30. Juli 2020 / 15:40 Uhr

BVB-Star Julian Brandt: Mesut Özil als Gesicht des WM-Debakels 2018 war "Quatsch"

BVB-Star Julian Brandt: Mesut Özil als Gesicht des WM-Debakels 2018 war "Quatsch"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Julian Brandt hat sich vor seinen ehemaligen Nationalmannschafts-Kollegen Mesut Özil gestellt.
Julian Brandt hat sich vor seinen ehemaligen Nationalmannschafts-Kollegen Mesut Özil gestellt. © Getty Images (Montage)
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Rund um die Weltmeisterschaft 2018 sorgte das Foto von Mesut Özil mit dem türkischen Präsidenten Erdogan für viel Wirbel. Nach dem deutschen Aus in der Gruppenphase wurde es gar als ein Grund für die desolate Leistung angeführt. Julian Brandt hat seinen ehemaligen DFB-Kollegen nun rückblickend verteidigt.

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Julian Brandt sieht seinen ehemaligen Nationalmannschafts-Kollegen Mesut Özil nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 zu Unrecht als Alleinschuldigen hingestellt. "Mesut wurde am Ende ein bisschen zum Gesicht der verkorksten WM. Was ja Quatsch war", sagte Brandt in einem Interview mit 11 Freunde: "Wir haben es alle gemeinsam verkackt."

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Es sei "etwas irritierend" gewesen, dass sich nach dem Foto von Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan "anscheinend die komplette Berichterstattung nur darum gedreht hat", sagte der Offensivspieler von Borussia Dortmund: "Nicht falsch verstehen: Ich finde es gut und wichtig, dass Medien gerade bei politischen Themen viel und hintergründig berichten. Aber ich erinnere mich an das Schweden-Spiel, das wir durch Tonis Freistoß noch gewonnen haben. Direkt danach wirst du wieder gefragt, ob die ersten 75 Minuten wegen des Fotos so schlecht waren, und du denkst: Warum geht es jetzt nicht um das Schweden-Spiel?"

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Brandt: WM-Aus vieleicht nötig "um etwas Neues aufzubauen"

Als erstes deutsches Team in der WM-Vorrunde gescheitert zu sein "macht sich nicht gerade gut in der Vita, ist aber passiert", sagte Brandt: "Vielleicht brauchte es dieses Aus auch, um etwas Neues aufzubauen." Auf die Frage, ob Bundestrainer Joachim Löw auf die falschen Spieler gesetzt habe, antwortete der 24-Jährige: "Das kann man leicht hinterher so bewerten, aber vorher nicht wissen. Ich konnte Löw jedenfalls voll verstehen. Er zeigte sich loyal und fühlte sich in einzelnen Fällen womöglich auch ein wenig zu Dank verpflichtet."