27. Februar 2022 / 15:00 Uhr

Brandenburgliga: Miersdorf/Zeuthen übernimmt die Rote Laterne

Brandenburgliga: Miersdorf/Zeuthen übernimmt die Rote Laterne

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Dieser Abschluss von Dennis Ritter (r.) kurz vor der Halbzeitpause ging deutlich über das Gästetor. 
Dieser Abschluss von Matthias Ritter (r.) kurz vor der Halbzeitpause ging deutlich über das Gästetor. © Oliver Schwandt
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Brandenburgliga: SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen unterliegt zu Hause dem SV Falkensee-Finkenkrug und rutscht auf den letzten Tabellenplatz ab.

Deutlicher Rückschlag im Abstiegskampf für die Brandenburgliga-Fußballer des SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen! Gegen den SV Falkensee-Finkenkrug verloren sie vor 100 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz in Zeuthen mit 1:3 (0:1) und rutschten durch den Sieg des FSV Bernau gegen den FC Eisenhüttenstadt (3:0) auf den letzten Tabellenplatz ab (acht Punkte). Natürlich war Eintracht-Coach Alexander Schröder nach der neunten Saisonniederlage für seine Mannschaft unzufrieden: „Wir können personell aus dem Vollen schöpfen – und dann kommt so eine Leistung dabei heraus. Keiner hatte Normalform, keiner hat sein Potenzial abgerufen. Klar, wir hatten eine lange Pause, einige waren krank – aber das kann keine Entschuldigung sein.“

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Wegen des derzeitigen Krieges in der Ukraine gab es vor dem Anpfiff eine Gedenkminute. Aus Solidarität mit den Menschen dort hielten Spieler und Schiedsrichter die ukrainische Fahne in ihren Händen. Nach diesem kurzen Innehalten erwischten die Dahmeländer den deutlich besseren Start in die Begegnung. Bereits nach 180 Sekunden probierte sich der sehr auffällig agierende Johannes Neubauer mit einem Linksschuss aus 25 Metern, den FF-Keeper Daniel Bittner jedoch locker parierte. Richtig stark hielt der Gästekeeper den Freistoß von Neubauer, als er den Abschluss des Eintracht-Akteurs aus 18 Metern noch aus der linken unteren Ecke kratzte (14.).

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Anschließend hätten die Gastgeber in Führung gehen müssen. Erst tanzte Jonas Greib drei Gegenspieler aus, passte anschließend zu Thede Rosenboldt. Der Mittelfeldakteur hatte mit seinem Abschluss ziemlich viel Pech, sein Linksschuss aus 14 Metern klatschte an den rechten Pfosten (16.). Mit ihrer ersten Tormöglichkeit überhaupt gingen die Osthavelländer in Führung. Erst brachte Nick Halt von der rechten Seite einen Freistoß in den Sechzehner. Der nicht konsequent geklärte Ball landete bei Sinan Usak, der nicht lange fackelte und mit einem abgefälschten Schuss aus 18 Metern über Eintracht-Schlussmann Sebastian Vogel hinweg die zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Gästeführung markierte (18.).

Der SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen hatte noch vor der Pause gute Chancen zum Ausgleich zu verzeichnen, doch Johannes Neubauer verzog einmal drüber (31.) und einmal aus spitzem Winkel vorbei (38.). In der letzten Spielminute des ersten Abschnitts probierte sich noch Matthias Ritter, doch auch sein Distanzschuss verfehlte das Gehäuse der Gäste recht deutlich.

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Gutschmidt erhöhte auf 3:1

Auch nach dem Seitenwechsel gab die Eintracht vorerst auf dem Feld den Ton ab – und wurde dafür auch belohnt. In der 60 Minute lenkte Adrian Ostach das Leder zum 1:1-Ausgleich ins eigene Tor ab. Die Freude über diesen Treffer dauerte bei der Eintracht nur fünf Minuten, denn Linus Eick brachte Falkensee-Finkenkrug wieder in Führung. Tom Gutschmidt stellte mit dem dritten Treffer für die Gäste den Endstand her (70.). „Bei jedem Gegentor, das wir kassierten, haben wir mächtig mitgeholfen. Es hatte einfach keiner meiner Spieler einen guten Tag“, konstatierte Schröder nach der Partie.

120 Sekunden vor dem Abpfiff schickte Schiedsrichter Simon Ferel Johannes Neubauer mit Gelb-Rot vom Feld, weil er sich nach einem Foul beim Referee beschwerte. Er ist somit am nächsten Samstag bei der Begegnung beim SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf gesperrt. „Dieser Platzverweis war dann noch das i-Tüpfelchen. Johannes wurde im gesamten Match sechs-, siebenmal von seinen Gegenspielern gefoult, und es passierte nichts. Da wünsche ich mir schon etwas mehr Fingerspitzengefühl vom Unparteiischen“, ärgerte sich der Eintracht-Coach über die Herunterstellung seines Spielmachers.

SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen: Vogel – Ganzer (12. Kresovic), Alisch, Hammer, Ritter (46. P. Müller), Bernhardt – Kruppe (67. Lind) – Neubauer, Reichardt, Rosenboldt (67. Gülzow) – Greib.

SV Falkensee-Finkenkrug: Bittner – Thümmler, Buschke, Ostach, Kleinert, Crone, Burchardi, Ufak, Irmer (ab 59. Eick), Halt (ab 82. Kumla), Ok (ab 59. Gutschmidt). Trainer: Christian Städing. Co-Trainer Lars Bendzmirowski.

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