17. Februar 2021 / 19:15 Uhr

Merle Homeier und Luna Thiel schielen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften auf Medaillen

Merle Homeier und Luna Thiel schielen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften auf Medaillen

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Collage
Luna Thiel (links) und Merle Homeier hoffen bei der Deutschen Hallenmeisterschaft 2021 auf Medaillen. © imago images
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Am Wochenende stehen die Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathletik in Dortmund an. Mit dabei sind auch zwei Schaumburgerinnen.

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Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften könnten sich zwei Schaumburger Leichtathletinnen am Wochenende wieder mit Medaillen eindecken. neben der Bückeburger Weitspringerin Merle Homeier (LG Göttingen) ist auch die 400-Meter-Läuferin Luna Thiel (VfL Eintracht Hannover) aus Obernkirchen in Dortmund am Start. Während Homeier vor ziemlich genau einem Jahr bei den DM in Leipzig Bronze holte, ist es für Thiel der erste richtig große Wettkampf nach ihren gesundheitlichen Problemen 2020.

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Kurven sind hügelig

„Mein Ziel ist erst mal die Finalteilnahme“, hofft Thiel. Dafür müsste sie unter die besten sechs Starterinnen kommen. „Wenn ich das erfolgreich abhaken kann, möchte ich um die Medaillen mitkämpfen. Sollte das nicht klappen, hoffe ich sehr, unter die besten vier oder fünf zu laufen, damit ich um einen Startplatz für die Hallen-Europameisterschaft in Polen (04. bis 07. März Anm. d. Red.) mitkämpfen kann.“

Vor zwei Wochen war die Deutsche Meisterin von 2019 schon mal bei einem Wettkampf in Dortmund in der gleichen Halle und weiß, was sie auf der schwierigen Strecke erwartet. Die Rundbahn hat in den Kurven einen Hügel und der Bahnbelag ist sehr weich. Daher kamen auch die langsameren Zeiten bei Thiel und Co. zustande. „Das nun genau dort die DM stattfindet, ist einfach Pech. Aber wir haben alle dieselben Bedingungen und wissen alle, dass es dort nicht um Zeiten geht, sondern lediglich um die Platzierung.“



Techniktraining macht Mut

Homeier, die 2020 neben dem dritten Rang in der Halle auch Bronze unter freiem Himmel gewann, geht mit hohen Erwartungen an sich selbst in den Wettkampf. „Ich würde mich natürlich sehr über eine Medaille freuen, aber das Hauptziel sind Weiten um die 6,50 Meter und auch gerne darüber hinaus.“

Sollte es keine riesige Überraschung geben, wird Gold an Malaika Mihambo, die aktuell wohl beste Weitspringerin der Welt gehen. Doch dahinter ist auch für Homeier alles möglich. Nur Mihambo (6,71 Meter) und Lea-Jasmin Riecke (6,58 Meter) sprangen im gesamten vergangenen Jahr weiter als Homeier (6,57 Meter). Ihre drei bisherigen Hallenspringen in diesem Jahr „verliefen ok, aber insgesamt war es noch nicht das, was ich kann und zeigen möchte“, so Homeier. Hoffnung darauf macht ihr das aktuell gute Techniktraining: „Da passte im Moment alles ziemlich gut zusammen.“

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Die Wettkämpfe finden in Dortmund natürlich unter strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen ohne Zuschauer in der Halle statt. „Mittlerweile hat man sich tatsächlich gut an die Wettkämpfe ohne Zuschauer gewöhnt, trotzdem fehlen sie natürlich“, findet Homeier, die gleichzeitig die Ausrichter lobt. „Sie geben sich total viel Mühe und ich wurde vor den Wettkämpfen gefragt, welche Musik ich bei meinen Sprüngen gespielt bekommen möchte.“ Für Thiel sind Läufe ohne Zuschauer nach ihren 15 Monaten ohne Wettkampf noch „ganz ungewohnt.“ Gerade bei den Deutschen Meisterschaften sei dies „natürlich sehr schade“, aber die Freude „einfach wieder laufen“ zu können sei größer. Ohne Publikum müssten sich die Athleten nun selbst versuchen so gut wie möglich zu pushen. Vielleicht ja sogar zu einer Medaille.