11. Oktober 2021 / 12:41 Uhr

Benjamin Meschke nach seinem erneuten Duell mit dem SC DHfK: "Leipzig ist meine Stadt"

Benjamin Meschke nach seinem erneuten Duell mit dem SC DHfK: "Leipzig ist meine Stadt"

Matthias Roth
Leipziger Volkszeitung
Benjamin Meschke (r.) im Spiel gegen den SC DHfK Leipzig.
Benjamin Meschke (r.) im Spiel gegen den SC DHfK Leipzig. © Christian Modla
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Am Sonntag gastierte Benjamin Meschke mit dem TVB Stuttgart in Leipzig. Nach der Niederlage sprach der 30-Jährige über die Begegnung, seine Zukunft und eine mögliche Rückkehr zum SC DHfK. 

Leipzig. Kreisläufer Benjamin Meschke ist eine Art Feuerwehrmann, wenn es bei einem Verein der Handball-Bundesliga brennt. Im Frühjahr half er in Erlangen aus, nun in Stuttgart. Seine ersten Auswärtsspiele führten ihn mit beiden Vereinen nach Leipzig. Im SPORTBUZZER-Interview spricht der 30-Jährige über seine Zukunftspläne.

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SPORTBUZZER: Benjamin Meschke, im Mai mit Erlangen, nun mit Stuttgart: Können wir jetzt bei jedem Spiel in Leipzig mit Ihnen sagen, willkommen zurück in der Bundesliga?

Das weiß ich noch nicht. Dieses Mal war es trotz der Niederlage noch schöner als mit Erlangen. Die Halle war wieder voll, die Leute wieder da.

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Deutlicher Heimerfolg! Der SC DHfK Leipzig gewinnt gegen den TVB Stuttgart mit 33:24. Zur Galerie
Deutlicher Heimerfolg! Der SC DHfK Leipzig gewinnt gegen den TVB Stuttgart mit 33:24. ©

Was sind die Gründe für die deftige Pleite in Leipzig?

Wir spielen 50 Minuten schlecht, DHfK spielt in der ersten Halbzeit auch schlecht. Wir schmeißen uns aber die Bälle auf die Füße und auf die Tribüne, da können wir kein Bundesligaspiel gewinnen.

Wie kam es zum Engagement beim TVB Stuttgart?


Ich hatte ein paar Angebote aus der 2. Bundesliga und aus dem Ausland. Erlangen lief schon ordentlich und ich konnte dort nachweisen, dass ich körperlich wieder hergestellt bin. Vor zwei Wochen saß ich noch mit meinem Berater zusammen. Da habe ich gesagt, dass ich nur Bundesliga mache. Am Dienstag danach hat mich dann Jochen Schweikhardt aus Stuttgart angerufen und alles ging ganz schnell und schmerzfrei.

Sie haben gerade Ihr Studium im Fach Sportmanagement in Leipzig mit dem Master abgeschlossen, wie geht es weiter?

Ich lasse den akademischen Grad erstmal im Schrank und nutze den Schwung noch einmal für meine sportliche Karriere. Das ist ein gutes Gefühl.

Der Vertrag in Stuttgart läuft aber nur bis Ende des Jahres.

Das ich kann verstehen. In den letzten anderthalb Jahren habe ich effektiv acht Wochen Handball gespielt. Erst hatte ich eine Fußverletzung, dann hat Corona alles durcheinander gebracht. Jetzt will ich zeigen, dass ich es noch kann. Es geht darum Argumente zu sammeln, dass es weitergeht. Ich habe den Makel, dass ich als verletzungsanfällig gelte. Das stimmt gar nicht, ich hatte nur einmal etwas Größeres, davor habe ich zehn Jahre durchgespielt.

Beim SC DHfK wird im Sommer ein Platz am Kreis frei, wenn Alen Milosevic aufhört. Ist eine Rückkehr denkbar?

Prinzipiell wäre es eine schöne Geschichte, Leipzig ist meine Stadt. Ich glaube, dass es unrealistisch ist. Wer weiß aber, was noch passiert.