30. März 2017 / 09:58 Uhr

Mit Auswärtssieg bei Lipsia Tabellenplatz Zwei zementiert

Mit Auswärtssieg bei Lipsia Tabellenplatz Zwei zementiert

Kai Rachner
SPORTBUZZER-Nutzer
Symbolbild USER-BEITRAG
Symbolbild © imago/Ralph Peters
Anzeige

Die D-Junioren der SG Taucha 99 setzten sich mit 4:1 bei Lipsia Eutritzsch durch. 

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Nach unserer letztwöchigen Schlappe mussten wir erneut auswärts antreten. Diesmal führte uns der Spielplan zu Leipzigs ältestem Fussballverein, SV Lipsia 93 Eutritzsch. Das Hinspiel hatten wir nach holpriger erster Halbzeit zwar klar dominiert, waren aber entsprechend gewarnt. Mit zwölf Spielern hatten wir ein breites Aufgebot an Bord. Sein Debüt feierte Dominic. Doch dazu später mehr. Schon nach unserer Ankunft schwante uns beim Anblick des vermeintlichen Platzes Böses. Der Platz glich einem Rübenacker, ist der wahrscheinlich schlechteste Fussballplatz in der Leipziger Hemisphäre. Auch die Umkleidekabine versprühte morbiden Charme, wir konnten Fussballtradition schier hautnah einatmen.

Bei besten Wetterbedingungen ging es dann auch pünktlich los und der Sekundenzeiger hatte sich nicht einmal vollends gedreht, da lagen wir auch schon zurück. Im Tiefschlafmodus ließen wir die Gastgeber gewähren. Diese spielten einen Angreifer am linken Strafraumeck komplett frei und er konnte den Ball über den herausstürzenden Fynn ins Netz chipen. Wir waren daraufhin eine gefühlte Ewigkeit mit uns selbst und den Platzbedingungen beschäftigt, kamen überhaupt nicht in die Begegnung. Die Hausherren versuchten dies zu nutzen und witterten ihre Chance. Immer wieder setzten sie Nadelstiche, aber unsere Defensivlinie hatte sich nach Anfangsproblemen deutlich gefangen. Dies lag nicht zuletzt am früh eingewechselten Dominic, der eine bärenstarke Partie hinlegte. Unerbittlich im Zweikampf und mit großem Offensivdrang beackerte er seine rechte Abwehrseite. So erlangten wir ab Minute 15 deutlich mehr Spielanteile, hatten aber insbesondere im Aufbauspiel arg mit dem Kartoffelacker zu kämpfen.

Wir konnten den Ball selten ordentlich kontrollieren und waren so dazu verdammt, auch immer wieder Langholz einzustreuen. Doch unsere Außenspieler kamen wenig zur Geltung, da die Lipsianer mit Hingabe unsere Angriffsbemühungen abwehrten. Um doch auszugleichen bedurfte es somit einer Standardsituation. Paul schnappte sich die Pille für eine Ecke, schlug sie auf den langen Pfosten, wo Simon völlig ungedeckt einlaufen konnte. Mit dem Knie beförderte er das Runde ins Eckige. Nun waren wir am Drücker, spielten aber in der Endzone zu ungenau oder waren zu überhastet. Die Hausherren konnten lediglich nach Standards ansatzweise Gefahr erzeugen. Nennenswert hier ein schöner 14-Meter-Freistoß über die Mauer, denn Fynn aber mit Hechtsprung um den Pfosten drehen konnte.

Kurz vor der Pause kippte das Spiel in unsere Richtung. Noah nahm sich ein Herz und spazierte durch vier Gegner. Seinen Abschluss kann der Goalie der Leipziger nicht entscheidend klären, so dass der mitgelaufene Simon nur noch die Innenseite hinhalten musste. Dann war Pause und wir nahmen uns vor, nach dem Wechsel schnell für klare Fronten zu sorgen. Dies gelang perfekt, denn keine drei Minuten nach Wiederanpfiff konnte wiederum Simon zum 1:3 einnetzen. Wunderbar von Marvin mit feinem Pass bedient, stand er 10 Meter vor dem Tor ohne Gegenspieler und versenkte in gewohnt cooler Manier.

Wir hatten die Partie nun fest im Griff und ließen die Lipsianer überhaupt nicht mehr zum Zuge kommen. Das gab uns die Möglichkeit am heutigen Tage allen Spielern gleichmäßige Einsatzzeiten zu geben, was jeder mit großem Einsatz honorierte. Kurz vor Spielende kamen wir noch zu einem weiteren Treffer. Noah konnte bis zur Grundlinie durchbrechen und seine präzise Eingabe konnte erneut Simon veredeln.

Fazit: Wir kamen heute unendlich schwer in die Pötte, gewannen aber am Ende souverän. Um in jedem Spiel bestehen zu können, benötigen wir aber eine konzentrierte Leistung über 60 Minuten. Schlafeinlagen wie in der ersten Viertelstunde bestrafen andere Gegner mit Sicherheit. Am kommenden Wochenende treffen wir im Pokal-Viertelfinale wieder auswärts auf den LSC 1901. Wir haben dort noch eine Rechnung zu begleichen. Um ins Halbfinale einzuziehen benötigen wir einen Sahnetag, aber dieser Wahnsinnstruppe ist mittlerweile alles zuzutrauen.

Taucha mit: Fynn –Lucas (Dominic), Jonas H., Louis– Jonas G. (Anton), Noah, Simon F. – Paul (Marvin / Bruno)

Tore: 1:0 (1.), 1:1 (19.) Simon F., 1:2 (28.) Simon F., 1:3 (33.) Simon F., 1:4 (53.) Simon F.

Zuschauer: 21