01. November 2020 / 22:13 Uhr

Mit Christopher Kaminski im Tor: SV Pastow stoppt Negativserie

Mit Christopher Kaminski im Tor: SV Pastow stoppt Negativserie

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Trifft im ersten Spiel gleich auf seinen Ex-Klub: Pastows Neuzugang Christopher Kaminski.
Stand überraschend gegen den SV Waren im Tor: Feldspieler Christopher Kaminski. © Johannes Weber
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Der Defensivspieler rückt beim 5:1-Heimsieg gegen den SV Waren zwischen die Pfosten. Taktische Änderungen beim SV Pastow fruchten.

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Der SV Pastow hat seine Serie von fünf sieglosen Pflichtspielen gestoppt. Das 5:1 (1:1) vor eigener Kulisse gegen den Aufsteiger SV Waren war der erste Erfolg seit mehr als einem Monat. Dementsprechend atmete Pastows Coach Heiner Bittorf auch ein wenig durch. „Nach der Durststrecke haben wir uns endlich belohnt. Vor allem in der zweiten Hälfte waren wir fußballerisch total überlegen", kommentierte er.

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Für viele der 133 Zuschauer überraschend, stand Feldspieler Christopher Kaminski (35) beim SVP im Kasten. Mit Dean Klesnil war der aktuell einzig verfügbare Keeper der Rand-Rostocker kurzfristig ausgefallen. Danny Zimmermann (Fußverletzung) und Eike Döscher fehlten. Somit sprang Kaminski zwischen den Pfosten ein, sein wohl erster Einsatz als Torhüter im Herrenbereich. Heiner Bittorf sagte: „Einen Riesenrespekt geht an Christopher. Toll, dass er bereit war, sich ins Tor zu stellen.“

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Hier bietet sich Maik Peters (l.) doch noch zum Ende eine Chance, Warins Marcel Manns unterläuft den Ball. Zur Galerie
Hier bietet sich Maik Peters (l.) doch noch zum Ende eine Chance, Warins Marcel Manns unterläuft den Ball. ©

Der Aushilfskeeper musste in der 16. Minute eine brenzlige Situation bereinigen. Mit einem Foul stoppte er einen Warener Akteur. Kaminski sah dafür Gelb. Laut Bittorf hatte sein Schützling auch ein wenig Glück, in der Szene nicht die Rote Karte zu sehen. Den verursachten Freistoß musste Kaminski wenig später aus seinem Kasten fischen. Marco Krolikowski hatte den Standard in die Pastower Maschen gesetzt.

Die Hausherren brauchten danach ein wenig, um sich zu berappeln. Die ausbleibenden Erfolgs-Erlebnisse zuletzt hatten sich bemerkbar gemacht. Kurz vor dem Pausenpfiff meldeten sich die Pastower zurück. Einen Freistoß versenkte Tony-Glen Siegmund in die SVW-Maschen - ein Treffer zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt.

Der Torschütze ging auch im zweiten Durchgang voran und erzielte nach dem Führungstor von Enrico Karg (60.) wenig später das 3:1. „Tony war einer der Antreiber in diesem Spiel, Kompliment", lobte Bittorf, der später noch den Doppelpack von Johannes Grahl bejubeln durfte. Der Kapitän hatte nach langem mal wieder in der Sturmspitze gespielt.

Die Beorderung von Grahl in den Angriff war eine von mehreren Umstellungen, die Bittorf im Gegensatz zu den vorherigen Spielen vorgenommen hatte. Unterhalb der vergangenen Woche beschloss er, die Grundordnung seiner Mannschaft zu ändern und die Raumaufteilung er erneuern. „Nach den letzten Ergebnissen mussten wir erkennen, dass bei uns zu viel Zufall im Spiel war. Gerade gegen die Warener, die achtbare Resultate erzielt hatten, wollten wir nichts dem Zufall überlassen", meinte der 31-Jährige.

SV Pastow: Kaminski - Mansour, Schindel, Kuster, Reimer (82. Wahl) - Wandt, Bockholt (85. Lehner), Laudan, Karg (66. Rudlaff) - Siegmund, Grahl.
SV Waren: Diercks - Jensch, Cords, Schröder - Purlinski, Krolikowski, Schult, Johannsen, Turtschan - Durke - Köhler.
Tore: 0:1 Krolikowski (16.), 1:1 Siegmund (39.), 2:1 Karg (60.), 3:1 Siegmund (67.), 4:1, 5:1 Grahl (70., 85.).
Schiedsrichter: Sebastian Buchmann.
Zuschauer: 133.