25. Oktober 2021 / 14:39 Uhr

Mini-Einheit mit Mini-Kader: Frontzecks erstes Training als Wolfsburg-Chef

Mini-Einheit mit Mini-Kader: Frontzecks erstes Training als Wolfsburg-Chef

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Interims-Cheftrainier beim VfL Wolfsburg: Michael Frontzeck.
Interims-Cheftrainier beim VfL Wolfsburg: Michael Frontzeck. © dpa
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Mit einer Mini-Einheit von gerade einmal 70 Minuten hat Interimscoach Michael Frontzeck beim VfL Wolfsburg losgelegt. Einige Akteure des Bundesligisten fehlten zum Wochenstart.

Michael Frontzeck hat beim VfL Wolfsburg als Interimstrainer losgelegt. Nach der Entlassung von Mark van Bommel als Cheftrainer ließ der erfahrene Fußballlehrer seine Mannschaft am Montagmittag das erste Mal auf dem Platz schwitzen - allerdings gerade einmal 70 Minuten. Es war eine Mini-Einheit mit einem Mini-Kader, denn viel Akteure waren zu Wochenbeginn nicht mit auf dem Rasen.

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Ursprünglich war die Einheit für 10.30 Uhr anberaumt, doch das Team um Frontzeck betrat erst eine Stunde später den Platz am VfL-Center. Der Grund: Zuvor hatten die Wolfsburger drinnen noch etwas gearbeitet. Mit einem lockeren Aufwärmen inklusiver einer Spielform ging's dann draußen los. Anschließend wechselten Maximilian Arnold und Co. zum Eckespiel, ehe zum Abschluss ein Acht-gegen-Acht auf dem Programm stand. Auffällig: Die Stimmung in der Mannschaft war gut, locker und wirkte sogar ein wenig befreit. Und nicht nur das, auch die Intensität stimmte. Auf dem Platz wurde viel gesprochen, auch für den einen oder anderen Spaß waren die VfL-Profis zu haben.

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Frontzeck blieb zunächst in der Beobachterrolle, gab nur vereinzelt Anweisungen. Mehr kam da von Co-Trainer Vincent Heilmann (Assistent Kevin Hofland musste mit van Bommel gehen). Frontzeck hingegen nutzte die Zeit beim Abschlussspiel auch für Gespräche, unter anderem stand der 57-Jährige zum Ende hin einige Minuten mit Kevin Mbabu zusammen, der in den vergangenen beiden Partien keine guten Leistungen gezeigt hatte und bei den Gegentoren mitverantwortlich war. Nach 70 Minuten war dann Schluss - damit machte es Frontzeck zum Start anders als sein Vorgänger. Denn van Bommel hatte am 1. Juli mit einer XXL-Einheit von mehr als zwei Stunden begonnen - allerdings war das auch der Start in die Vorbereitung.


Viele Wolfsburger waren am Montag nicht auf dem Platz zu sehen. Neben Wout Weghorst (Corona), Jerome Roussillon, Luca Waldschmidt (beide muskuläre Probleme) und dem zuletzt nicht berücksichtigten Admir Mehmedi fehlten John Anthony Brooks (Bluterguss am Becken), Maxence Lacroix, Aster Vranckx, Felix Nmecha (alle muskuläre Probleme), Daniel Ginczek (Nackenprobleme) und Niklas Klinger. Letzterer wurde ebenso wie Weghorst positiv auf Covid-19 getestet und befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Schlager wieder im Lauftraining

Es gab aber auch erfreuliche Nachrichten: Xaver Schlager ist nach seinem Kreuzbandriss wieder im Lauftraining, der österreichische Nationalspieler drehte am Montag ein paar Runden um den Platz. Dass der Mittelfeldspieler jetzt schon wieder so weit ist, ist erstaunlich. Denn es ist nicht einmal zwei Monate her, dass sich der 24-Jährige die schwere Verletzung zugezogen hatte. Beim 1:0 gegen RB war Schlager in der 70. Minute nach einem Laufduell mit Leipzigs Emil Forsberg liegen geblieben, der Wolfsburger war ohne Fremdeinwirkung weggeknickt. Der VfL-Profi, der bis dahin erneut richtig stark gespielt hatte, musste behandelt und kurz darauf ausgewechselt werden.

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Anders als üblich trat der SC Freiburg nach dem 2:0-Sieg in Wolfsburg nicht die Heimreise an, sondern blieb weiter in der VW-Stadt - und trainierte am Montag sogar auf dem A-Platz des VfL. Der Grund: Die Mannschaft von Trainer Christian Streich muss am Dienstag (20.45 Uhr) in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Drittligist VfL Osnabrück antreten. Um die Reisestrapazen gering zu halten - sonst wäre der SCF am Samstag zurück in den Breisgau und am Montag wieder gen Norden gefahren -, kam der VfL den Freiburgern entgegen und überließ ihnen den Trainingsplatz.