23. Oktober 2021 / 10:24 Uhr

Meuselwitz empfängt Eilenburg: „Nicht alle im Abstiegskampf angekommen“

Meuselwitz empfängt Eilenburg: „Nicht alle im Abstiegskampf angekommen“

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Gegen den Tabellennachbarn und -letzten müssen für den ZFC Meuselwitz drei Punkte her.
Gegen den Tabellennachbarn und -letzten müssen für den ZFC Meuselwitz drei Punkte her. © Mario Jahn
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Weder für die einen, noch für die anderen lief es in der Saison bisher nach Plan: Der Tabellen-19. Meuselwitz hat am Sonntag das Schlusslicht aus Eilenburg zu Gast.

Meuselwitz. Es ist ein Topspiel der Fußball-Regionalliga Nordost, allerdings am unteren Ende der Tabelle: Am Sonntag, 13.30 Uhr, empfängt der ZFC Meuselwitz als Vorletzter das Schlusslicht, den FC Eilenburg in der Bluechip-Arena zu einem sogenannten Kellerduell. Meuselwitz hat neun Punkte aus drei Siegen auf dem Konto, Eilenburg sieben und dieses aus vier Remis und einem Sieg. Dieser war überhaupt der erste Saison-Dreier für die Eilenburger und stammt erst vom vergangenen Sonntag.

„Noch nicht alle richtig im Abstiegskampf angekommen“

Dieses 3:1 gegen Germania Halberstadt hat sich ZFC-Trainer David Bergner angesehen. „Die Eilenburger haben nach Rückstand verdient gewonnen, weil sie sich als Team mit Willen gezeigt haben“, zollt der ZFC-Coach Respekt und schlussfolgert diesen Sonntag: „Das wird eine Riesenaufgabe für uns, wir müssen kompakt verteidigen, nach Umschaltsituationen seriös nach vorn spielen.“ Was so viel heißt, wie genau zu passen, um die Angriffe auch richtig und möglichst mit einem Treffer zu Ende zu bringen.

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Das klappte in der Vergangenheit bekanntlich längst nicht immer, aber im jüngsten Heimspiel, dem Nachholer gegen Tennis Borussia, sprang immerhin ein 3:1-Erfolg heraus. Die Abwehr der Meuselwitzer machte ihre Sache dabei ebenfalls passabel, was die Hoffnung nährt, dass solche Defensivpatzer wie in den Wochen zuvor der Vergangenheit angehören. Vorsichtshalber mahnt Bergner aber eben Kompaktheit in der Defensive an.

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Die Stimmung im Team sei gut, hat der neue Trainer beobachtet: „Es ziehen alle gut mit. Aber ich habe ein bissl das Gefühl, dass noch nicht alle richtig im Abstiegskampf angekommen sind. Es ist gefährlich zu glauben, wir seien in Wirklichkeit besser, als unser Tabellenplatz“, warnt er. Wenn man besser sei, müsse man das auf dem Platz beweisen. Deshalb ist zumindest Bergner klar: „In jedem Spiel müssen wir an unser Maximum gehen, um zu punkten“ Dies gelte gegen jeden Gegner, auch gegen die einzige noch hinter dem ZFC stehende Mannschaft, die vom FCE.

Gradmesser Cottbus?

Die Gäste dürften angesichts ihres jüngsten Lichtblicks mit einem gewissen Rückenwind anreisen. „Für uns geht jetzt die heiße Phase los. Auch wenn uns noch ein paar wichtige Spieler verletzt fehlen, werden wir uns wehren“, kündigt FCE-Präsident Steffen Tänzer an. „Erstmal müssen uns alle schlagen, ich sehe uns keineswegs als sicheren Absteiger. Die Chemie in unserer Truppe stimmt.“

FCE-Trainer Nico Knaubel ist taktisch ebenso gewieft wie Bergner. Interessant dürfte also sein, wie beide Teams die für den Klassenerhalt bereits hochwichtige Partie angehen. Beide haben noch einige Verletzte, beim ZFC hat sich an der Personalsituation gegenüber der Vorwoche nichts geändert. Apropos Vorwoche: Die Meuselwitzer unterlagen da bekanntlich in Cottbus 0:3. Klingt nicht überragend, sieht aber mit dem Wissen um die 0:9-Klatsche, die der FC Eilenburg an gleicher Stelle erlitt, relativ harmlos aus. Doch solche Vergleiche lassen für direkte Aufeinandertreffen leider gar keine nutzbringenden Schlüsse zu.