06. Juni 2019 / 18:02 Uhr

Mit dem besten Coach der Welt: Waspo-Gegner Pro Recco unter großem Druck

Mit dem besten Coach der Welt: Waspo-Gegner Pro Recco unter großem Druck

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Pro Recco-Coach Ratko Rudic.
Pro Recco-Coach Ratko Rudic. © imago images/LaPresse
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Am Donnerstag ab 19 Uhr geht es für Ratko Rudic, Trainer-Ikone im Wasserball, mit Pro Recco. Der italienische Serienmeister ist quasi dazu verdammt, das Champions-League-Viertelfinale gegen Waspo Hannover zu überstehen.

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Auch Wasserballer brauchen bisweilen einen Feuerwehrmann. Trainer-Ikone Ratko Rudic ist als solcher geholt worden zum italienischen Klub Pro Recco. Der Kroate feierte vier Olympia-Siege mit drei Nationen, der erfolgreichste Coach überhaupt war aber eigentlich bereits Pensionär. Morgen wird er immerhin 71 Jahre alt.

Doch die Verantwortlichen von Pro Recco (Mäzen ist der Ölmulti Gabriele Volpi) wollten ein Zeichen setzen, nachdem ihr Star-Ensemble dreimal in Folge nicht die Champions League gewinnen konnte. Rudic holte bereits das Double in Italien, doch von ihm wird nicht weniger als der dritte Titel in Hannover erwartet. „Ich bin zuversichtlich“, sagt er bescheiden und lächelt den Druck einfach weg.

Rudic lobt Waspo-Spielführer Real

Mit Rudic, der nie zuvor Vereinstrainer war, kamen weitere Stars zu dem genuesischen Klub, darunter sein Landsmann Marko Bijac, der als bester Wasserball-Torwart der Welt gilt. „Aber das hilft dir alles nichts, wenn dein Team nicht funktioniert. Das Team ist alles“, bekräftig Rudic, der Ende 2016 auch als deutscher Bundestrainer im Gespräch war und offenbar auch Interesse hatte, obwohl er normalerweise nur Spitzenmannschaften übernimmt.

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Durch die Vorrunde zog Pro Recco ungeschlagen, nur zwei Siege waren relativ knapp. „Ja, doch was bedeutet das schon? Jetzt ist alles wieder neu“, wiegelt der Trainer ab. Von Viertelfinalgegner Waspo 98 kennt Rudic mehrere Spieler, besonders gut natürlich die beiden Montenegriner Darko Brguljan und Aleksandar Radovic. „Ich mag aber auch Julian Real, er ist ein sehr guter Mann“, betont der Kroate.

Trainer-Ikone vom Stadionbad begeistert

Vom Stadionbad ist er begeistert, die Bedingungen haben seine Erwartungen übertroffen. „Es ist noch besser als bei der Olympiaqualifikation 2000, die ich mir damals angesehen habe“, so Rudic. Damals hatte Deutschland das Olympiaticket verpasst. „Die Atmosphäre wird sehr gut sein, die Zuschauer sitzen ganz dicht dran am Geschehen“, sagt der Coach, und das sei entscheidend: „Wer diesen Sport aus nächster Nähe erlebt, der wird sich in ihn verlieben.“

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