23. Dezember 2019 / 08:08 Uhr

Mit 29 Punkten in die Winterpause: „Sind nicht mehr das kleine Aue“

Mit 29 Punkten in die Winterpause: „Sind nicht mehr das kleine Aue“

dpa
Aues Trainer Dirk Schuster und Präsident Helge Leonhardt zeigen mit ihren Armen nach dem 3:1 Sieg die gekreuzten Hämmer. 
Aues Trainer Dirk Schuster und Präsident Helge Leonhardt zeigen mit ihren Armen nach dem 3:1 Sieg die gekreuzten Hämmer.  © dpa
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Erzgebirge Aue überwintert mit 29 Punkten in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. Nach der ersten Saisonhälfte ist das Selbstbewusstsein bei den Sachsen zwar groß, doch vom Aufstieg wollen weder Spieler noch der Trainer sprechen.

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Aue. Auf einer Ehrenrunde wurden die Zweitliga-Fußballer von Erzgebirge Aue von ihren Fans mit Dauer-Applaus in die Winterpause verabschiedet. Das Trainerteam und die Spieler der Sachsen genossen diesen Moment. „Wir haben uns in der Liga einen Riesenrespekt erarbeitet. Wir sind nicht mehr das kleine Aue“, sagte Mittelfeldspieler Clemens Fandrich nach dem 3:1 zum Rückrundenauftakt gegen die SpVgg Greuther Fürth. Mit 29 Punkten gehört die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster mit nur zwei Zählern Rückstand zu den Aufstiegsplätzen weiterhin zu den ärgsten Verfolgern des Spitzentrios um Tabellenführer Arminia Bielefeld.

„Ich bin sehr stolz auf das, was wir bisher geleistet haben. Es tut inzwischen jedem Gegner weh, hierher zu fahren“, meinte Fandrich angesichts der bemerkenswerten Heimstärke. 23 der 29 Punkte holten die Auer im Erzgebirgsstadion, das inzwischen zu einer Festung geworden ist. Von neun Heimspielen wurden sieben gewonnen, zwei Partien endeten mit einem Unentschieden – damit ist der FC Erzgebirge aktuell das beste Heimteam der Liga. Konnten die „Veilchen“ in den vergangenen Jahren oftmals nur mit Kampf und Leidenschaft überzeugen, hat das Schuster-Team in dieser Saison auch fußballerisch einen Schritt nach vorn gemacht. „Wir spielen inzwischen auch einen guten Ball und haben die Auer Tugenden trotzdem nicht vergessen“, beschrieb Fandrich die perfekte Mischung.

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Chapeau FC Erzgebirge Aue! Nach dem 3:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth hat die Schuster-Elf bereits 29 Zähler auf dem Konto und darf sich auf ruhige und besinnliche Feiertage freuen. Zur Galerie
Chapeau FC Erzgebirge Aue! Nach dem 3:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth hat die Schuster-Elf bereits 29 Zähler auf dem Konto und darf sich auf ruhige und besinnliche Feiertage freuen. ©
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Auch Greuther Fürth bekam am Samstag vor 13 200 Zuschauern die Auer Stärken zu spüren. Nach Ballgewinnen in der eigenen Hälfte kombinierten sich die Erzgebirger mit teilweise sehenswerten Kombinationen in Richtung gegnerisches Tor. Jan Hochscheidt staubte in der 13. Minute zur Führung ab. Nach dem Seitenwechsel avancierte Florian Krüger zum Matchwinner für die Gastgeber. Der 20 Jahre alte Stürmer war nach einem Solo durch die Fürther Hälfte nur durch ein Foul im Strafraum zu stoppen. Dimitrij Nazarov verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zum 2:0 (64.).

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Nur zwei Minuten später startete Krüger erneut durch, diesmal kam der Blondschopf zum Abschluss und traf zur Vorentscheidung (66.). „Ich habe jetzt schon meine Werte aus dem Vorjahr überboten“, meinte der Stürmer angesichts seiner vier Tore und vier Vorlagen. „Nach der Winterpause geht es aber weiter, wir haben noch nichts erreicht“, sagte Krüger und vermied es genauso wie seine Mitspieler und sein Trainer, das Wort „Aufstieg“ in den Mund zu nehmen.

„Das hat nichts mit Tiefstapelei zu tun. Das ist gesunder Realitätssinn“, sagte Schuster, der mit seinem Team in der zweiten Saisonhälfte auf die glänzende Ausgangsposition aufbauen will: „Die 29 Punkte fühlen sich gut an. Alle anderen Zielstellungen, die über den Klassenverbleib hinaus gehen, sind für uns kein Thema. Viele Spiele waren eng, andere Teams werden sich für die zweite Saisonhälfte verstärken. Es wird nach der Winterpause noch ein steiniger Weg für uns.“

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