22. Dezember 2019 / 17:10 Uhr

Mesut Özil kassiert Rüge von Interimstrainer Ljungberg: "Bei Arsenal benehmen wir uns nicht so"

Mesut Özil kassiert Rüge von Interimstrainer Ljungberg: "Bei Arsenal benehmen wir uns nicht so"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wegen dieser Szene flog Mesut Özil aus dem Kader des FC Arsenal. Trainer Freddie Ljungberg (Kreis) hatte den Weltmeister genau im Auge.
Wegen dieser Szene flog Mesut Özil aus dem Kader des FC Arsenal. Trainer Freddie Ljungberg (Kreis) hatte den Weltmeister genau im Auge. © Getty
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Beim FC Arsenal ist Mesut Özil einmal mehr außen vor. Der deutsche Weltmeister fehlte im Kader der Londoner gegen Everton, weil er sich aus Sicht von Interimstrainer Freddie Ljungberg zuvor daneben benommen hatte. Die Zukunft des 31-Jährigen unter dem neuen Coach Mikel Arteta bleibt ungewiss.

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Das 0:0 des FC Arsenal beim ebenfalls kriselnden FC Everton verpasste Mesut Özil - offiziell wegen einer Knie-Verletzung. Das war allerdings nicht der einzige Grund, wie Interimstrainer Freddie Ljungberg schon vor dem Anpfiff verriet. Aus Sicht des Schweden hatte der Weltmeister sich bei der 0:3-Niederlage gegen Manchester City daneben benommen, erhielt deshalb einen Denkzettel und eine satte Rüge vom eigenen Coach, der künftig hinter dem neuen Trainer Mikel Arteta als Assistent arbeitet.

"Er hätte nach dem, was im letzten Spiel passiert ist, sowieso nicht im Kader gestanden", zürnte der frühere Weltklasse-Mittelfeldspieler, der nach der Entlassung von Özils Intimfeind Unai Emery (der den Deutschen vom Leistungsträger zur Teilzeitkraft degradiert hatte) Ende November vorübergehend den Trainerjob übernommen hatte. Worauf er anspielt: Bei seiner Auswechslung für den Ex-Leipziger Emile Smith-Rowe nach nur 59 Minuten hatte Özil sich arg frustriert gezeigt und seine Handschuhe weggetreten - das alles genau vor den Augen Ljungbergs.

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Ljungberg über Özil-Verhalten: "So etwas macht die Fans nicht glücklich"

Dem Trainer gefiel das offenkundig überhaupt nicht - besonders, weil Özil zuvor eine seiner schlechtesten Leistungen in dieser Saison gezeigt hatte. "Er ging vom Feld und trat seine Handschuhe weg. So etwas macht die Fans nicht glücklich. (...) Bei Arsenal benehmen wir uns nicht so", klagte der 42-jährige Ljungberg, der von 1998 bis 2007 für Arsenal spielte und als Co-Trainer des VfL Wolfsburg (2017) auch in Deutschland seine Spuren hinterlassen hat.

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Özils Strafversetzung auf die Tribüne war also nicht nur auf die Verletzung des 31-Jährigen zurückzuführen, der zuletzt mit seinem Tweet gegen die Behandlung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China für Aufsehen gesorgt hatte. Bei Arsenal ist er ohnehin bestenfalls Ersatz. Wettbewerbsübergreifend kam er zu elf Spielen über gerade einmal 835 Minuten. Sein Vertrag läuft noch bis 2021, eine vorzeitige Trennung vom Spitzenverdiener gilt als durchaus wahrscheinlich.

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Ob er am Boxing Day, dem traditionellen Spieltag am zweiten Weihnachtstag, gegen den AFC Bournemouth wieder in den Kader der Londoner zurückkehrt, ist ungewiss. Mit dem neuen Arsenal-Coach Mikel Arteta spielte er von 2013 bis 2016 gemeinsam bei den Gunners.