16. September 2020 / 08:25 Uhr

Merle Homeier mischt in der Weltklasse mit

Merle Homeier mischt in der Weltklasse mit

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Merle Homeier (LG Göttingen) hat das Sparkassen-Weitsprung-Meeting „Herborn fliegt“ gewonnen.
Merle Homeier (LG Göttingen) ist stolz über ihre Leistung beim ISTAF.  © imago
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Die Bückeburger Weitspringerin Merle Homeier ist beim Berliner ISTAF auf den sechsten Platz gesprungen. Gleichzeitig beendete die Schaumurgerin die diesjährige Wettkampfsaison. 

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Die Bückeburger Weitspringerin Merle Homeier hat beim Berliner ISTAF im Konzert der ganz Großen ihrer Zunft mitgemischt und einen beachtlichen sechsten Platz erreicht. Der Leichtathletin von der LG Göttingen gelang im letzten Versuch ein Satz auf 6,52 Meter. Neben zahlreichen Top-Athleten waren beim ältesten Leichtathletik-Meeting der Welt im Olympiastadion auch 3500 Zuschauer zugelassen.

Große Ehre mitzuspringen

Nach dem dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig war die Schaumburgerin noch zu einigen Meetings eingeladen. „Die wichtigste und für mich bedeutendste war natürlich die Einladung zum ISTAF. Dort gehen wirklich nur die Top-Athleten an den Start – für mich eine große Ehre, dort starten zu dürfen“, sagte Homeier.

Die Siegerin im Weitsprung hieß diesmal nicht Malaika Mihambo. Die Weltmeisterin aus Deutschland musste sich mit 6,77 Metern der Ukrainerin und Vize-Weltmeisterin Maryna Bekh-Romanchuk geschlagen geben, die zehn Zentimeter weiter sprang. Auf Rang drei kam Jazmin Sawyers aus Großbritannien (6,67 Meter). „Die Plätze vier bis acht lagen dann nur zwölf Zentimeter auseinander. Ich bin total glücklich, dass ich mich in diesem Weltklassefeld behaupten konnte und meine Nervosität so gut in den Griff bekommen habe“, sagte Homeier.

Nervosität in den Griff bekommen

Die Nervenanspannung resultierte nicht zuletzt aus einem Meeting in Dessau, als die 21-Jährige mit drei ungültigen Versuchen ausschied. Deshalb ging es die Schaumburgerin in Berlin verhalten an, 6,28 im ersten Versuch reichten gerade so für den Einzug ins Finale. Mit dem vierten Sprung steigerte sich Homeier dann auf 6,42 Meter – blieb allerdings zunächst weiter auf Rang acht hängen. „Aber im letzten Durchgang hatte ich noch einmal die tolle Unterstützung der Fans. Das pushte mich so gut, dass ich mit 6,52 Meter diesen tollen Wettkampf als Sechste beendete.“

Apropos Ende: Für Merle Homeier ist die Saison jetzt vorbei. Sie werde Anfang Oktober mit dem Wintertraining beginnen. „Ich freue mich auf die nächste Saison und bin gespannt, wie weit es noch geht.“