11. Januar 2021 / 08:44 Uhr

Mieses Auftaktdrittel der Dresdner Eislöwen sorgt für nächste Pleite

Mieses Auftaktdrittel der Dresdner Eislöwen sorgt für nächste Pleite

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Eislöwen-Trainer Andreas Brockmann war in der Partie gegen Ravensburg sehr unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
Andreas Brockmann war am Sonntag sehr unzufrieden. © Steffen Manig
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Die Dresdner Eislöwen schaffen es nicht, an den Sieg gegen Bietigheim anzuknüpfen. In Ravensburg liegen die Dresdner bereits zur ersten Pause mit 1:5 zurück, wovon sie sich nicht erholen. Am Ende heißt es 3:6 und Trainer Andreas Brockmann ist sauer über die Leistung seines Teams.

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Ravensburg/Dresden. Nachdem die Dresdner Eislöwen am Freitag mit dem Sieg gegen die Bietigheim Steelers Hoffnungen auf eine Trendwende erweckten, gab es zwei Tage später die nächste Enttäuschung. Das Team von Trainer Andreas Brockmann kassierte bei den Ravensburg Towerstars nach einem katastrophalen ersten Drittel eine klare 3:6-Niederlage (1:5, 0:1, 2:0). Für die Elbestädter war dies am 19. Spieltag die 14. Pleite.

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Mit diesem Ergebnis konnte Brockmann keinesfalls zufrieden sein: „Heute muss ich meine Mannschaft auch kritisieren. Lange Busfahrt hin oder her, wir waren nicht bereit. Dazu waren die ersten vier Schüsse gleich alle drin. Wir haben Schritt für Schritt dann ein bisschen besser gespielt, aber Ravensburg hat auch einen Gang zurückgeschaltet. Es ist eine verdiente Niederlage, weil wir nicht bereit waren, in die Zweikämpfe zu gehen und läuferisch dagegenzuhalten“, monierte der Coach.

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Mit ihren Gedanken waren die Dresdner zu Beginn wohl noch im Bus. Nach nicht einmal zwei Minuten kassierte Roope Ranta die erste Strafe. Und es dauerte nicht lange, schon nutzte Robbie Czarnik die Überzahl zur 1:0-Führung. Weil die Elbestädter in der Verteidigung weiter im Tiefschlaf waren, folgte die zweite kalte Dusche gleich anschließend. Kai Hospelt markierte das 2:0 (3.), das auch nach Videostudium der Schiedsrichter Bestand hatte. Als Toni Ritter nur 31 Sekunden später nach einem Bullygewinn und einem Schuss von Lucas Flade die Scheibe zum 1:2-Anschluss (4.) abfälschte, schien der erste Schock verdaut. Doch weit gefehlt.

Die Gäste ließen die Towerstars weiter nach Belieben schalten und walten. Joshua Samanski nutzte einen schönen Pass von David Zucker zum 3:1 (7.). Nur zwei Minuten darauf musste Nick Jordan Vieregge erneut hinter sich greifen. Robbie Czarnik baute die Führung mit einem Schuss in den Winkel auf 4:1 (9.) aus. Trainer Andreas Brockmann reagierte und nahm Vieregge aus dem Tor. Für ihn kam nun David Miserotti-Böttcher. Der 19-jährige Deutsch-Italiener, der erst im Sommer als dritter Keeper verpflichtet wurde, gab damit sein Debüt im Eislöwen-Gehäuse. Auch er musste nur wenige Minuten später den Puck aus den Maschen fischen. Gerade als Roope Ranta zum zweiten Mal auf der Strafbank gesessen hatte und aufs Eis zurückkehrte, erhöhte David Zucker auf 5:1 (16.).

Ravensburg schaltet einen Gang zurück

Verteidiger Alexander Dotzler gab in der Pause zu: „Das war nicht der Start, den wir uns vorgenommen hatten. Wir haben zu viele Fehler gemacht und dem Gegner zu viel Platz gegeben. Ravensburg ist sehr laufstark, da müssen wir jetzt unsere Beine in die Hand nehmen und dürfen nicht so viele Chancen zulassen.“ Dem 18-jährigen Keeper Nick Jordan Vieregge sei dabei kein Vorwurf zu machen, weil die Mannschaft einfach zu viele gegnerische Möglichkeiten zugelassen habe, wie Dotzler betonte.

In der Kabine dürfte Andreas Brockmann einige klare Worte gefunden haben. Im Mittelabschnitt stabilisierten sich die Elbestädter vor allem in der Defensive. Allerdings schaltete der Gastgeber auch einen Gang zurück. Zwei Minuten vor der zweiten Pausensirene aber wurde John Henrion von den Blau-Weißen völlig allein gelassen und er bedankte sich mit dem 6:1 (38.). Damit waren die Messen endgültig gelesen in dieser Partie.

Im Schlussdrittel versuchten die Dresdner, zumindest das Ergebnis noch freundlicher zu gestalten. Das gelang ihnen mit zwei Treffern, ohne aber damit die Hausherren noch in Gefahr zu bringen. So verkürzte zunächst Jordan Knackstedt auf 2:6 (50.) und eine Minute vor dem Ende gelang Toni Ritter noch das 3:6. Jetzt haben die Blau-Weißen bis zum Freitag Zeit, die Fehler zu analysieren und es dann daheim gegen Heilbronn besser zu machen.