18. April 2020 / 10:51 Uhr

Künftiger Formel-1-Rivale: Mercedes-Teamchef Toto Wolff kauft Anteile von Aston Martin

Künftiger Formel-1-Rivale: Mercedes-Teamchef Toto Wolff kauft Anteile von Aston Martin

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Toto Wolff wird Anteilseigner bei Aston Martin. Das Traditionsunternehmen steigt 2021 in die Formel 1 ein.
Toto Wolff wird Anteilseigner bei Aston Martin. Das Traditionsunternehmen steigt 2021 in die Formel 1 ein. © imago images/Eibner Europa
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Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff wird Anteilseigner des künftigen Formel-1-Konkurrenten Aston Martin. Einen Wechsel zum neuen Rennstall gebe es jedoch nicht, versicherte Mercedes prompt.

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Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff steigt als Investor beim Sportwagenbauer Aston Martin ein. Der britische Hersteller wird im nächsten Jahr auch mit einem Werksteam in der Formel 1 starten und damit zum Konkurrenten für Wolffs Mercedes-Rennstall.

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Der F1-Dominator der vergangenen Jahre gab prompt Entwarnung. Einen Wechsel von Wolff zur Konkurrenz, wie zuletzt mehrfach kolportiert, hätte der Kauf nicht zufolge. Das Investment des Österreichers bei Aston Martin entspreche lediglich "einem 0,95-prozentigen Anteil am Unternehmen", teilte ein Mercedes-Sprecher mit. Die Rolle von Wolff als Partner und Geschäftsführer bei Mercedes sei "durch die Transaktion unbeeinflusst". Zuerst hatte die Daily Mail über Wolffs Einstieg bei der Traditionsmarke berichtet.

Racing Point wird im nächsten Jahr zu Aston Martin

Daimler hält bereits seit 2013 Anteile an Aston Martin. Zuletzt hatte eine Investorengruppe um den kanadischen Unternehmer Lawrence Stroll mehr als 600 Millionen Euro in den Autobauer gepumpt. Stroll, der künftig auch Vorstandschef von Aston Martin wird, ist mit Wolff befreundet. Der 60-Jährige hatte sein Engagement im Motorsport immer weiter ausgebaut. Im kommenden Jahr wird das Team Racing Point, für das sein Sohn Lance fährt, zum Werksrennstall von Aston Martin.

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Wolff, dessen Vermögen vom Schweizer Magazin Bilanz auf rund 520 Millionen Euro taxiert wird, hatte zuletzt Gerüchte dementiert, dass er als Geschäftsführer zu Aston Martin wechseln könnte. Laut Mercedes hat sein Investment keinen Einfluss auf seine Aufgaben bei Mercedes. Der 48-Jährige ist seit 2013 Motorsportchef beim schwäbischen Autobauer. In den vergangenen sechs Jahren gewann Mercedes in der Formel 1 jeweils den WM-Titel bei den Fahrern und den Konstrukteuren.


Wolff-Vertrag bei Mercedes läuft nach der Saison aus

Wolffs Vertrag bei Mercedes läuft Ende dieses Jahres aus. "Wir sind weiterhin in guten Gesprächen, was wir gemeinsam weiter machen wollen", hatte er jüngst der Zeitung Österreich gesagt. Durch die Corona-Krise seien diese Gespräche aber in den Hintergrund gerückt. "Wir alle haben jetzt größere Probleme zu lösen - menschliche Probleme in unseren Firmen", sagte Wolff.