15. April 2019 / 08:24 Uhr

Meuselwitz dicht am Punktgewinn dran

Meuselwitz dicht am Punktgewinn dran

Jörg Wolf
Leipziger Volkszeitung
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Das Weber-Team legt gegen Rot-Weiß Erfurt eine bärenstarke zweite Halbzeit hin, unterliegt aber knapp mit 1:2 (0:2).

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Meuselwitz. Wer am Sonntag den ZFC Meuselwitz in seiner Partie gegen den FC Rot-Weiß Erfurt verfolgen wollte, brauchte warme und nässeabweisende Kleidung. Denn in der Bluechip-Arena herrschte regnerisches und kaltes Wetter. Und auch auf dem Rasen wollte so rechte Hochstimmung nur beim zahlreich mitgereisten Erfurter Anhang aufkommen.

Zur Halbzeit 0:2 hinten

Denn die hatten in dieser Partie das Geschehen nebst Gegner vor 982 Zuschauern in der ersten Halbzeit gut im Griff. Vor allem wenn bei den Blumenstädtern George Kelbe, Velimir Jovanovic oder Andis Shala vor dem Kasten von Tom Pachulski auftauchten, brannte es lichterloh. Und jener Jovanovic hatte die Gäste auch beizeiten in Führung gebracht. In der 7. Minute bekam die Meuselwitzer Defensive das Leder einfach nicht aus der eigenen Gefahrenzone weg. Und Jovanovic ließ sich dies Chance nicht entgehen. Den Hausherren stand gut zu Gesicht, dass sie sich nach diesem frühen Rückstand nicht kirre machen ließen, sondern selber mit Aktionen den Erfolg suchten. Beispielsweise tauchte Andy Trübenbach mehrfach gefährlich vor dem Erfurter Tor von Cichos auf. Aber ausrichten konnte der nicht allzu viel.

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Eine starke Leistung in er zweiten Halbzeit reicht dem ZFC Meuselwitz gegen Erfurt nicht, um einen Punkt zu holen. Die Weber-Elf unterliegt 1:2. Zur Galerie
Eine starke Leistung in er zweiten Halbzeit reicht dem ZFC Meuselwitz gegen Erfurt nicht, um einen Punkt zu holen. Die Weber-Elf unterliegt 1:2. © Mario Jahn
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Anders die Erfurter, die nach einer kurzen Phase des gebremsteren Spiels wieder die Zügel anzogen und für förmlichen Dauerdruck sorgten. In der 24. Minute stand dann Petar Lela nach einer Ecke goldrichtig und konnte zum 2:0 einnicken. Dabei blieb es bis zur Halbzeit. Geht da noch was?, fragten sich die ZFC-Fans in der Pause. Für den zweiten Durchgang wechselte ZFC-Trainer Heiko Weber mit Rintaro Yajima und Nikos Giannitsanis mehr Offensive ein. Und die Partie gewann durchaus an Fahrt.

Schwere Verletzung bei Sahanek

In der 59. Minute wurden die Bemühungen des Gastgebers belohnt. Der eingewechselte Giannitsanis konnte einen Konter der Meuselwitzer zum 1:2-Anschluss unterbringen. In Szene gesetzt wurde der Grieche vom flinken Japaner Yajima. Jetzt bekam der ZFC im wahrsten Sinne des Wortes die zweite Luft. Bezeichnend in dieser Druckphase: Erfurts Keeper Cichos sah wegen Zeitspiels die gelbe Karte vom Unparteiischen. Da geht noch was, dachten sich die Spieler des ZFC um Kapitän Pierre le Beau hingegen und rannten gen RWE-Tor an. So setzte in der 73. Minute wieder Giannitsanis einen Freistoß aus 20 Meter rund einen Meter über das Tor.

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Kurz vor Schluss nochmals Aufregung, als Paul Sahanek im Strafraum liegenblieb und später gegen René Weinert ausgewechselt werden musste. Sahanek erlitt vermutlich einen Schulterbruch. RWE hingegen hatte sich in diesen letzten zehn Minuten der Partie fast völlig zurückgezogen und wollte den knappen Vorsprung nur noch mit Mann und Maus verteidigen. Und sie brachten diesen Knappsten aller Vorsprünge über die Zeit, auch wenn Schiri Bärmann vier Minuten Nachspielzeit gab. Da wäre mehr für den ZFC drin gewesen. Erfurts Trainer Brdaric atmete tief durch: „Wir wollten selbstverständlich die 2:5-Scharte von Auerbach auswetzen und wussten, wie schwer es hier in Meuselwitz wird. Für uns ist es das dritte Spiel binnen acht Tagen gewesen, weshalb das Team auch auf dem Zahnfleisch kroch. Aber die erste Halbzeit war von uns sehr gut. Dann machte natürlich Meuselwitz mehr auf und kam besser. Wir hingegen kamen zeitweise ins Schwimmen. ZFC-Trainer Heiko Weber: „Die ersten 20 Minuten waren für uns völlig zum Vergessen und wir agierten wie der Hase vor der Schlange. Vielleicht haben wir auch unseren Gegner nach den Niederlagen in Rathenow und Auerbach ein wenig unterschätzt. Nach dem 0:2 war die Partie gelaufen. Aber die Trotzreaktion im zweiten Durchgang war gut.“

Dee Statistik zum Spiel:

Torfolge: 0:1 Jovanovic (6.), 0:2 Lela (25.), 1:2 Giannitsanis (60.).

ZFC: Pachulski - Raithel, Strietzel, Le Beau, Sahanek (77. Weinert) - Ernst - Dartsch (46. Giannitsanis), Stenzel, Lubsch (46. Yajima) - Trübenbach, Hajrulla.

SR: Bärmann (Leipzig).

ZS: 982.

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