03. Mai 2021 / 16:12 Uhr

Nach Misstrauensvotum der Landesverbände: DFB-Generalsekretär Curtius äußert sich

Nach Misstrauensvotum der Landesverbände: DFB-Generalsekretär Curtius äußert sich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius meldete sich erstmals nach dem Misstrauensvotum zu Wort.
DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius meldete sich erstmals nach dem Misstrauensvotum zu Wort. © IMAGO/Kicker/Zink
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Auf die DFB-Spitze kommen nach dem Misstrauensvotum am Sonntag unangenehme Tage zu. Von Generalsekretär Friedrich Curtius kam nun erstmals eine Reaktion zu den jüngsten Ereignissen. Er erhofft sich weitere konstruktive Gespräche, um Lösungen zu finden.

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DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius hat sich erstmals nach dem Votum der Regional- und Landeschefs geäußert und zunächst keine persönlichen Konsequenzen gezogen. "Ich stehe für Gespräche zu konstruktiven Lösungen für den DFB jederzeit zur Verfügung, dies umfasst selbstverständlich auch meine Funktion", ließ der Funktionär am Montag über den Deutschen Fußball-Bund mitteilen. Sowohl DFB-Präsident Fritz Keller als auch Curtius war am Sonntag auf einer Konferenz in Potsdam das Vertrauen entzogen worden.

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"Ich respektiere das Votum der Konferenz der Regional- und Landesverbände und nehme dieses sehr ernst", sagte Curtius. Besonders hervorgehoben hat der langjährige Generalsekretär noch einmal das Votum gegen Präsident Keller, der im Machtkampf beim größten Sportfachverband der Welt seit Monaten als großer Gegenspieler von Curtius gilt. "Mit ihrer sehr klaren Haltung zur inakzeptablen Freisler-Äußerung von Fritz Keller und ihrer Aufforderung zum Rücktritt hat die Konferenz ein deutliches Signal gegeben, wie sie sich einen Neuanfang an der Spitze des DFB vorstellt", wird der 44-Jährige zitiert.

Keller und Curtius war auf der Tagung der Regional- und Landesverbandspräsidenten das Vertrauen entzogen, der Verbandschef gar zum Rücktritt aufgefordert worden. Keller ist nach einem Nazi-Vergleich in einer Präsidiumssitzung in der vergangenen Woche in Erklärungsnot geraten. Er hatte den Juristen Koch als "Freisler" bezeichnet und so mit Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus, verglichen.



Matthäus fordert Austausch der DFB-Führung

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hatte in der Folge einen kompletten Austausch der DFB-Führung gefordert. Es werde Zeit, "dass der größte Fußball-Verband der Welt von jemandem angeführt wird, der aus dem Fußball kommt. Und darum lautet mein großer Wunsch, dass Karl-Heinz Rummenigge oder Rudi Völler auf Keller folgen", schrieb Matthäus in seiner Kolumne bei Sky. "Am liebsten wären mir beide. Rummenigge als Präsident und Völler als Vize."