09. Oktober 2020 / 15:07 Uhr

Manager Henke tritt Trainer Saibene: Tumulte nach Drittliga-Spiel zwischen Kaiserslautern und Ingolstadt

Manager Henke tritt Trainer Saibene: Tumulte nach Drittliga-Spiel zwischen Kaiserslautern und Ingolstadt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eklat in der 3. Liga: Ingolstadt-Manager Michael Henke (li.) hat Lautern-Trainer Jeff Saibene (ganz rechts) getreten.
Eklat in der 3. Liga: Ingolstadt-Manager Michael Henke (li.) hat Lautern-Trainer Jeff Saibene (ganz rechts) getreten. © imago images/Stefan Bösl (Montage)
Anzeige

Michael Henke, ehemaliger Trainer-Assistent von Ottmar Hitzfeld, hat für einen Eklat gesorgt. Der heutige Manager des FC Ingolstadt trat Kaiserslauterns Trainer Jeff Saibene nach dem Drittliga-Spiel am Mittwochabend.

Anzeige

Nach der Drittliga-Partie zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem FC Ingolstadt ist es zu bizarren Szenen gekommen. Nachdem FCK-Trainer Jeff Saibene zum obligatorischen Handshake und wohl einem kurzen Austausch über einen nicht anerkannten Treffer von Marvin Pourie in der Schlussphase zu Schiedsrichter Asmir Osmanagic geeilt war, gesellte sich auch FCI-Sportdirektor Michael Henke dazu. Wenig später sorgte der Manager dann für einen handfesten Eklat, als er Saibene von hinten in die Beine trat - ohne große Wucht, für Saibene aber dennoch spürbar. Nach seiner Aktion machte Henke umgehend kehrt und eilte davon. Saibene hingegen kochte und konnte von den umstehenden Personen nur mit Mühe zurückgehalten werden.

Anzeige

Saibene reagiert nach erster Wut gelassen auf Henke-Tritt

"Sie haben die Bilder ja gesehen: Kein Kommentar", meinte Saibene anschließend bei MagentaSport. Auch auf der Pressekonferenz gab sich der Coach souverän und war um Deeskalation bemüht: "Das ist nicht der Rede wert. Es war ein kleines Gerangel. Ich habe einen Tritt von ihm gespürt, aber alles komplett harmlos." Was genau zu Henkes Verhalten geführt hatte, blieb unklar. Die beiden Protagonisten sind einander allerdings bestens bekannt: Saibene arbeitete bis zu seiner Entlassung im vergangenen März als Trainer beim FCI, Anfang Oktober unterschrieb er dann in Kaiserslautern.

Mehr vom SPORTBUZZER

Henke entschuldigt sich bei Saibene

Henke tat seine Aktion später leid. "Ich entschuldige mich bei Jeff, wie ich reagiert habe", sagte der 63-Jährige dem Donaukurier und bezeichnete seine Aktion sogar "dumm". Und weiter: "Ich hatte nie ein Problem mit ihm. Er ist ein super Typ und Trainer, und hat uns nach dem Abstieg sehr geholfen." Henke, ehemaliger Trainer-Assistent von Ottmar Hitzfeld, arbeitet seit April 2019 wieder in Ingolstadt, nachdem er für den Klub bereits vor einem knapp einjährigen Engagement in China tätig war. Sportlich endete das Spiel zwischen Kaiserslautern und dem FCI 1:1. Überschattet wurde die Partie von einer schweren Verletzung von Dominik Schad. Lauterns Abwehrspieler musste nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Rico Preißinger vom Feld getragen werden. Mit einem Wadenbeinbruch wird der Rechtsverteidiger wohl sechs Monate ausfallen.