28. August 2021 / 20:00 Uhr

Merkwitzer Coach Kirschner: „Mädels geben im Training immer ihr Letztes“

Merkwitzer Coach Kirschner: „Mädels geben im Training immer ihr Letztes“

Christian Kluge
Leipziger Volkszeitung
Alexa Liebig (l) und Laura Merkel im Spiel Frauenfußball-Landesklasse: SV Lissa – FSV Luppa
Das Landesklasse-Team des FSV Luppa 90 um Laura Merkel (r.) will in der im September beginnenden Saison um einen Platz im Mittelfeld kämpfen. © Alexander Prautzsch
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Im Interview erzählen Torsten Kirschner, Trainer des SV Merkwitz, und Sven Juretschke, Coach beim FSV Luppa 90, von der laufenden Saisonvorbereitung und ihren Zielen für die nächste Spielzeit.

Luppa/Merkwitz. Nur wenig Zeit für die Vorbereitung auf die Saison 2021/22 bleibt den beiden Frauenfußballteams aus der Region Oschatz. Schon am 5. September steht die Ausscheidungsrunde im Sachsenpokal für den FSV Luppa 90 und den Neuling SV Merkwitz auf dem Programm. In die Landesklasse-Punktspiele geht es dann ab dem 19. September. Die Merkwitzerinnen haben dann Heimrecht gegen die SpG BSV Schönau/Eintracht Süd II und der FSV ist spielfrei.

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Während Luppa schon im Vorjahr dabei war und in der abgebrochenen Saison 2020/21 mit sieben Punkten aus sechs Spielen Platz neun belegte, sind die Merkwitzer Frauen neu dabei. Der SPORTBUZZER sprach vor dem Saisonstart mit dem Merkwitzer Trainer Torsten Kirschner und Coach Sven Juretschke vom FSV Luppa.

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SPORTBUZZER: Wie lautet ihr Saisonziel?


Torsten Kirschner: Nicht Letzter werden. Wir sind ja das erste Mal auf dem Großfeld dabei. Bisher hat Merkwitz mit dem Frauenteam in der Stadtliga Leipzig auf Kleinfeld gespielt und die B-Mädchen in der Landesklasse auch auf Kleinfeld. Die gibt es jetzt nicht mehr. Sie sind in die Frauenmannschaft aufgerückt. Für drei junge Spielerinnen des Jahrgangs 2006 haben wir eine Sonder-Spielgenehmigung bekommen.

Sven Juretschke: Wir streben einen Platz im guten Mittelfeld an.

Wie groß ist der Kader?

Torsten Kirschner: 18 bis 19 Spielerinnen. Eine unserer Torhüterinnen ist nächste Saison leider nicht verfügbar. Sie ist jetzt 16 und geht für ein Jahr nach England zur Schule. Wir haben einen sehr jungen Kader. Die älteste Spielerin ist 21. Aber zur Not kann ich auf vier erfahrene Spielerinnen zwischen 35 und 40 Jahren zurückgreifen. Und wir hatten einen Zugang aus Stauchitz und eine Spielerin aus Mügeln, die wieder mit Fußball anfangen will. Abgänge hatten wir keine.

Sven Juretschke: Wir haben 18 Spielerinnen im Team. Abgänge hatten wir keine. Ein Mädchen ist aus der U 15 der SpG Luppa/Wermsdorf dazugekommen.

Frauenfußball, Landesklasse, Team SV Merkwitz 26.8.2021.
Hintere Reihe von links: Trainer Torsten Kirschner, Feryal EL-Masri, Vanessa Seidel, Laura Kirschner, Jennifer Kirpal, Vivien Döling, Isabel Zschernig, Torwarttrainer David Münch.
Vordere Reihe von links: Emely Scholz, Anabela Sacipovic, Kim Schumann, Vivien Seidel, Alina Dietrich, Lisa Gottschling.
Es fehlen: Anna Maria Cobar-Lopez, Claudia Taubert, Emilie Wetzig, Emily Schedler, Peggy Hartig,  Lilly Hentzschel, Jette Richter, Kathleen Kühne, Lena Thomas, Susan Scholz, Trainer Kristian Kirpal.
Foto: Christian Kluge
Ein sehr junges Team schickt das Merkwitzer Trainergespann bestehend aus Torsten Kirschner (l.) und Torwarttrainer David Münch in seine erste Großfeldsaison in der Landesklasse. © Christian Kluge

Was ist in der Vorbereitung geplant?

Torsten Kirschner: Trainingsstart war am 19. August. Wir trainieren jeweils donnerstags von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr. Am 29. August gibt es ein Großfeld-Testspiel beim Leipziger FC. Nach dem Pokalspiel gegen Dresden wollen wir dann noch einen Test machen. Die Mädels geben im Training auch immer ihr Letztes. Sie sind ehrgeiziger als die Jungs, die ich auch schon trainiert habe. Aber natürlich darf der Spaß am Fußball beim Training nicht verloren gehen.

Sven Juretschke: Wir haben im Prinzip schon am 31. Mai angefangen und durchtrainiert. Die Mädchen wollten keine Pause machen. Das Training ist zweimal in der Woche am Montag und Mittwoch jeweils von 19 Uhr bis 20.30 Uhr in Luppa. Testspiele haben wir keine geplant.

Folgen der Corona-Beschränkungen

Was sagen Sie zum Sachsenpokal-Los?

Torsten Kirschner: Der 1. FFC Fortuna Dresden hat schon Regionalliga gespielt und ist jetzt in der Landesliga. Auf jeden Fall wollen wir uns so gut wie möglich wehren.

Sven Juretschke: Vom Pokalgegner, der SpG Lockwitzgrund/Lichtenberg, wissen wir gar nichts.

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Welche Folgen hatten die Corona-Beschränkungen für Ihr Team?

Torsten Kirschner: Das war nicht einfach. Die Jugend will Sport treiben und es gab kein Training und keine Spiele mehr. Dabei sind die Mädels eigentlich immer da, wenn es auf den Platz geht – obwohl sie aus einem Umkreis von rund 20 Kilometern kommen und viele noch von den Eltern gebracht und abgeholt werden müssen.

Sven Juretschke: Nach den Corona-Maßnahmen wollten alle einfach endlich wieder auf den Fußballplatz.