03. Juni 2019 / 16:47 Uhr

Michel Platini rechnet mit FIFA-Boss Gianni Infantino ab: "Nicht glaubwürdig"

Michel Platini rechnet mit FIFA-Boss Gianni Infantino ab: "Nicht glaubwürdig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Michel Platini (l.) kritisiert FIFA-Boss Gianni Infantino hart
Michel Platini (l.) kritisiert FIFA-Boss Gianni Infantino hart © imago sportfotodienst
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Mit harten Worten und beißender Kritik hat der frühere UEFA-Präsident Michel Platini mit FIFA-Präsident Gianni Infantino abgerechnet: Nur weil er bei Aulosungen die Kugel gezogen habe, könne Infantino den Verband nicht repräsentieren.

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Der frühere UEFA-Präsident Michel Platini hat den derzeitigen Fußball-Weltverbandschef Gianni Infantino kurz vor dessen erwarteter Wiederwahl mit scharfen Worten attackiert. „Für mich ist er nicht glaubwürdig als FIFA-Präsident und er hat auch nicht die Legitimität, um den Fußball zu repräsentieren“, sagte der derzeit gesperrte Platini am Montag in Paris in einer Runde mit europäischen Zeitungen.

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„Nur weil du Kugeln (bei Auslosungen) gezogen hast, kannst du nicht die FIFA repräsentieren.“ Unter Platini als Chef der Europäischen Fußball-Union UEFA hatte der damalige Generalsekretär Infantino stets die Loszeremonien unter anderem für Europameisterschaften und die Champions League sowie Europa League geleitet. In seiner früheren UEFA-Funktion sei er ein guter Jurist gewesen, sagte der 63 Jahre alte Franzose über seinen ehemaligen Weggefährten.

Platini: Infantino hat zehn Jahr lang "ständig über die FIFA abgekotzt"

„Aber wie kann jemand, der zehn Jahre lang ständig über die FIFA abgekotzt hat, sich selbst als FIFA-Präsident wiederfinden? Ich war überrascht, dass er als Präsident kandidiert“, sagte Platini. Infantino steht am Mittwoch beim FIFA-Kongress in Paris ohne Gegenkandidaten vor der Wiederwahl als Chef des Weltverbands. Der frühere Weltklassespieler Platini war im Jahr 2015 von der FIFA-Ethikkommission zunächst für acht Jahre gesperrt worden. Grund war eine Zahlung in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken durch den damaligen Weltverbandschef Joseph Blatter aus dem Jahr 2011. Platinis Sperre wurde später auf vier Jahre reduziert und läuft im Oktober ab.

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