15. Dezember 2019 / 12:17 Uhr

Wegen Özil-Tweet: China-Sender CCTV streicht Arsenal-Spiel gegen Man City aus dem Programm

Wegen Özil-Tweet: China-Sender CCTV streicht Arsenal-Spiel gegen Man City aus dem Programm

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Partie des FC Arsenal mit Mesut Özil gegen Manchester City wird nicht im chinesischen TV übertragen.
Die Partie des FC Arsenal mit Mesut Özil gegen Manchester City wird nicht im chinesischen TV übertragen. © 2019 Getty Images
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Das China-Staatsfernsehen CCTV hat die Partie des FC Arsenal gegen Manchester City kurzfristig aus dem Programm genommen. Diese Entscheidung ist eine Folge des Tweets von Mesut Özil über die Unterdrückung der Uiguren.

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Die Begegnung zwischen dem FC Arsenal und Manchester City am Sonntag (17.30 Uhr) hätte eigentlich im chinesischen TV zu sehen sein sollen. Doch nun hat der staatseigene Sender CCTV die Premier-League-Partie kurzfristig auf dem Programm genommen. Wie die staatliche Zeitung Global Times auf ihrem englischsprachigen Twitter-Account berichtete, strich der Sender das Spiel vom Sendeplan, weil Özils „falsche Kommentare“ die chinesischen Fans und den nationalen Fußballverband „enttäuscht“ hätten.

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Der ehemalige Nationalspieler Özil hatte am Wochenende über die sozialen Medien deutliche Kritik an der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren im Reich der Mitte geäußert. In türkischer Sprache bemängelte der Ex-Weltmeister das „Schweigen der muslimischen Brüder“, während das Thema von westlichen Regierungen und Medien aufgegriffen worden sei.

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Arsenal reagierte direkt auf Özil-Tweet

Arsenal hatte sich umgehend von dem Tweet ihres Profis distanziert. Der Inhalt sei die persönliche Meinung von Özil, schrieb der Klub auf dem chinesischen Mikroblogging-Dienst Weibo. Arsenal halte sich indes an das Prinzip, keine politischen Statements abzugeben. Womöglich hatten die Gunners, die auch wirtschaftliche Beziehungen nach China pflegen und dort eine Restaurant-Kette besitzen, Konsequenzen befürchtet.