10. März 2020 / 16:49 Uhr

Merkwitz verliert nach 2:0-Halbzeitführung in Glesien

Merkwitz verliert nach 2:0-Halbzeitführung in Glesien

Steffen Enigk
Leipziger Volkszeitung
Nico Köppe (Nr. 8) kommt hier gegen den Glesiener Marcel Schlegel zu spät.
Nico Köppe (Nr. 8) kommt hier gegen den Glesiener Marcel Schlegel zu spät. © Alexander Prautzsch
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Fußball-Kreisliga: SV-Coach Rene Zwetkoff spricht von Fahrlässigkeit nach der 2:4-Pleite in Glesien

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Glesien/Merkwitz. Erst hui, dann pfui: Rene Zwetkoff hatte ein Wechselbad der Gefühle erlebt und war stinksauer. „Vor der Pause waren wir klar überlegen, aber dann haben wir das Fußballspielen eingestellt und kaum noch Gegenwehr geleistet“, kommentierte Trainer Rene Zwetkoff die 2:4 (2:0)-Niederlage des SV Merkwitz beim Kreisliga-Tabellennachbarn FSV Glesien nach zwei grundverschiedenen Halbzeiten. „Das war fahrlässig, das hat mich sehr geärgert.“

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Der Coach hatte beim Rückrunden-Auftakt mit großer Personalnot zu kämpfen, musste auf den verletzten Max Thomas und auf den beruflich verhinderten Stammkeeper David Münch verzichten. Die Merkwitzer waren mit nur elf Akteuren angereist, als einziger Wechselspieler saß Zwetkoff selbst auf der Bank. Vielleicht waren auch die fehlenden Alternativen ausschlaggebend, als seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel die Puste ausging und die Gäste nicht nur die Konzentration, sondern auch die Punkte verloren.

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Dabei hatten die Merkwitzer stark begonnen. Nach einer schönen Flanke von rechts durch Stefan Bittig nahm Timo Radeck den Ball volley und jagte ihn zur frühen Führung (10.) ins linke Eck. Die Rand-Oschatzer blieben spielbestimmend und legten wenig später den zweiten Treffer nach. Diesmal war Phillip Döring der Vorbereiter. Er setzte sich einer mit feinen Einzelleistung durch und bediente maßgerecht Mario Scholz, der zum 0:2-Halbzeitstand einköpfte (19.).

Lupenreiner Hattrick

Die Vorentscheidung? Denkste. So wie Merkwitz abbaute, drehte Glesien, das bis zur Pause zu keiner einzigen Torchance gekommen war, plötzlich auf und binnen 14 Minuten durch einen lupenreinen Hattrick des überragenden Dennis Poppe (52, 58., 66.) die Partie. „Wir haben den Gegner einfach machen lassen. Warum, weiß ich nicht“, zürnte Zwetkoff, der auch noch den vierten Treffer der Gastgeber durch Marc-Aurel Kopp (73.) mitansehen musste.


An Ersatzkeeper David Moritz lag es nicht. Er hielt sogar einen Elfmeter, auch wenn der Nachschuss drin war. Offenbar war der Kräfteverschleiß der dezimierten Truppe zu groß, Jonas Wahrig humpelte schon zur Pause, musste aber angeschlagen durchspielen, während Nico Köppe mit Gelb vorbelastet war und den letzten Einsatz scheute.

„In der Schlussviertelstunde war dann nichts mehr zu reißen“, meinte Zwetkoff, der fünf Minuten vor dem Abpfiff selbst für Köppe aufs Feld marschierte. „Vielleicht habe ich mich zu spät eingewechselt“, meinte der Trainer und bewies zumindest Galgenhumor. Er hofft, dass zum Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Rackwitz wieder mehr als elf Spieler an Bord sind.

SV Merkwitz: Moritz, Schmidt, Köppe (85. Zwetkoff), Scholz, Döring, Bittig, Klose, Seifert, Haupt, Radeck, Jonas Wahrig. Tore: 0:1 Radeck (10.), 0:2 Scholz (19.), 1:2, 2:2, 3:2 Poppe (52., 58., 66.), 4:2 Kopp (73.)

Schiedsrichter: Christian Jordan

Zuschauer: 35.