02. Dezember 2020 / 17:27 Uhr

Kommentar zum Formel-1-Debüt von Mick Schumacher: Man sollte keine Wunderdinge erwarten

Kommentar zum Formel-1-Debüt von Mick Schumacher: Man sollte keine Wunderdinge erwarten

André Batistic
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mick Schumacher fährt ab der kommenden Saison in der Formel 1. SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic mahnt davor, Schumi Junior nicht mit übertriebenen Erwartungshaltungen nicht zu sehr unter Druck zu setzen.
Mick Schumacher fährt ab der kommenden Saison in der Formel 1. SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic mahnt davor, Schumi Junior nicht mit übertriebenen Erwartungshaltungen nicht zu sehr unter Druck zu setzen. © imago images/Motorsport Images
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Jetzt ist es perfekt: Genau 30 Jahre nach dem Formel-1-Debüt seines Vaters wird Mick Schumacher in der kommenden Saison in der Königsklasse des Motorsports für das Haas-Team an den Start gehen. SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic mahnt, dass man von dem 21-Jährigen nicht sofort Wunderdinge erwarten sollte.

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Natürlich darf etwas Hype erlaubt sein: Erstmals seit 2012 fährt wieder ein Schumacher in der Formel 1. Und dann auch noch der Sohn des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher, der den Motorsport in Deutschland einst auf ein komplett neues Level hob. Doch Vorsicht: Wer nun glaubt, dass Mick Schumacher sofort eine echte Konkurrenz für Lewis Hamilton werden kann, sollte seine Erwartungshaltung um ein gehöriges Stück zurückschrauben. Schumacher ist hochtalentiert - keine Frage. Doch Hamilton, der sich in der nächsten Saison zum alleinigen Rekord-Weltmeister krönen und Schumacher Senior überholen könnte, ist dann doch noch eine etwas größere Nummer.

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Mick ist (noch) kein Michael. Der kommende Haas-Pilot ist erst 21 Jahre alt – und hat, obwohl er in der Formel 2 als WM-Führender in den letzten Grand Prix am kommenden Wochenende geht, noch viel zu lernen. Während Schumi Junior in den Rennen zu den besten Fahrern in der F2 gehört, ist er auf einer schnellen Runde (keine Pole Position in diesem Jahr) höchstens Durchschnitt. Zudem fährt er in den Rennen gefühlt zu oft am Limit und ist deshalb auch etwas anfällig für Fehler.

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Schumachers Debüt-Saison ist bereits gelungen, wenn er seinen Teamkollegen schlägt

Genau deshalb muss Mick Schumachers erstes Saison in der Formel 1 auch als Entwicklungsjahr angesehen werden. Mit dem Haas - eines der schlechtesten Autos im Feld - wird er sowieso höchstens nur kleinere Glanzpunkte setzen können. Die Saison sollte schon als gelungen betrachtet werden, wenn er regelmäßig seinen Teamkollegen Nikita Mazepin, der ebenfalls aus der Formel 2 aufgestiegen ist, schlägt.

Deshalb: Man darf nicht enttäuscht sein und sollte den jungen Deutschen nicht sofort abschreiben, wenn er im Haas nur um Platz 17 oder 18 kämpft. Mick Schumacher ist eines der größten Talente seiner Generation. Es wäre schade, wenn man ihn nur anhand seines Nachnamens beurteilt.