verletzungsbedingte Ausfall etlicher Stammkräfte. Auch Gerns selbst war mit einem Muskelfaserriss lange zum Zuschauen verdammt. Dass sich das Lazarett langsam lichtet, schürt die Zuversicht beim Schlusslicht. Zudem schlugen die jungen Neuzugänge Fynn Bartholomäus und Tim Schiewe gut ein.

Für die Abstiegsrunde werden die Karten neu gemischt

Es gäbe noch weitere Gründe für Optimismus: „Die Trainingsbeteiligung stimmt, die Stimmung ist sehr gut. Die Führungsspieler wie Kapitän Florian Ebinger, Malte Marks, Thorben Puls oder Rouven Kreuschner gehen mit bestem Beispiel voran und appellieren immer wieder ans Team, sei es im Training oder in der Whatsapp-Gruppe“, sagt Gerns. „Und letztlich spielt uns auch der Modus in die Karten, dass in der Abstiegsrunde alles wieder auf null gestellt wird – für uns ist es dann ein Neustart. Ich bin sicher, dass wir noch punkten und die Liga halten werden.“