17. April 2019 / 10:01 Uhr

Michael Ballack schießt gegen Joachim Löw und will José Mourinho beim FC Bayern

Michael Ballack schießt gegen Joachim Löw und will José Mourinho beim FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Michael Ballack hat sich in einem Interview über Joachim Löw und José Mourinho geäußert.
Michael Ballack hat sich in einem Interview über Joachim Löw und José Mourinho geäußert. © Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images-Montage
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Wo steht die deutsche Nationalmannschaft aktuell? Darüber hat sich Ex-"Capitano" Michael Ballack in einem Interview seine Gedanken gemacht. Der 42-Jährige geht hart mit Bundestrainer Joachim Löw ins Gericht. Zudem schlägt er seinen Ex-Coach José Mourinho als zukünftigen Bayern-Trainer vor.

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Seit dem WM-Aus im vergangenen Jahr wird der Mann, der Deutschland 2014 zum Weltmeistertitel führte, kritisch beäugt. Der Abstieg in der Nations League und die Ausbootung der drei Bayern-Profis Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller taten ihr Übriges. Selbst der erfolgreiche DFB-Auftakt in die EM-Qualifikation im März mit einem 3:2-Erfolg gegen Erzrivale Holland konnte längt nicht alle Zweifel am Bundestrainer und dessen Arbeit aus dem Weg räumen. Nun hat sich mit Michael Ballack ein ehemaliger Löw-Spieler im Interview mit der Sport Bild zu Wort gemeldet und seinen Ex-Trainer deutlich angezählt.

Aus Sicht des einstigen "Capitanos" sei die Entwicklung der Nationalmannschaft in letzter Zeit nicht optimal. "Ein Bundestrainer wird generell an Erfolgen bei Turnieren gemessen. Wenn sich aber die Nationalelf mit einer derartigen Qualifikation bei der WM so präsentiert wie in Russland und in der Vorrunde scheitert, dann stimmt etwas nicht", schlussfolgert Ballack. Zwar gestehe der 42-Jährige dem Bundestrainer zu, der Mannschaft eine tolle Art von Fußballspielen vermittelt zu haben ("Da war er jahrelang Vorreiter"), doch habe er nicht das Gefühl, dass er auf die gezeigten Leistungen bei der WM konkrete Antworten hat.

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Ballack: "Löw hat in Sachen Kommunikation Luft nach oben"

Sämtliche Löw-Entscheidungen seien nach Einschätzung Ballacks aus dem Druck des Ausscheidens und Misserfolgs zustandegekommen. "Das ist menschlich. Jetzt hat er die Reißleine gezogen, indem er mit Hummels, Boateng und Müller drei Spieler rasiert hat. Das mag öffentlichkeitswirksam sein. Das ist aber ein riesengroßer Einschnitt. Das sollten wir hinterfragen", so der 98-fache Nationalspieler.

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Vor allem der Weg, den Löw wählte, um den drei Bayern-Profis und Weltmeister ihr DFB-Aus bekanntzugeben, stößt Ballack unangenehm auf: "Es wertet jeden einzelnen Spieler ab, wenn der Bundestrainer morgens zum Trainingsgelände des FC Bayern fährt und seine Entscheidung den drei Spielern auf diese Art und Weise mitteilt." Auch wenn der Coach seine Beweggründe dafür haben möge, steht für Ballack fest: "Aus meiner Sicht hat er in Sachen Kommunikation bei schwierigen Entscheidungen Luft nach oben. Das hat ja schon die Vergangenheit bei dem einen oder anderen Spieler gezeigt."

Darum würde Mourinho dem FC Bayern und der Bundesliga gut tun!

Michael Ballack kennt nicht nur die Abläufe im DFB-Team aus eigener Erfahrung, sondern auch die an der Säbener Straße. Von 2002 bis 2006 schnürte er seine Fußballschuhe für den FC Bayern ehe er beim FC Chelsea mit José Mourinho zusammenarbeitete. Ein Trainer, den sich der gebürtige Görlitzer auch gut auf der Bank des deutschen Rekordmeisters vorstellen könnte. "Warum nicht? Er hat nicht nur einen ganz großen Namen und einen exzellenten Ruf, er verfügt auch über sehr viel Erfahrung ist besessen davon, Titel zu gewinnen. Früher war der FC Bayern oft ein Thema, wenn wir uns unterhalten haben", erinnert sich Balllack.

Auch wenn man respektieren müsse, dass der aktuelle Bayern-Trainer Niko Kovac heiße, könne Ballack nicht abstreiten, dass eine Verpflichtung von Mourinho dem Klub und der Bundesliga einen gewissen Glanz verleihen würde. Vor allem mit Blick auf namhafte Spielertransfers könnte sich diese Personalie als wertvoll erweisen: "Mit Trainern wie Mourinho ist es für einen Klub wahrscheinlich einfacher, Top-Stars zu kriegen."

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