07. Juni 2021 / 08:25 Uhr

Missmut bei Leipziger Schwimmern: "Das Schweigen der Politik ist unerträglich"

Missmut bei Leipziger Schwimmern: "Das Schweigen der Politik ist unerträglich"

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Gähnende Leere: Wann können die Leipziger Schwimmhallen wieder öffnen?
Gähnende Leere: Wann können die Leipziger Schwimmhallen wieder öffnen? © Christian Modla
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Die Leipziger Schwimmhallen bleiben weiterhin geschlossen und der Vereinssport fühlt sich allein gelassen. Frank Schober, Leiter der Printproduktion Sport der LVZ,  vermisst unter anderem klare Worte der Stadtspitze um Oberbürgermeister Burkhard Jung.

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Leipzig. Man muss absolut kein Corona-Leugner sein, um für den Missmut und die jüngsten Aktionen der Leipziger Schwimmerinnen und Schwimmer Verständnis und Sympathien aufzubringen. Seit Monaten weist der Sport zu Recht darauf hin, dass er mit seinen gesundheitsfördernden Aspekten in Pandemiezeiten nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung ist. Doch wie lautet die Antwort der Politik? Schweigen! Das ist unerträglich und unakzeptabel.

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In Rathäusern und Ministerien herrscht das gleiche Bild: Keiner trifft Entscheidungen, jeder sucht die Zuständigkeit beim Nächsten. Es fehlt vor allem in Sachsen der politische Wille, die Sportvereine und damit aktive Gesundheitsförderung zu unterstützen. Auch wenn die Verordnungen vom Freistaat gemacht werden: Wo blieben und bleiben in Leipzig die klaren Worte des OBM oder Sportbürgermeisters für eine Perspektive des Sports?

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Die Abwartehaltung reicht bis in die Sportbäder GmbH, wo man sich angesichts der Teilöffnung der Uni für Bundeskader zu lange zurückgelehnt hat, ehe der Nachwuchs doch endlich zurückkehren konnte. Und natürlich ist es möglich, den Vereinen aktuell vor 10 Uhr oder ab 20 Uhr Wasserfläche in den Freibädern anzubieten. Vielleicht ist der Bedarf gar nicht so riesig, dass man allzu viele Anträge ablehnen muss. Es gibt immer einen Weg – wenn der Wille existiert.