23. Oktober 2020 / 13:19 Uhr

Berater von Mesut Özil geht auf Arsenal-Trainer Arteta los: "Versagt, fair und ehrlich zu sein"

Berater von Mesut Özil geht auf Arsenal-Trainer Arteta los: "Versagt, fair und ehrlich zu sein"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Berater von Mesut Özil (r.) hat sich nach dessen Ausbootung Arsenal-Trainer Mikel Arteta zur Brust genommen.
Der Berater von Mesut Özil (r.) hat sich nach dessen Ausbootung Arsenal-Trainer Mikel Arteta zur Brust genommen. © Getty
Anzeige

Nach der Ausbootung von Mesut Özil hat dessen Berater Erkut Sögüt Arsenal-Trainer Mikel Arteta scharf angegriffen. Dieser habe sich unehrlich verhalten, betonte Sügüt gegenüber "ESPN".

Anzeige

Nachdem Mesut Özil nicht in den Kadern des FC Arsenal für die Premier League und die Europa League auftaucht, ist der Berater des deutschen Weltmeisters auf Gunners-Trainer Mikel Arteta losgegangen. Dem früheren Teamkollegen Özils wirft Erkut Sögüt vor, den 32-Jährigen nicht fair behandelt zu haben. Özil dürfte sein letztes Spiel für Arsenal gemacht haben, sofern er im Februar nicht in dem einen oder anderen Wettbewerb nachnominiert wird.

Anzeige

Die Fans von Arsenal hätten "eine ehrliche Erklärung verdient", warum der langjährige Leistungsträger und Topverdiener der Londoner den Sprung in die 25-Mann-Kader für beide Wettbewerbe verpasst hat, betonte Sögüt gegenüber ESPN. "Sie haben nicht verdient, dass Arteta sagt, er habe an Özil versagt. Nein, du hast an Özil nicht versagt: Du hast versagt, fair, ehrlich und transparent zu sein und jemanden mit Respekt zu behandeln, der einen Vertrag hat und der die ganze Zeit loyal war." Anders, so der Vorwurf, als Arteta selbst, der einst als Legende des FC Everton zu Arsenal gewechselt war. Denn anders als Arteta sei "Mesut kein Spieler, der gestern ein Toffee war (der Spitzname des FC Everton, d. Red.) und heute ein Gunner", betonte Sögüt.

Mehr vom SPORTBUZZER

Der Kontrakt von Özil, der nach seiner Ausbootung erklärt hatte, er sei "zutiefst traurig", läuft am Ende der Saison aus. Der Deutsche hatte immer wieder erklärt, diesen aussitzen zu wollen, obwohl er schon länger auf dem Abstellgleis steht. Einer vorzeitigen Trennung hatte allerdings das üppige Gehalt von rund 20,5 Millionen Euro im Jahr im Weg gestanden. Sögüt sieht jedoch nicht finanzielle Erwägungen, sondern Arteta als Grund für die momentane Lage. "Jeder außerhalb des Klubs weiß, dass er ihn nicht fair behandelt hat", sagte er über den Basken. "Er hat ihm in dieser Saison keine Chance gegeben, sich zu zeigen. Er steht immer noch unter Vertrag, der Spieler sollte die Option haben, zu bleiben und um seinen Platz zu kämpfen." Diese Option habe man Özil, der kürzlich noch einen Loyalitätsbonus in Millionenhöhe kassiert hatte, jedoch genommen.

Arteta hat "ein völlig reines Gewissen"

Sögüt habe mit "mindestens fünf Teamkollegen" Özils gesprochen, die alle belegt hätten, dass dieser gut trainiere: "Sie sagen, Mesut ist einer ihrer besten Spieler und sie können nicht verstehen, warum er außen vor ist." Arteta solle "sprechen, er sollte die Wahrheit sagen, die die Fans von Arsenal verdient haben und sonst den Mund halten." Arteta betonte indes, Özil habe dieselben Möglichkeiten wie alle anderen gehabt. "Ich wollte den bestmöglichen Mesut. In einigen Momentan war ich nah dran." Am Ende sei es "eine fußballerische Entscheidung" gewesen, so der Coach, "daher habe ich ein völlig reines Gewissen".