07. Mai 2019 / 16:16 Uhr

Wende durch Millionen-Deal: 1. FC Kaiserslautern kommt der Rettung näher

Wende durch Millionen-Deal: 1. FC Kaiserslautern kommt der Rettung näher

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Können die Fans auf die Rettung des 1. FC Kaiserslautern hoffen?
Können die Fans auf die Rettung des 1. FC Kaiserslautern hoffen? © Getty Images
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Der Deal mit dem Investor aus Luxemburg ist vom Tisch, der 1. FC Kaiserslautern steht dennoch kurz vor der Rettung. Grund ist eine regionale Investorengruppe. So kann sogar der Sprung in die 2. Bundesliga wieder angepeilt werden.

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Die spektakuläre und überraschende Wende im Machtkampf des 1. FC Kaiserslautern beschert den Pfälzern einen Millionen-Deal. Der finanziell angeschlagene Fußball-Drittligist ist seiner Rettung am Montagabend ein großes Stück näher gekommen. Die Lizenz für die kommende Saison dürfte dank einer regionalen Investorengruppe, die zunächst Eigenkapital in Höhe von drei Millionen Euro einbringt, gesichert sein. Weitere Millionen stehen in Aussicht.

1. FC Kaiserslautern: Tiefer Fall nach großem Erfolg

Die 1950er Jahre, die goldenen Jahre, sind der erste Höhepunkt in der Erfolgsvita des 1. FC Kaiserslautern. 1951 nimmt FCK-Legende Fritz Walter die erste deutsche Meisterschaft für die Pfälzer entgegen (Foto), eine weitere 1953 und zwei Finalteilnahmen in den beiden folgenden Jahren schließen sich an. Zur Galerie
Die 1950er Jahre, die "goldenen Jahre", sind der erste Höhepunkt in der Erfolgsvita des 1. FC Kaiserslautern. 1951 nimmt FCK-Legende Fritz Walter die erste deutsche Meisterschaft für die Pfälzer entgegen (Foto), eine weitere 1953 und zwei Finalteilnahmen in den beiden folgenden Jahren schließen sich an. ©
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Mit Drittliga-Top-Etat in die 2. Liga?

Der Deal mit dem Luxemburger Flavio Becca ist damit vom Tisch. Kurz vor Ablauf des Ultimatums von Becca, der für einen Kredit in Höhe von 2,6 Millionen Euro den Rücktritt des Beiratsmitglieds Michael Littig forderte, gelang es diesem, das Gremium mit einem neuen Vorschlag auf seine Seite zu ziehen. Statt der Forderung nach einem Rücktritt nachzukommen, legte Littig, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender des e.V. ist, einen alternativen Finanzierungsplan vor. Dieser wurde im Beirat mit einer 3:2-Mehrheit angenommen.

Die regionale Unternehmergruppe sicherte sich für drei Millionen Euro zehn Prozent der Anteile an der Kapitalgesellschaft. Wie auch im Deal mit Becca vorgesehen, sollen in den kommenden Jahren mehr als 25 Millionen Euro in den Traditionsverein fließen. Damit scheint nicht nur die drohende Insolvenz abgewendet. Die finanziellen Mittel ermöglichen einen für Drittliga-Verhältnisse Top-Etat von bis zu sechs Millionen Euro, welcher das Ziel Zweitliga-Aufstieg deutlich untermauern würde.

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Doch personelle Veränderungen in der seit Monaten heftig zerstrittenen Führungsetage scheinen quasi unumgänglich. Littig kündigte zwar an, Brücken zwischen den zerstrittenen Parteien bauen zu wollen, wofür es auch einen gewichtigen Grund gibt: Einige Finanzpartner haben die dem FCK zugesagte Unterstützung an die Weiterbeschäftigung der Geschäftsführung gebunden. Doch ob es ihm tatsächlich gelingt, mit Sportchef Martin Bader und dem Beiratsvorsitzenden Patrick Banf eine konstruktive Zusammenarbeit zu erwirken, ist derzeit fraglich.

Gegen beide hatte Littig im Beirat zuletzt eine Mehrheit gebildet und deren Absetzung angepeilt, wozu es jedoch aus formellen Gründen nicht kommen konnte. Auch Rücktritte der handelnden Personen sind nicht ausgeschlossen. Einzig Finanz-Geschäftsführer Michael Klatt schloss diesen im Gespräch mit dem Kicker vorerst aus, er wolle zunächst das Lizenzverfahren abwickeln.

Wie groß die Spannungen zwischen den Beiräten ist, wurde bereits im Anschluss an die Sitzung am Montagabend deutlich. Statt sich über den von Littig ausgehandelten Deal zu freuen, zeigte sich Banf enttäuscht, dass nicht das von ihm und der Geschäftsführung ausgehandelte Abkommen mit Becca gewählt wurde.

Ich glaube, der FCK hat eine Riesenchance vertan und verspielt“, sagte Banf der Rheinpfalz. Dabei dürfte das Investment der Littig-Gruppe rein objektiv gesehen das bessere für den Verein sein. Statt Eigenkapital hätte Becca dem Fritz-Walter-Club nur ein verzinstes Darlehen gewährt, was den bereits hoch verschuldeten Verein weiter belastet hätte. Das mittelfristig geplante Investment von rund 25 Millionen Euro war in beiden Angeboten ähnlich.

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