19. Dezember 2019 / 11:20 Uhr

Uiguren-Tweet von Mesut Özil hat Nachspiel: Arsenal-Profi aus Chinas PES 2020 verbannt

Uiguren-Tweet von Mesut Özil hat Nachspiel: Arsenal-Profi aus Chinas PES 2020 verbannt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mesut Özil sorgte mit seinem Uiguren-Tweet für Aufsehen - wurde nun aus der chinesischen Version der eFootball PES 2020 gestrichen
Mesut Özil sorgte mit seinem Uiguren-Tweet für Aufsehen - wurde nun aus der chinesischen Version der "eFootball PES 2020" gestrichen © imago images/ZUMA Press/Montage
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Pro Evolution Soccer hat auf die Äußerungen von Mesut Özil reagiert und den Weltmeister von 2014 aus der chinesischen Version des Spiele-Klassikers gestrichen. Grund dafür sind Özils Aussagen über die angebliche Unterdrückung der Uiguren in China.

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Nach der Kritik des ehemaligen deutschen Nationalspielers Mesut Özil an der Verfolgung der Uiguren in China ist der Star des britischen Premier-League-Clubs FC Arsenal aus der chinesischen Version des "eFootball PES 2020" gestrichen worden. "Seine Worte haben die Gefühle der chinesischen Fans verletzt", teilte der chinesische Betreiber des Spieles mit. "Wir können es nicht verstehen, akzeptieren oder entschuldigen!", teilte das Projektteam der Internetfirma NetEase mit, die in China die Lizenz für das Spiel hat. Bereits im unmittelbaren Nachgang des Tweets hatte sich der FC Arsenal von den Aussagen Özils distanziert.

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Die chinesischen Spiele "Pro Evolution Soccer", "Pro Evolution: Kings Assembly" und "Pro Evolution Club" in den Editionen für Windows, PlayStation und Xbox wiesen keinen Spieler "Mesut Özil" mehr auf, hieß es weiter. Die Reaktion folgte auf heftige Kritik der chinesischen Regierung an einem Tweet von Özil. Der Ex-Weltmeister hatte auf türkisch die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in Nordwestchina scharf angeprangert und sie als "Kämpfer, die der Verfolgung widerstehen", beschrieben. Auch hatte Özil, selbst gläubiger Moslem, "das Schweigen der muslimischen Brüder", also der muslimischen Staaten in der Welt, gegenüber China kritisiert.

Was wurde aus den "Invincibles" des FC Arsenal?

Vieira, Pirés, Henry und Cole - sie gehörten zu den Leistungsträgern bei den Invincibles, der legendären Arsenal-Mannschaft der Saison 2003/04, die in der Premier League in allen 38 Meisterschaftsspielen ungeschlagen blieb. Aber was machen Sie heute? Der <b>SPORT</b>BUZZER hat sich auf Spurensuche begeben. Zur Galerie
Vieira, Pirés, Henry und Cole - sie gehörten zu den Leistungsträgern bei den "Invincibles", der legendären Arsenal-Mannschaft der Saison 2003/04, die in der Premier League in allen 38 Meisterschaftsspielen ungeschlagen blieb. Aber was machen Sie heute? Der SPORTBUZZER hat sich auf Spurensuche begeben. ©

Uiguren fühlen sich von Han-Chinesen unterdrückt

Nach offiziell unbestätigten Schätzungen sind hunderttausende Uiguren in Umerziehungslager gesteckt worden, die China allerdings nur als Fortbildungszentren beschreibt. Uiguren sind ethnisch mit den Türken verwandt und fühlen sich von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frühere Ostturkestan der Volksrepublik einverleibt. Peking wirft uigurischen Gruppen Terrorismus und Separatismus vor.