18. März 2018 / 17:08 Uhr

"Wollten unbedingt durchziehen": Frauen vom Mellendorfer TV trotzen der Kälte und verlieren unglücklich (mit Galerie!)

"Wollten unbedingt durchziehen": Frauen vom Mellendorfer TV trotzen der Kälte und verlieren unglücklich (mit Galerie!)

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Mellendorferin Sina Schwenk (li.) wird von Spartas Melina Froböse unter Druck gesetzt.
Die Mellendorferin Sina Schwenk (li.) wird von Spartas Melina Froböse unter Druck gesetzt. © Michael Plümer
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Der Kunstrasen vom Mellendorfer TV war vom Schnee verschont geblieben. Deshalb traten die Frauen des MTV trotz Kälte und kritischer Personallage gegen Sparta Langenhagen an.  „In keiner Situation waren sie besser", resümierte MTV-Coach Rainer Richter nach der 0:3-Niederlage.

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Drei Männer-Spiele konnten im Kreis über die Bühne gehen, zwei davon auf Kunstrasen, einzig der SV Helstorf kickte auf Naturrasen. Und die Mellendorfer Bezirksliga-Frauen unterlagen Sparta Langenhagen auf ihrer eigenen Plastikwiese mit 0:3 (0:1). Während die Mellendorferinnen jüngst mit einem 4:1-Sieg gegen den SV BE Steimbke ins neue Jahr gestartet waren, war es für die Gäste die erste Begegnung nach 126 Tagen.

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Bilder der Partie Mellendorfer TV - Sparta Langenhagen (Frauen)

Die Mellendorferin Lena Sterrenberg (re.) im Duell mit Spartas Jasmin Aysoy. Zur Galerie
Die Mellendorferin Lena Sterrenberg (re.) im Duell mit Spartas Jasmin Aysoy. ©
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​"In keiner Situation waren sie besser"


Ungemütlich und wirklich unangenehm seien die Umstände gewesen, sagte Langenhagens Trainer Ingo Schmeißer. Ohne lange Unterhose, Mütze oder Stirnband ging bei eisigem Wind und Temperaturen um den Gefrierpunkt nichts. „Wir haben das Spiel bestimmt, der MTV hat gut verteidigt“, sagte Schmeißer. Für Rainer Richter waren die Gäste der glückliche Sieger: „In keiner Situation waren sie besser, die Tore haben wir ihnen durch Fehler in der Abwehr aufgelegt“, sagte Mellendorfs Coach, der nur zwölf Spielerinnen zur Verfügung hatte und dennoch nicht an eine Absage dachte. „Bei uns liegt ja auch kein Schnee, wir wollten das Spiel unbedingt durchziehen.“ Zu allem Überfluss verletzte sich Kira-Marie Grontzki früh, das Wechselkontingent war nach 20 Minuten ausgeschöpft.

Die Torschützinnen Melanie Froböse (29., 71.) und Nabila Jamijou (86.) waren die Nutznießer der MTV-Fehler, für Schmeißer war das 2:0 die Erlösung. Sechs Minuten zuvor hatte eine Windböe einen Schuss der Mellendorferin Kirsten Dehning noch um den Pfosten gelenkt. „Den haben alle schon drin gesehen, aber der Wind sagte nö, der soll nicht rein“, flapste Richter.