01. Februar 2021 / 20:09 Uhr

Michael Heintz: Dreimal von Lorkowski rausgeschmissen - dreimal zurückgeholt

Michael Heintz: Dreimal von Lorkowski rausgeschmissen - dreimal zurückgeholt

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Michael Heintz 1989 im Trikot der Störche.
Michael Heintz 1989 im Trikot der Störche. © Nawe
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Der Sportbuzzer blickt zurück auf die Karrieren regionaler Fußballgrößen. Heute richtet sich unser Fokus auf den ehemaligen Holstein-Spieler Michael Heintz, der in 71 Spielen für die Kieler Störche in der Oberliga auflief.

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Insgesamt 71 Spiele absolvierte Michael Heintz von 1985 bis 1991 für den damaligen Oberligisten Holstein Kiel. Hinzu kommen 86 Auftritte im Dress der Zweiten der KSV. 10 Treffer gelangen dem schnellen Außenstürmer dabei für die erste Mannschaft. Doch jetzt ist es ruhig geworden um einen der schillerndsten Fußballer im Großraum Kiel, der sich selber als Straßenfußballer bezeichnet.

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Im Jahre 1969, als fünfjähriger Knirps, begann Heintz beim SV Ellerbek dem runden Leder hinterherzujagen. Bis Juli 1985 hielt „Heintzi“ dem Ostuferclub die Treue. „Es haben sich tolle Freundschaften entwickelt. Noch heute habe ich Kontakt zu ehemaligen Weggefährten wie Dirk Schwarten, Bernd Markwardt und Burkhard Steckel. Die Zeiten haben einen natürlich geprägt und ich freue mich, dass ein regelmäßiger Kontakt besteht“, erklärt der 56-Jährige, den es nach Mecklenburg-Vorpommern verschlagen hat.

Die A-Junioren des SV Ellerbek (Michael Heintz ist mit dem schwarzen Pfeil gekennzeichnet).
Die A-Junioren des SV Ellerbek (Michael Heintz ist mit dem schwarzen Pfeil gekennzeichnet). © Privat

„Die Liebe hat mich nach Boizenburg gebracht“, verrät der bekennende Gladbach-Fan, der 1985 ins Nest der Störche wechselte. „Es gibt Anekdoten, die werde ich nie vergessen. Unser damaliger Trainer Michael Lorkowski hat mich dreimal rausgeschmissen und dreimal wieder zurückgeholt. Dann hat er wohl doch viel von mir gehalten“, lacht Heintz heute noch. Die schönsten Spiele absolvierte der einstige Flügelflitzer am Millerntor in Hamburg. „Da war die Stimmung immer klasse. Das hat einen noch zusätzlich gepusht. Aber das beste Spiel von mir war wohl gegen den VfL Wolfsburg. Wir haben seinerzeit 3:0 gewonnen und ich habe zwei Tore vorbereitet“, erinnert sich Heintz.

Zudem verfolgt er auch heute noch die Spiele der Kieler in der 2. Bundesliga. „Die Entwicklung bei Holstein ist super, weil dort kompetente Männer an Bord sind. So ein Umfeld hätten wir uns früher auch gewünscht. Zudem haben sie mit Ole Werner einen überragenden Trainer,“ schwärmt Heintz. Auch heute noch streift der zweifache Opa gelegentlich das Holstein-Trikot über. „Ich laufe, wenn es die Zeit zulässt, für die Holstein-Traditionsmannschaft auf. Mit ehemaligen Spielern von damals nochmal aufzulaufen, ist schon fein. Das macht immer wieder Spaß“, gibt Heintz zu.

Heintzi im Buch 100 Jahre Holstein Kiel.
"Heintzi" im Buch "100 Jahre Holstein Kiel". © Nawe

Gerüchten zufolge sollte „damals“ zu Holstein-Zeiten“ 1860 München ein Auge auf den ehemaligen Isoliertechniker geworfen haben. „Die Möglichkeit, im Profigeschäft Fuß zu fassen bestand wohl, aber ich habe immer die Kameradschaft vorgezogen“, so Heintz, den es dann 1991 an die Nordseeküste zum TSV Büsum zog. 21 Spiele bestritt er für den Club von der Zeppelinstraße in der Verbandsliga. Es folgten 105 weitere Spiele für den TSV Altenholz, ehe Heintz seine Karriere beendete.

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