16. Dezember 2020 / 08:55 Uhr

Meuselwitz-Trainer Pinder hätte lieber englische Wochen als Playoffs

Meuselwitz-Trainer Pinder hätte lieber englische Wochen als Playoffs

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Der Trainer von ZFC Meuselwitz, Holm Pinder, in der Partie gegen Union Fürstenwalde.
Holm Pinder ist das vom Berliner AK vorgeschlagene Konzept zu umständlich und befürchtet, dass es die Liga zerteilen würde. © Mario Jahn
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Der ZFC Meuselwitz trainiert noch bis Freitag, bevor es dann in die Weihnachtspause geht. Wie es am 4. Januar in der Regionalliga Nordost weitergeht, steht noch nicht fest. Der ZFC-Trainer Holm Pinder würde es bevorzugen, wenn mit englischen Wochen weitergespielt wird.

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Meuselwitz. Das von Regionalliga-Konkurrent Berliner AK zu Beendigung der Saison vorgeschlagene Modell mit Aufteilung in verschiedene Gruppen und anschließenden Playoffs stößt beim ZFC Meuselwitz nicht eben auf Gegenliebe. „Das ist viel zu kompliziert und würde die Liga auseinanderreißen. Wir spielen schließlich nicht Champions League“, sagte ZFC-Trainer Holm Pinder am Dienstag dem SPORTBUZZER.

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Die Zipsensdorfer sähen es lieber, wenn in der vierten Liga so viele Spiele wie möglich regulär ausgetragen würden. „Ein Modell mit englischen Wochen wäre für uns das Optimum, um die Chancengleichheit zu gewährleisten. Aber das ist natürlich vom Corona-Faktor abhängig“, so Pinder. Problem des Corona-Faktors: Er lässt sich nicht vorhersehen und schon gar nicht berechnen.

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Davon unabhängig trainiert die Mannschaft noch bis Freitag und verabschiedet sich dann in die Weihnachtspause. Am 4. Januar soll es wieder losgehen. Allerdings sind auch diese Pläne (mal wieder) nicht in Stein gemeißelt. „Wir hoffen, dass wir bald einen ungefähren Termin für den Neustart der Liga haben. Wir können ja auch nicht zehn Wochen Vorbereitung machen“, erklärt Pinder. „Irgendwann kommst du dir selber blöd vor, wenn du den Spielern alle zwei Tage etwas anderes erzählst, wie es weitergeht.“

Immerhin seien die Spieler bei den Einheiten trotz Kurzarbeit und allen Unwägbarkeiten mit Elan bei der Sache. „Wir haben sehr ordentlich und relativ viel trainiert, damit der Substanzverlust nicht zu groß wird“, berichtet der coachende Vizepräsident. Nur der komplette Kader stand wegen diverser kleinerer gesundheitlicher Probleme nie zur Verfügung. Da kommt die Weihnachtspause gerade recht. „Über die Feiertage sollen die Jungs ruhig mal komplett runterfahren. Es ist ein ereignisreiches Jahr gewesen“, sagt Holm Pinder. Da mag man ihm irgendwie nicht widersprechen.