01. März 2021 / 11:06 Uhr

Merle Homeier fährt zur Hallen-EM nach Torun

Merle Homeier fährt zur Hallen-EM nach Torun

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Für Merle Homeier kam die EM-Nominierung überraschend.
imago-images © Für Merle Homeier kam die EM-Nominierung überraschend.
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Die Leistungen waren gut, aber so richtig hatte Merle Homeier nicht damit gerechnet. Die Bückeburger Weitspringerin wird nach ihrem zweiten Platz bei der Hallen-DM auch bei der Europameisterschaft starten.

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Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat sein Aufgebot für die Hallen-Europameisterschaft 2021 im polnischen Torun (04. bis 07. März) bekanntgegeben. Er wird mit 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei den kontinentalen Titelkämpfen vertreten sein. Und mit dabei ist auch Merle Homeier von der LG Göttingen. Die Bückeburgerin hatte nicht damit gerechnet, doch der DLV belohnte die 21-Jährige für ihre starken Leistungen.

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"Ich freue mich sehr und hoffe, dass ich viel Erfahrung sammeln und mich mit guten Sprüngen präsentieren kann", so Homeier. Eigentlich lag die EM-Norm bei 6,80 Meter. Die Verantwortlichen hatten sie von 6,60 Meter so hochgesetzt, um das Teilnehmerfeld bewusst klein zu halten. "Das sind natürlich noch nicht viele Athletinnen gesprungen. Aber aufgrund meiner derzeitigen Platzierung in der europäischen Bestenliste wurde ich trotzdem nominiert", erklärt die Bückeburgerin.

Homeier hatte bei der Deutschen Hallenmeisterschaft in Dortmund eine neue persönliche Bestweite von 6,55 Meter aufgestellt. Die Weite sprang sie im letzten Versuch, womit sie Nervenstärke bewies. Für sie ist es nach der U20-EM und der U23-EM nun der erste kontinentale Wettkampf im Erwachsenenbereich.

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Die Deutsche Vizemeisterin möchte nun möglichst locker in die Wettkämpfe gehen. Von den 18 Teilnehmerinnen sind nur zwei jünger als die 21-Jährige. "Alle sind ganz schön gut, aber ich denke, wenn man auf das Alter schaut, kann ich ohne Druck an den Start gehen. Ich habe wohl nichts zu verlieren."

Für Homeier geht es nun erst mal nach Berlin. Von dort aus steht dann am Mittwoch die Anreise mit dem Bus an.