14. Dezember 2019 / 12:52 Uhr

FC Arsenal distanziert sich von Özil-Tweet zur Unterdrückung der Uiguren in China

FC Arsenal distanziert sich von Özil-Tweet zur Unterdrückung der Uiguren in China

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mesut Özil hat via Twitter auf die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China reagiert.
Mesut Özil hat via Twitter auf die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China reagiert. © 2019 Getty Images
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Mesut Özil vom FC Arsenal hat mit einem politischen Tweet für Aufsehen gesorgt. Der ehemalige deutsche Nationalspieler hat Stellung zur muslimischen Minderheit der Uiguren in China bezogen. Sein Klub reagierte darauf - und distanzierte sich von dem Tweet.

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Der Premier-League-Klub FC Arsenal hat sich von einem Tweet seines Spielers Mesut Özil zur Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China distanziert. Der Inhalt sei die persönliche Meinung von Özil, schrieb der Klub auf dem chinesischen Mikroblogging-Dienst Weibo. Arsenal halte sich indes an das Prinzip, keine politischen Statements abzugeben.

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Özil hatte in einem Tweet die muslimischen Staaten für ihre Zurückhaltung kritisiert. In türkischer Sprache bemängelte der Ex-Weltmeister das „Schweigen der muslimischen Brüder“, während das Thema von westlichen Regierungen und Medien aufgegriffen worden sei.

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Nach offiziell unbestätigten Schätzungen sind Hunderttausende Uiguren in Umerziehungslager gesteckt worden, die China allerdings nur als Fortbildungszentren beschreibt. Uiguren sind ethnisch mit den Türken verwandt und fühlen sich von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frühere Ostturkestan der Volksrepublik einverleibt. Peking wirft uigurischen Gruppen Terrorismus und Separatismus vor.

Die Reaktion von Arsenal könnte laut eines Berichts des Guardian auch wirtschaftliche Interessen haben. Demnach sei der Klub in China an einer Restaurantkette beteiligt.