15. August 2022 / 10:42 Uhr

"Zu launisch in der Körpersprache": Was Michael Ballack von Bayern-Star Leroy Sané fordert

"Zu launisch in der Körpersprache": Was Michael Ballack von Bayern-Star Leroy Sané fordert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack (eingeklinkt) kritisiert die Körpersprache von Bayerns Leroy Sané.
Ex-Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack (eingeklinkt) kritisiert die Körpersprache von Bayerns Leroy Sané. © IMAGO/MIS, Moritz Müller (Montage)
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Nach Ansicht von Michael Ballack steht sich Leroy Sané derzeit selbst im Weg. Der ehemalige DFB-Kapitän erklärt, woran der Nationalspieler arbeiten muss, um sich für Bayern-Trainer Julian Nagelsmann unverzichtbar zu machen.  

Nationalspieler Leroy Sané muss nach Meinung des früheren DFB-Kapitäns Michael Ballack weiter an seiner Ausstrahlung auf dem Platz arbeiten. "Er ist ab und zu ein bisschen launisch in der Körpersprache. Das muss er nicht, das darf er nicht, wenn er zu einem absoluten Weltklassespieler werden will", sagte Ballack am Rande des 2:0 des FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg über den zur zweiten Halbzeit bei den Münchnern eingewechselten Sané. Der 26-Jährige habe charakterlich "hier und da Luft nach oben", um sein Potenzial auszuschöpfen, fügte Ballack bei DAZN hinzu.

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Sané war schon beim Supercup gegen DFB-Pokalsieger RB Leipzig (5:3) wie auch zum Ligastart bei Eintracht Frankfurt (6:1) von Trainer Julian Nagelsmann jeweils nur eingewechselt worden. Gegen Wolfsburg zeigte sich der Offensivspieler sehr bemüht und wurde mit zwei Torschüssen gefährlich, leistete sich aber zum Unmut des Publikums auch einige leichte Ballverluste. "Wenn ich mit so viel Talent gesegnet bin, ist es immer schade, wenn man es nicht abruft", sagte Ballack. Diesen von außen geäußerten Anspruch müsse sich Sané gefallen lassen. Wenn der Bayern-Star seine Möglichkeiten ausschöpfe, zeigte sich Ballack "sicher, dass er auch in der Bayern-Mannschaft Platz in der ersten Elf hat, dauerhaft".

Seit seinem rund 60 Millionen Euro teuren Transfer von Manchester City nach München im Sommer 2020 gleicht Sanés Zeit beim deutschen Rekordmeister einer Achterbanfahrt, bei der sich bärenstarke Phasen und Formtiefs abwechseln. Die derzeitige Joker-Rolle des Nationalspielers hatte Nagelsmann schon vor dem Spiel gegen Wolfsburg erklärt. "Klar ist er nicht zufrieden, dass er nicht beginnt", meinte der Coach und begründete dies mit den starken Leistungen von Sanés Konkurrenz. Nagelsmann ergänzte: "Leroy ist einer, der nicht beleidigt ist, sondern er ist einer, der versucht anzupacken. Du brauchst auch immer wieder Spieler von der Bank, die den Unterschied machen können."