14. September 2021 / 14:59 Uhr

Mika Schneider hat sich im Kampf um die Nummer eins durchgesetzt

Mika Schneider hat sich im Kampf um die Nummer eins durchgesetzt

Marten Vorwerk
Ostsee-Zeitung
Mika Schneider hat das Kopf-an-Kopf-Rennen um die neue Nummer eins im Tor des Greifswalder FC für sich entschieden.
Mika Schneider hat das Kopf-an-Kopf-Rennen um die neue Nummer eins im Tor des Greifswalder FC für sich entschieden. © Philipp Weickert
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Der 21-jährige Torhüter steht seit Saisonbeginn zwischen den Pfosten des Oberligisten Greifswalder FC. In Pokalspielen ist dagegen Adam Marczuk gesetzt. Morgen geht’s gegen Hansa II um wichtige Punkte.

​„Wir wissen, dass wir zwei Torhüter haben, die auf gleichem Niveau spielen. Die Entscheidung für die Nummer eins wird nicht einfach.“ Das sagte Marcel Rüh, Torwarttrainer des Greifswalder FC, vor einigen Wochen nach dem ersten Oberligaspiel gegen den Rostocker FC (2:1). Damals stand Mika Schneider zwischen den Pfosten, eine Woche zuvor beim DFB-Pokalspiel gegen Bundesligist FC Augsburg (2:4) war es noch Adam Marczuk.

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Mittlerweile ist die Entscheidung um den Stammplatz im Tor gefallen – und sie fiel zugunsten des 21-jährigen Neuzugangs Mika Schneider. „Wir haben zwei richtig gute Torhüter, die nicht nur sportlich, sondern auch menschlich super drauf sind. Bei den torwartspezifischen Dingen sind Adam und Mika auf einem Niveau. Fußballerisch sehen wir bei Mika leichte Vorteile, deswegen hat er den Vorzug erhalten“, erklärt Cheftrainer Martin Schröder.

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Mika Schneider sagt: „Ich bin sehr froh, weil ich immer spielen will. Adam und ich verstehen uns aber weiterhin sehr gut.“ Bitter für ihn: Im Spiel gegen den Erstligisten FC Augsburg musste er auf der Bank Platz nehmen, da Adam Mar­czuk in den Pokalwettbewerben das Tor hütet. „Bei so einem Spiel hätte ich besonders gern gespielt. Das war für die Region ein großes Event, aber Adam hat in dieser Partie einen super Job gemacht“, lobt Schneider.

Der Keeper ist vor der Saison vom sächsischen Verein Bischofswerdaer FV aus der NOFV-Oberliga Süd nach Greifswald gekommen. In seiner Nachwuchszeit war er sogar lange als Feldspieler im Mittelfeld und Sturm aktiv. Erst sein Wechsel zu Dynamo Dresden und in den Großfeldbereich änderte das. Mika stand fortan im Tor. Eine gute Entscheidung für den mittlerweile 1,91 Meter großen gebürtigen Havelberger (Sachsen-Anhalt), der im Tor viel Ruhe und Sicherheit ausstrahlt. In der Boddenstadt sei er sehr gut angekommen und aufgenommen worden. Neben dem Fußball arbeitet Schneider als Minijobber und verdient sich damit ein wenig Geld hinzu.

Die erste Saisonniederlage (nach sieben Punkten aus drei Partien) musste der Schlussmann mit seinem Team am vergangenen Freitag hinnehmen. Im MV-Duell gegen den MSV Pampow setzte es eine 1:2-Pleite. „Eine sehr bittere Niederlage. Wir können vorne zwanzig Tore schießen, kriegen aber zwei Konter, bei denen wir nicht gut aussehen. Deswegen haben wir auch verdient verloren“, kritisierte er. Bei beiden Gegentoren war Schneider machtlos. Sowohl Pampows Mittelfeldspieler Belchior Papa als auch Stürmer Christian Degener zielten genau ins Eck. „Wenn wir am Ende 8:2 gewinnen, sind mir die beiden Gegentore auch egal, aber so ist es sehr ärgerlich“, ergänzt der 21-Jährige.

Sein Team sieht er im Gegensatz zum Saisonbeginn dennoch verbessert. „Wir spielen uns sehr viele Chancen heraus. Das einzige, was fehlt, sind die Tore und die eiskalte Hundeschnauze mit dem Willen, jedes Ding zu machen. Spielerisch sind die Ansätze gut, hinten verteidigen wir viel weg. Dass man das nicht über die ganze Spielzeit schafft, ist auch klar“, erklärt Schneider.


Schon morgen steht für ihn und den GFC das nächste Spiel in der Oberliga auf dem Programm. Und es kommt erneut zu einem MV-Duell. Um 19.30 Uhr empfangen die Greifswalder den FC Hansa Rostock II, der am Wochenende ebenfalls die erste Niederlage der Saison einstecken musste (1:3 beim Rostocker FC). „Wir werden aus der Pampow-Niederlage unsere Lehren ziehen und es gegen Hansa besser machen“, meint Mika Schneider zuversichtlich.